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April 10, 2026
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"Es ist an der Zeit das Rothirschgeweih als Statussymbol zu entzaubern. Wenn [...] alle Welt weiĂź, dass diese Geweihe sehr oft von halb domestizierten Krippenfressern gewonnen wurden, dann ist endlich das Schussfeld frei fĂĽr die biologische Jagd."
"Einem vergifteten Fluß auch noch die seinen Lauf begleitenden ehrwürdigen alten Häuser zu rauben, das erst nähme ihm wirklich das Leben, weil selbst in seinem Spiegel sich dann nichts Menschliches mehr regte."
"Bambi ist [...] nicht nur den Wäldern, sondern auch sich selbst zur Plage geworden. Kümmerlinge und Seuchen sind als die sicheren Anzeichen einer zu hohen Wilddichte weit verbreitet."
"Werte, die aus der objektiven Realität herausgelöst sind, werden subjektiv."
"Komfort, Geschäft und berufliche Sicherheit können in einer Gesellschaft, die sich auf und gegen nukleare Zerstörung vorbereitet, als allgemeines Beispiel versklavender Zufriedenheit dienen."
"Der Tauschwert zählt, nicht der Wahrheitswert. In ihm faßt sich die Rationalität des Status quo zusammen, und alle andersartige Rationalität wird ihr unterworfen."
"Die Menschen entdecken sich in ihren Waren wieder, sie finden ihre Seele in ihrem Auto, ihrem Hi-Fi Empfänger"
""Von Anbeginn an war die Freiheit des Unternehmens keineswegs ein Segen. Als die Freiheit zu arbeiten oder zu verhungern bedeutete sie für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Plackerei, Unsicherheit und Angst. Wäre das Individuum nicht mehr gezwungen, sich auf dem Markt als freies ökonomisches Subjekt zu bewähren, so wäre das Verschwinden dieser Art von Freiheit eine der größten Errungenschaften der Zivilisation."
"Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab."
""Permanenter ästhetischer Umsturz"
"Diese Gesellschaft ist insofern obszön, als sie einen erstickenden Überfluss an Waren produziert und schamlos zur Schau stellt, während sie draußen ihre Opfer der Lebenschancen beraubt; obszön, weil sie sich und ihre Mülleimer vollstopft, während sie die kärglichen Lebensmittel in den Gebieten ihrer Aggression vergiftet und niederbrennt; obszön in den Worten und dem Lächeln der Politiker und Unterhalter; in ihren Gebeten, ihrer Ignoranz und in der Weisheit ihrer gehüteten Intellektuellen. [...] Nicht das Bild einer nackten Frau, die ihre Schamhaare entblößt, ist obszön, sondern das eines Generals in vollem Wichs, der seine in einem Aggressionskrieg verdienten Orden zur Schau stellt;"
"Freiheit ist Befreiung."
"Die Beziehungen der Menschen untereinander werden zunehmend vom maschinellen ArbeitsprozeĂź vermittelt."
"Bei mir kommt immer zuerst die Melodie. Die trägt schon alles Emotionale in sich. Es bedarf für mich fast keines Textes. Die Musik sollte ohne Text die gleiche Wirkung haben wie mit. Der Text ist nur nochmals ein Versuch, die Botschaft der Musik abzusichern. Die Musik ist es aber, die einen durchatmen lässt."
"Wenn die Menschen aggressiver werden, liegt das auch in der Verantwortung der Politik."
"Männer kriegen keine Kinder. Männer kriegen dünnes Haar. Männer sind auch Menschen. Männer sind etwas sonderbar."
"Haben den Regen gebogen."
"Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein GefĂĽhl!"
"Das Universum sind wir."
"Du bist keine Schönheit, vor Arbeit ganz grau! Liebst dich ohne Schminke; bist 'ne ehrliche Haut. Leider total verbaut."
"Wir sind die Generation ohne Bindung und ohne Tiefe. Unsere Tiefe ist der Abgrund."
"Warum? Warum ich lebe? Vielleicht aus Trotz? Aus purem Trotz."
"Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!"
"Was morgen ist, // auch wenn es Sorge ist, // ich sage: Ja!"
