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April 10, 2026
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"Ăber den Wassern deiner Seele schwebt unaufhĂśrlich ein dunkler Vogel: Unruhe."
"Einem wirklich Gottlosen bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht begegnet. Statt seiner bin ich nur dem Ruhelosen begegnet."
"Jedes Lebewesen liebt sich selbst."
"In der Bhagavad-gita wird gesagt, daĂ das individuelle Lebewesen der EigentĂźmer oder Meister des KĂśrpers ist, daĂ aber Krsna, der im Herzen eines jeden als Ăberseele weilt, der hĂśchste EigentĂźmer und der hĂśchste Meister jedes einzelnen individuellen KĂśrpers ist. Wenn wir also unsere Neigung zu lieben einfach auf Krsna richten, dann wird allumfassende Liebe, Einigkeit und Frieden augenblicklich Wirklichkeit."
"Evolution schafft Ordnung. Deshalb wird manchmal behauptet, sie stehe im Widerspruch zum Entropiegesetz der Physik, wonach alle Entwicklungsvorgänge zu einer Zunahme der Unordnung fßhren. In Wirklichkeit existiert dieser Widerspruch nicht: Das Entropiegesetz gilt nämlich nur fßr geschlossene Systeme, die Evolution einer biologischen Art findet aber in einem offenen System statt, in dem die Lebewesen auf Kosten der Umwelt eine Entropieabnahme herbeifßhren kÜnnen, wobei die Sonne fßr ständige Energiezufuhr sorgt."
"Die Welt ist ein einziges lebendiges Wesen, ein Weltstoff und eine Weltseele. In dieses WeltbewuĂtsein wird alles aufgenommen so wie alles aus ihm hervorgeht, so jedoch, daĂ von den Einzelwesen eines des anderen Mitursache ist und auch sonst die innigste VerknĂźpfung unter ihnen stattfindet."
"Die darwinistische Erklärung dafßr, warum Lebewesen das, was sie tun, so gut kÜnnen, ist sehr einfach. Sie sind gut durch die angehäufte Klugheit ihrer Vorfahren."
""Der Biologe [...] gibt sich davon Rechenschaft, dass ein jedes Lebewesen ein Subjekt ist, das in einer eigenen Welt lebt, deren Mittelpunkt es bildet."
"Das Weltall in seiner fĂźr alle Lebewesen gĂźltigen Weltordnung [âŚ] war, ist und wird ewig sein ein sich lebendes Feuer, das sich in ständigem Rhythmus entzĂźndet und verlĂśscht."
"Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wonach jeder strebt, Eisenbahnen, Schnellposten, Dampfschiffe und alle mĂśgliche Fazilitäten der Kommunikation sind es, worauf die gebildete Welt ausgeht, sich zu Ăźberbieten, zu Ăźberbilden und dadurch in der MittelmäĂigkeit zu verharren."
"Ist die Eisenbahn ein Nutzen fßr Darmstadt? Ein bedeutender Nutzen, ohne Frage. Denken Sie nur, wie viele reisen dann an Darmstadt vorbei, die sonst ihr Lebtag nicht vorbeigereist wären!"
""Herrjeses Leipzig! ⌠Es ist die allerhĂśchste Eisenbahn, die Zeit ist schon vor drei Stunden anjekommen! ⌠Adje, Carline, uf Wedersehen, morgen!" - Adolf GlaĂbrenner, Ein Heiratsantrag in der NiederwallstraĂe. In: Berliner Volksleben, Band 2. Leipzig: Engelmann, 1847, S. 253"
"Doch so viel ist gewiss, dass sowohl das Leben an der Seite eines Weibes als auch ohne Weib trĂźbselig ist, und dass, wenn sie auch noch so gut gerät, der sĂźĂe Kelch viel Bitterkeit enthält."
"Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frßhling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit."
"Jetzt knistert es im Gebälk; es knistert im Gebälk des Daches, das ist der schwere Schnee; es knistert nicht im Gebälk der Gesellschaft. Die Bilanz ist aktiv; es sind bei der Geschäftsfßhrung keine Umtriebe vorgekommen. Es biegen sich nur die Balken durch den Plafond, es knistert im Gebälk."
"Ich mache es mir zur Regel, den Weg nicht von Schnee zu säubern, bevor es nicht zu schneien aufgehÜrt hat."
"Der Schnee ist weiĂ, wo nicht Menschen sind. // Der Schnee ist weiĂ fĂźr jedes Kind."
""Wenn mir ein Schmerz widerfahren ist, fasst mich immer ein doppeltes Verlangen nach Leben"
"Hßtet Euch, jene schwächliche Resignation, von welcher der nächste Schritt zur Gleichgßltigkeit fßhrt, zu befÜrdern, oder sie gar hervorrufen zu wollen."
"Einen groĂen Reiz des Alters vergisst man gewĂśhnlich, nämlich ruhige Resignation."
"Denn wer unendlich resigniert hat, ist sich selber genug."
"Schlechte Handwerker klagen Ăźber ihr Werkzeug."
""Wir bedienen hier Maschinen und Werkzeuge, aber vielleicht sind wir selbst schon Werkzeuge und Maschinen geworden."
"Jedes Werkzeug erhält nämlich dadurch seine Vollendung, dass es nicht mehreren, sondern nur einem Zwecke dient."
