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April 10, 2026
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"in Deutschland fehlt mir doch die Atemluft der Freiheit."
"Ich war ein hemmungsloser Individualist, ich bin immer noch ein Individualist und kann auch fĂźr mich selber am hemmungslosen Individualismus festhalten. Aber wenn ich betrachte, was rings um mich geschieht, dann stellen sich mir gewisse Fragen. Ich bin zu der Auffassung gekommen, dass in einer Gesellschaft der Anomie, in der es also keine Regeln gibt, an die sich die Menschen halten kĂśnnen oder wollen, auch Fortschritt nicht mehr mĂśglich ist."
"Berlin ist die Stadt, in der ich groà geworden bin. Sie repräsentiert das lebendige gegenwärtige Deutschland. Sie ist bei Londonern sehr beliebt, auch bei Leuten aus Paris oder Rom. Fßr die, die hierher kommen, besonders fßr die Ausländer, ist Berlin wirklich eine Metropole."
"Eine empirische Wissenschaft vermag niemanden zu lehren, was er soll, sondern nur, was er kann und â unter Umständen â was er will."
"Ein weiterer Grundbegriff ist derjenige der ÂťUebungÂŤ. Sie bedeutet: Steigerung der Leichtigkeit, Schnelligkeit, Sicherheit und GleichmäĂigkeit einer bestimmten Leistung durch deren oftmalige Wiederholung."
"Dieses Dokument [das Kommunistische Manifest] ist in seiner Art, sosehr wir es in entscheidenden Thesen ablehnen (wenigstens tue ich das) eine wissenschaftliche Leistung ersten Ranges. Das läĂt sich nicht leugnen, das darf auch nicht geleugnet werden, weil es einem niemand glaubt und weil es mit gutem Gewissen nicht geleugnet werden kann."
"Denn der radikalste Zweifel ist der Vater der Erkenntnis."
"Soziologie (im hier verstandenen Sinn dieses sehr vieldeutig gebrauchten Wortes) soll heiĂen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will."
"Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht."
"Keine Herrschaft begnßgt sich, nach aller Erfahrung, freiwillig mit den nur materiellen oder nur affektuellen oder nur wertrationalen Motiven als Chancen ihres Fortbestandes. Jede sucht vielmehr den Glauben an ihre Legitimität zu erwecken und zu pflegen."
"Denn Herrschaft ist im Alltag primär: Verwaltung."
"Alle politischen Gebilde sind Gewaltgebilde."
"Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und AugenmaĂ zugleich."
"Da liegt der entscheidende Punkt. Wir mßssen uns klarmachen, daà alles ethisch orientierte Handeln unter zwei voneinander grundverschiedenen, unaustragbar gegensätzlichen Maximen stehen kann: es kann gesinnungsethisch oder verantwortungsethisch orientiert sein."
"Die Bergpredigt [âŚ] ist kein Fiaker, den man beliebig halten lassen kann, um nach Befinden ein- und auszusteigen."
"Von amerikanischen Arbeitern bekam man noch vor 15 Jahren auf die Frage, warum sie sich so von Politikern regieren lieĂen, die sie selbst zu verachten erklärten, die Antwort: âWir haben lieber Leute als Beamte, auf die wir spucken, als wie bei euch eine Beamtenkaste, die auf uns spuckt.â Das war der alte Standpunkt amerikanischer âDemokratieâ: die Sozialisten dachten schon damals vĂśllig anders."
"Wer Politik treibt, erstrebt Macht."
"Wenn nur soziale Gebilde beständen, denen die Gewaltsamkeit als Mittel unbekannt wäre, dann wßrde der Begriff Staat fortgefallen sein, dann wäre eingetreten, was man in diesem besonderen Sinne des Wortes als Anarchie bezeichnen wßrde."
"Staat ist diejenige menschliche Gesellschaft, welche innerhalb eines bestimmten Gebietes [âŚ] das Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit fĂźr sich (mit Erfolg) beansprucht."
"ÂťPolitikÂŤ wĂźrde fĂźr uns also heiĂen: Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung, sei es zwischen Staaten, sei es innerhalb eines Staates zwischen den Menschengruppen, die er umschlieĂt."
"Nur durch strenge Spezialisierung kann der wissenschaftliche Arbeiter tatsächlich das Vollgefßhl, einmal und vielleicht nie wieder im Leben, sich zu eigen machen: hier habe ich etwas geleistet, was dauern wird."
"Nur auf dem Boden ganz harter Arbeit bereitet sich normalerweise der Einfall vor. GewiĂ: nicht immer."
"[...] nichts ist fĂźr den Menschen als Menschen etwas wert, was er nicht mit Leidenschaft tun kann."
"Die zunehmende Intellektualisierung und Rationalisierung bedeutet also nicht eine zunehmende allgemeine Kenntnis der Lebensbedingungen, unter denen man steht. Sondern sie bedeutet etwas anderes: das Wissen davon oder den Glauben daran: daĂ man, wenn man nur wollte, es jederzeit erfahren kĂśnnte, daĂ es also prinzipiell keine geheimnisvollen unberechenbare Mächte gebe, die da hineinspielen, daĂ man vielmehr alle Dinge â im Prinzip â durch Berechnen beherrschen kĂśnne. Das aber bedeutet: die Entzauberung der Welt. Nicht mehr, wie der Wilde, fĂźr den es solche Mächte gab, muĂ man zu magischen Mitteln greifen, um die Geister zu beherrschen oder zu erbitten."
"Der Einfall ersetzt nicht die Arbeit. Und die Arbeit ihrerseits kann den Einfall nicht ersetzen oder erzwingen, so wenig wie die Leidenschaft es tut. Beide â vor allem: beide zusammen â locken ihn. Aber er kommt, wenn es ihm, nicht, wenn es uns beliebt."
"Wir sind eine Armee der Träumer und deshalb sind wir unbesiegbar. Wie sollen wir auch nicht siegen, wenn wir alles drehen und wenden? Wir kÜnnen gar nicht verlieren. Oder besser gesagt, wir verdienen nicht zu verlieren."
"Wir mĂźssen die Welt nicht erobern. Es reicht sie neu zu schaffen. Heute. Durch uns!"
"Wir kĂśnnen uns den Luxus der LĂźge nicht leisten. Wenn man auf dem schmalen Grat des Krieges lebt wird man spontan, und wir haben festgestellt, dass die LĂźge ein Minimum an Planung erfordert."
"Und wenn die Augen glänzen, was kann es da noch ausmachen wenn die Nacht uns erstickt?"