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April 10, 2026
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"Der Alte schlummert wie das Kind, // Und wie wir eben Menschen sind, // Wir schlafen sämtlich auf Vulkanen."
"Denke ich an Neapel, ja gar nach Sizilien, so fällt es einem sowohl in der Erzählung als in Bildern auf, dass in diesen Paradiesen der Welt sich zugleich die vulkanische HĂślle so gewaltsam auftut und seit Jahrtausenden die Wohnenden und GenieĂenden aufschreckt und irre macht."
"Auf einem Vulkan lässt sich leben, besagt // Eine Inschrift im zerstÜrten Pompeji."
"Und wer des Knäuels zartes Ende hält, // Der schlingt sich wohl durchs Labyrinth der Welt."
"Seit sechzig Jahren seh ich grĂśblich irren // Und irre so derb mit drein, // Da Labyrinthe nun das Labyrinth verwirren, // Wo soll euch Ariadne sein?"
"Familienbeziehungen gehĂśren einer Sphäre an, in der die sonst Ăźblichen Regeln des Urteils und des Handelns auĂer Kraft gesetzt sind. Sie sind ein Labyrinth von Spannungen, Streitereien und VersĂśhnungen, deren Logik widerspruchsvoll ist und deren WertmaĂstäbe´ und Kriterien oft so verborgen sind, wie der gekrĂźmmte Raum eines in sich geschlossenen Universums."
"Es gibt eine Einfalt, die schlimmer ist als Gaunerei [âŚ] gleich beim ersten Schritt gerätst du in ein solches Labyrinth von FuĂangeln, dass du Kopf und Kragen dabei riskiert!"
"Das eben geschieht den Menschen, die in einem Irrgarten hastig werden: Eben die Eile fĂźhrt immer tiefer in die Irre."
"Wohltaten, Mensch, sind nichts als Dampf. // Hol dir dein Recht im Klassenkampf."
"Eine Erzählung ohne Frau ist eine Maschine ohne Dampf."
"Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur; aber er ist ein denkendes Schilfrohr. Es ist nicht nÜtig, dass das ganze Weltall sich waffne, ihn zu zermalmen: Ein Dampf, ein Wassertropfen genßgen, um ihn zu tÜten."
"Wer einem Autor Dunkelheit vorwerfen will, sollte erst sein eigen Inneres beschauen, ob es denn da auch recht hell ist: in der Dämmerung wird eine sehr deutliche Schrift unlesbar."
"Wenn sich lau die LĂźfte fĂźllen // Um den grĂźn umschränkten Plan, // SĂźĂe DĂźfte, NebelhĂźllen // Senkt die Dämmerung heran. // Lispelt leise sĂźĂen Frieden, // Wiegt das Herz in Kindesruh; // Und den Augen dieses MĂźden // SchlieĂt des Tages Pforte zu."
"So, in ewiger Dämmerung und Einsamkeit beharrend, sind die Mßtter schaffende Wesen, sie sind das schaffende und erhaltende Prinzip, von dem alles ausgeht, was auf der Oberfläche der Erde Gestalt und Leben hat. Was zu atmen aufhÜrt, geht als geistige Natur zu ihnen zurßck, und sie bewahren es, bis es wieder Gelegenheit findet, in ein neues Dasein zu treten. Alle Seelen und Formen von dem, was einst war und kßnftig sein wird, schweift in dem endlosen Raum ihres Aufenthaltes wolkenartig hin und her, es umgibt die Mßtter, und der Magier muss also in ihr Reich gehen, wenn er durch die Macht seiner Kunst ßber die Form eines Wesens Gewalt haben und ein frßheres GeschÜpf zu einem Scheinleben hervorrufen will."
"Prosa kann Abend und Mondlicht malen, aber die Morgendämmerung zu besingen, bedarf es der Dichter."
"In den Dämmerungen regiert das Herz."
"Es ist mir in den Wissenschaften gegangen wie einem, der frßh aufsteht, in der Dämmerung die MorgenrÜte, sodann aber die Sonne ungeduldig erwartet und doch, wie sie hervortritt, geblendet wird."
"Die Menschen lieben die Dämmerung mehr als den hellen Tag, und eben in der Dämmerung erscheinen die Gespenster."
"Die Dämmerung versetzt die Wahnsinnigen in Erregung."
"Des Lebens Pulse schlagen frisch lebendig, // Ătherische Dämmerung milde zu begrĂźĂen; // Du, Erde, warst auch diese Nacht beständig // Und atmest neu erquickt zu meinen FĂźĂen."
"Ave Maria, die Dämmerstunde, ist in Italien die Stunde der Zärtlichkeit, der Seelenfreuden und der Schwermut: Empfindungen, die durch den Klang jener schÜnen Glocken noch verstärkt werden. Wonnige Stunden, die einem erst in der Erinnerung bewusst werden."
"Alle plÜtzlichen Dämmerungen sind nur die der Sonnenfinsternisse und also keine wachsende, sondern ebenso plÜtzlich verschwindende."
"Aber wie das Erhabene von Dämmerung und Nacht, wo sich die Gestalten vereinigen, gar leicht erzeugt wird, so wird es dagegen vom Tage verscheucht, der alles sondert und trennt, und so muss es auch durch jede wachsende Bildung vernichtet werden, wenn es nicht glßcklich genug ist, sich zu dem SchÜnen zu flßchten und sich innig mit ihm zu vereinigen, wodurch denn beide gleich unsterblich und unverwßstlich sind."