"Es gibt mehr Werkzeuge als Arbeiter, und von diesen mehr schlechte als gute."
"Ein Mann, der recht zu wirken denkt, // Muss auf das beste Werkzeug halten."
"Wer das Geld bringt, kann die Ware nach seinem Sinne verlangen."
"Wenn Ihr Euer Verlangen befriedigt hättet, so weià ich wahrhaftig und zweifle nicht, Ihr wßrdet bald von mir abgelassen haben, und ich wäre sehr ßbel dran."
"Weil wir nun fleischlich sind und aus fleischlicher Begierde entstanden, so muss unser Verlangen oder unsere Liebe beim Fleische anfangen."
"SchĂźler wollen nicht liebenswĂźrdig behandelt werden, sie verlangen, dass man ihnen unmittelbar alles heraussagt, was man denkt."
"Mich ergriff ein wunderbar Verlangen, das Oberhaupt der Kirche mĂśge den goldenen Mund auftun und, von dem unaussprechlichen Heil der seligen Seelen mit EntzĂźcken sprechend, uns in EntzĂźcken versetzen. Da ich ihn aber vor dem Altare sich nur hin und her bewegen sah, bald nach dieser, bald nach jener Seite sich wendend, sich wie ein gemeiner Pfaffe gebärdend und murmelnd, da regte sich die protestantische ErbsĂźnde, und mir wollte das bekannte und gewohnte MeĂopfer hier keineswegs gefallen."
"Leihe denen, die arm sind, und verlange etwas von denen, die reich sind, so werden sie nicht mehr zu dir kommen."
"Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Hinrichtungen zwecklos sind. Sie sind lediglich ein antiquiertes Relikt eines primitiven Verlangens nach Rache, das es sich einfach macht und die Verantwortung fßr die Rache auf andere ßberträgt."
"Erst dann hĂśrt man auf, jung zu sein, wenn ein Verlangen nach dem andern Abschied nimmt oder totgemacht wird."
"Engelgleiches Antlitz // ist ihnen eigen meine Dame: // Oh Gott, wie gewagt // war mein Verlangen."
"Ein Gastfreund hat an seines Gastfreundes Wohlergehen seine besondere Freude und gibt ihm auf Verlangen den wohlmeinendsten Rat."
"Denen, die vieles verlangen, mangelt es an vielem."
"Das ist das Ungeheure in der Liebe, meine Teure, daà der Wille unendlich ist und die Ausfßhrung beschränkt; daà das Verlangen grenzenlos ist, und die Tat ein Sklav' der Beschränkung"
"Das Alter ist der Ăbel hĂśchstes; denn es beraubt den Menschen aller GenĂźsse, läĂt ihm aber das Verlangen danach, und bringt alle Leiden mit sich."
"Go verhält sich zu Schach wie Philosophie zu doppelter Buchfßhrung."
"Go hat eine durchgehendere Logik als das Schach, ist ihm an Einfachheit Ăźberlegen und steht ihm, glaube ich, an Schwung der Phantasie nicht nach."
"Der Niederrheiner ist ßberhaupt zu allem unfähig. Er weià nix, kann aber alles erklären. Umgekehrt: Wenn man ihm etwas erklärt, versteht er nichts, sagt aber dauernd: Is doch logisch."
"Wenn denn die Fesseln, welche uns an ihre Eitelkeit der Kreatur geknßpft halten, in dem Augenblicke, welche zu der Verwandlung unsers Wesen bestimmt worden, abgefallen sein, wo wird der unsterbliche Geist, von der Abhängigkeit der endlichen Dinge befreiet, in der Gemeinschaft mit dem unendlichen Wesen, den Genuà der wahren Glßckseligkeit finden."
"Der Geist ist fĂźr die Menschen die Ursache von Fessel und Freiheit. Zur Fessel dient das Haften an der Sinneswelt, die Abkehr von ihr zur Freiheit."
"Das, das gibt erst dem Menschen seine ganze Jugend, dass er Fesseln zerreiĂt."
"Alles Heilige ist ein Band, eine Fessel."
""Freiheit ist eine Summe mikroskopischer Unfreiheiten." - Peter Hille, Die Sozialisten, Roman, Verlag von Wilhelm Friedrich, Leipzig 1887, S. 172, UB Paderborn"
"Eine gewisse Knechtung unter die Rationalisierung als die technische Form der Wirtschaftlichkeit ist unvermeidlich. Die zum mechanisierten Vollzug geschrumpfte Arbeit ist weithin nicht zu umgehen."
"Die zunehmende Intellektualisierung und Rationalisierung bedeutet also nicht eine zunehmende allgemeine Kenntnis der Lebensbedingungen, unter denen man steht. Sondern sie bedeutet etwas anderes: das Wissen davon oder den Glauben daran: daĂ man, wenn man nur wollte, es jederzeit erfahren kĂśnnte, daĂ es also prinzipiell keine geheimnisvollen unberechenbare Mächte gebe, die da hineinspielen, daĂ man vielmehr alle Dinge â im Prinzip â durch Berechnen beherrschen kĂśnne. Das aber bedeutet: die Entzauberung der Welt. Nicht mehr, wie der Wilde, fĂźr den es solche Mächte gab, muĂ man zu magischen Mitteln greifen, um die Geister zu beherrschen oder zu erbitten."