"Verantwortung ist doch nicht nur ein Wort, eine chemische Formel, nach der helles Menschenfleisch in dunkle Erde verwandelt wird. Man kann doch Menschen nicht für ein leeres Wort sterben lassen. Irgendwo müssen wir doch hin mit unserer Verantwortung. Die Toten – antworten nicht. Gott – antwortet nicht. Aber die Lebenden, die fragen."
"Oh, wir haben dich gesucht, Gott, in jeder Ruine, in jedem Granattrichter, in jeder Nacht. Wir haben dich gerufen. Gott! Wir haben nach dir gebrĂĽllt, geweint, geflucht! Wo warst du da, lieber Gott?"
""Man weiĂź keinen Weg aus diesen Aussichtslosigkeiten. GewiĂź, ich mache viel zuviel Aufhebens von mir und meinem kleinen Leid"
""In Hamburg wohnt die Nacht // in allen Hafenschänken // und trägt die Röcke leicht, // sie kuppelt, spukt und schleicht, // wenn es auf schmalen Bänken // sich liebt und lacht."
"Im Krieg sind alle Väter Soldat."
"Ich möchte Leuchtturm sein // in Nacht und Wind -- // für Dorsch und Stint, // für jedes Boot -- // und bin doch selbst // ein Schiff in Not!"
"Alle Leute haben eine Nähmaschine, ein Radio, einen Eisschrank und ein Telefon. Was machen wir nun? fragte der Fabrikbesitzer. // Bomben, sagte der Erfinder. // Krieg, sagte der General. // Wenn es nicht anders geht, sagte der Fabrikbesitzer."
"Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten."
"Nur um der Hoffnungslosen willen ist uns die Hoffnung gegeben."
"Jede Mitteilung geistiger Inhalte ist Sprache."
""Dieser linke Radikalismus ist genau diejenige Haltung, der überhaupt keine politische Aktion mehr entspricht. Er steht links nicht von dieser oder jener Richtung, sondern ganz einfach links vom Möglichen überhaupt. Denn er hat ja von vornherein nichts anderes im Auge als in negativistischer Ruhe sich selbst zu genießen. Die Verwandlung des politischen Kampfes aus einem Zwang zur Entscheidung in einen Gegenstand des Vergnügens, aus einem Produktionsmittel in einen Konsumartikel"
"Die Maske des Erwachsenen heiĂźt 'Erfahrung'."
"Es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen, eine Nachfrage zu erzeugen, fĂĽr deren volle Befriedigung die Stunde noch nicht gekommen ist."
"Es hängt mit der Technik des Films genau wie mit der des Sports zusammen, daß jeder den Leistungen, die sie ausstellen, als halber Fachmann beiwohnt."
"Die Entschälung des Gegenstandes aus seiner Hülle, die Zertrümmerung der Aura, ist die Signatur einer Wahrnehmung, deren »Sinn für das Gleichartige in der Welt« so gewachsen ist, daß sie es mittels der Reproduktion auch dem Einmaligen abgewinnt."
"Die Einzigkeit des Kunstwerks ist identisch mit seinem Eingebettetsein in den Zusammenhang der Tradition."
"Die Art und Weise, in der die menschliche Sinneswahrnehmung sich organisiert – das Medium, in dem sie erfolgt – ist nicht nur natürlich sondern auch geschichtlich bedingt."
"Alle Bemühungen um die Ästhetisierung der Politik gipfeln in einem Punkt. Dieser eine Punkt ist der Krieg."
"In einer Liebe suchen die meisten ewige Heimat. Andere, sehr wenige aber das ewige Reisen."
"In der Improvisation liegt die Stärke. Alle entscheidenden Schläge werden mit der linken Hand geführt werden."
"Gaben mĂĽssen den Beschenkten so tief betreffen, daĂź er erschrickt."
"Für den Kritiker sind seine Kollegen die höhere Instanz. Nicht das Publikum. Erst recht nicht die Nachwelt."
"Es gibt nichts Ärmeres als eine Wahrheit, ausgedrückt wie sie gedacht ward."
"Einsam zu speisen macht leicht hart und roh."
"Eine Periode, die, metrisch konzipiert, nachträglich an einer einzigen Stelle im Rhythmus gestört wird, macht den schönsten Prosasatz, der sich denken läßt."
"Echte Polemik nimmt ein Buch sich so liebevoll vor, wie ein Kannibale sich einen Säugling zurüstet."