"Aber er war aus der Stille, der Dämmerung, der Dunkelheit, welche ganz allein die reinen Produktionen begßnstigen kann."
"Eine solche Skizze braucht nicht im hĂśchsten Grade ausgefĂźhrt und vollendet zu sein, wenn sie gut gesehen, gedacht und fertig ist, so ist sie fĂźr den Liebhaber oft reizender als ein grĂśĂeres ausgefĂźhrtes Werk."
"Eine Anwandlung, landschaftliche Skizzen zu zeichnen, wies ich nicht ab; bei Spaziergängen im FrĂźhling, besonders nahe bei Jena, fasst' ich irgend einen Gegenstand auf, der sich zum Bild qualifizieren wollte, und suchte ihn zu Hause alsdann zu Papier zu bringen. GleichermaĂen ward meine Einbildungskraft durch Erzählungen leicht erregt, so dass ich Gegenden, von denen im Gespräch die Rede war, alsobald zu entwerfen trachtete."
"Der Skizzist spricht aber unmittelbar zum Geiste, besticht und entzĂźckt dadurch jeden Unerfahrnen."
"Das Epitomisieren eines poetischen Werks, das zuerst in eine groĂe Weite und Breite angelegt war, bringt ein Schwanken zwischen Skizze und AusfĂźhrung hervor, das dem ganz befriedigenden Effekt durchaus schädlich ist."
"Aus vielen Skizzen endlich ein Ganzes hervorzubringen, gelingt selbst den Besten nicht immer."
"In diesem Sinne kann man solche BĂźcher wahrhaft erbaulich nennen, wie es der Roman, moralische Erzählung, Novelle und dergleichen nicht sein sollen: denn von ihnen als sittlichen Kunsterscheinungen verlangt man mit Recht eine innere Konsequenz, die, wir mĂśgen durch noch so viel Labyrinthe durchgefĂźhrt werden, doch wieder hervortreten und das Ganze in sich selbst abschlieĂen soll."
"Die Urform der Novelle ist die Anekdote."
"Denn was ist eine Novelle anders als eine sich ereignete unerhÜrte Begebenheit. Dies ist der eigentliche Begriff, und so vieles, was in Deutschland unter dem Titel Novelle geht, ist gar keine Novelle, sondern bloà Erzählung."
"An den Novellen des Cervantes [habe ich] einen wahren Schatz gefunden, sowohl der Unterhaltung als der Belehrung."
"Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg fĂźhren und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daĂ sie getĂśtet oder gekreuzigt werden oder daĂ ihnen Hände und FĂźĂe wechselweise abgeschlagen werden oder daĂ sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird fĂźr sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil."
"[âŚ] und wegen ihrer Rede: âWir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getĂśtetâ, während sie ihn doch weder erschlugen noch den Kreuzestod erleiden lieĂen, sondern er erschien ihnen nur gleich einem Gekreuzigten; und jene, die in dieser Sache uneins sind, sind wahrlich im Zweifel darĂźber; sie haben keine bestimmte Kunde davon, sondern folgen bloĂ einer Vermutung; und sie haben darĂźber keine Gewissheit."
""Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft." '"
"[Jesus] habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht."
"Ich sende Propheten, Weise und Schriftgelehrte zu euch, ihr aber werdet einige von ihnen tĂśten, ja sogar kreuzigen, andere in euren Synagogen auspeitschen und von Stadt zu Stadt verfolgen. // So wird all das unschuldige Blut Ăźber euch kommen, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut des Zacharias, [âŚ] den ihr im Vorhof zwischen Tempel und Altar ermordet habt. // Jerusalem, Jerusalem, du tĂśtest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind."
"Wenn die Blätter fallen, wirst du // Zum Kirchhof kommen, mein Kreuz zu suchen, // In einer kleinen Ecke wirst du es finden // Und dort werden viele Blumen wachsen."
"Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen? // Die Wenigen, die was davon erkannt, // Die tĂśricht gnug ihr volles Herz nicht wahrten, // Dem PĂśbel ihr GefĂźhl, ihr Schauen offenbarten, // Hat man von je gekreuzigt und verbrannt."
"Lasst euch nur von Pfaffen sagen, // Was die Kreuzigung eingetragen! // Niemand kommt zum hĂśchsten Flor // Von Kranz und Orden, // Wenn einer nicht zuvor // Derb gedroschen worden."
"Kreuzigen sollte man jeden Propheten im dreiĂigsten Jahre, // Kennt er nur einmal die Welt, wird der Betrogne der Schelle."
"Kreuzige ihn, kreuzige ihn!"
"Käme er, man wßrde ihn zum zweiten Mal kreuzigen."
"Gott ähneln, aber dem gekreuzigten Gott."
"Wo ist einer, der sich quälet // Mit der Last, die wir getragen? // Wenn es an Gestalten fehlet, // Ist ein Kreuz geschwind geschlagen. // Pfaffenhelden singen sie, // Frauen wohl empfohlen, // Oberleder bringen sie, // Aber keine Sohlen."
"Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir."
"Der Tßchtige hilft sich, wie er helfen kann, // Und wenn zuletzt ihm Fehl zu Fehle schlägt, // Ergibt er sich dem Kreuze, das er trägt."
"Mir willst du zum Gotte machen, // solch ein Jammerbild am Holze!"
"Jeglichen Schwärmer schlagt mir ans Kreuz im dreiĂigsten Jahre, // Kennt er nur einmal die Welt, wird der Betrogne der Schelm."