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April 10, 2026
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"HĂśflichkeit ist die BlĂźte der Menschlichkeit. Wer nicht hĂśflich genug, ist auch nicht menschlich genug."
"GlĂźcklich ist man, wenn man aus dem Zustand der Gesundheit in den der Weisheit Ăźbergeht."
"Frauen in Männerkleidern, ohne ihre wallenden Gewänder, verlieren an Anmut."
"Frauen halten das fĂźr unschuldig, was sie sich erlauben."
"Fast alles, was wir Missbrauch nennen, war ein Heilmittel in politischen Einrichtungen."
"Es steckt oft mehr Geist und Scharfsinn in einem Irrtum als in einer Entdeckung."
"Es liegt in frischen Kleidern eine Art Jugend, in die das Alter sich hĂźllen soll."
"Es ist, als ob die VĂślker die Gefahren liebten, weil sie sich solche schaffen, wenn es keine gibt."
"Es gibt auf Abenteuer ausgehende Geister, die ihre Ideen nur vom Zufall erwarten und empfangen."
"Ein KĂśnig ohne Religion scheint immer ein Tyrann."
"DĂźfte sind wie die Seele der Blumen, man kann sie fĂźhlen, selbst im Reich der Schatten."
"Die Zärtlichkeit ist das Ruhen der Leidenschaft."
"Die wahren Feste sind die religiĂśsen. An heiligen Tagen opfert der Arme Gott seinen Taglohn durch seine Ruhe."
"Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen."
"Die Religion ist die einzige Metaphysik, die das Volk imstande ist, zu verstehen und anzunehmen."
"Die Metaphysik ist eine Art Poesie, die Andacht ist ihre Ode."
"Der Logiker operiert, der Metaphysiker betrachtet."
"Der Geist empfängt mit Schmerzen, aber er gebiert mit Entzßcken."
"Das Weltall gehorcht Gott so, wie der Leib der Seele gehorcht, die ihn ausfĂźllt."
"Andacht, die Demut nicht begleitet, wird unfehlbar Stolz."
"Anmut umgibt die Eleganz und kleidet sie."
"Alle groĂen Menschen bilden sich ein, mehr oder weniger inspiriert zu sein."
"Alle Eroberer sind einander irgendwo ähnlich in ihren Plänen, in ihrem Geist und Charakter."
"Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern Gewinn." / "Zweck des Streites oder der Discussion soll nicht der Sieg, sondern die Berichtigung (Verbesserung) sein."
"Wo ist die Weisheit, die wir im Wissen verloren haben? Wo ist das Wissen, das wir in der Information verloren haben?"
"Von den vielen, die nichts zu sagen haben, sind diejenigen, die dies stillschweigend erledigen, die angenehmsten."
"Die groĂen Dinge haben einen tĂśdlichen Feind: die groĂen Worte."
"Die wirklich heiteren Naturen sind selten Optimisten."
"Wie freundlich wßrde die Welt aussehen, wenn nur das BÜse geschähe, das die BÜsen tun."
"Es ist erstaunlich, wie wenig die Menschen einander verstehen; aber noch viel erstaunlicher, wie wenig es darauf ankommt."
"Alle Weisheit ist im Kern ein Vorliebnehmen."
"Auch Jungsein will gelernt werden. Manche werden alt, bis sie es kĂśnnen."
"Es gibt nicht viel glĂźckliche Menschen. Aber wenn GlĂźck nach Verdienst ginge, wären es noch viel weniger â und ganz andere."
""Alleinsein"
"Es wird aber, fuhr Goethe fort, in den Wissenschaften auch zugleich dasjenige als Eigentum angesehen, was man auf Akademien ßberliefert erhalten und gelernt hat. Kommt nun einer, der etwas Neues bringt, das mit unserm Credo, das wir seit Jahren nachbeten und wiederum anderen ßberliefern, in Widerspruch steht und es wohl gar zu stßrzen droht, so regt man alle Leidenschaften gegen ihn auf und sucht ihn auf alle Weise zu unterdrßcken. Man sträubt sich dagegen, wie man nur kann; man tut, als hÜre man nicht, als verstände man nicht; man spricht darßber mit Geringschätzung, als wäre es gar nicht der Mßhe wert, es nur anzusehen und zu untersuchen; und so kann eine neue Wahrheit lange warten, bis sie sich Bahn macht."
"Eckermann erscheint mir keineswegs als ein irgend bedeutender Mensch."
"Wir wandeln alle in Geheimnissen."
"Und dann, das Leben eines deutschen Gelehrten, was ist es? Was in meinem Fall daran etwa Gutes sein mÜchte, ist nicht mitzuteilen, und das Mitteilbare ist nicht der Mßhe wert. Und wo sind denn die ZuhÜrer, denen man mit einigem Behagen erzählen mÜchte?"
"Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit."
"Man sollte Ăźberhaupt nie eine Handlungsweise eine Staatstugend nennen, die gegen die Tugend im allgemeinen geht."
"Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muà sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fßrchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen. Sie hat ihnen auch die Bibel lange genug vorenthalten, solange als irgend mÜglich."
"Es ist der Welt nicht gegeben, sich zu bescheiden: den GroĂen nicht, daĂ kein MiĂbrauch der Gewalt stattfinde, und der Masse nicht, daĂ sie in Erwartung allmählicher Verbesserungen mit einem mäĂigen Zustande sich begnĂźge."
"Die Welt ist so voller SchwachkĂśpfe und Narren, daĂ man nicht nĂśtig hat, sie im Tollhause zu suchen."
"Die Ăberzeugung unserer Fortdauer entspringt mir aus dem Begriff der Tätigkeit; denn wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet, mir eine andere Form des Daseins anzuweisen, wenn die jetzige meinem Geist nicht ferner auszuhalten vermag."
"Die Natur ergibt sich nicht einem jeden. Sie erweist sich vielmehr gegen viele wie ein neckisches junges Mädchen, das uns durch tausend Reize anlockt, aber in dem Augenblick, wo wir es zu fassen und zu besitzen glauben, unsern Armen entschlßpft."
"Die Manier will immer fertig sein und hat keinen GenuĂ an der Arbeit. Das echte, wahrhaft groĂe Talent aber findet sein hĂśchstes GlĂźck in der AusfĂźhrung."
"Der Mensch ist ein einfaches Wesen. Und wie reich, mannigfaltig und unergrßndlich er auch sein mag, so ist doch der Kreis seiner Zustände bald durchlaufen."
"Den Deutschen ist im ganzen die philosophische Spekulation hinderlich, die in ihrem Stil oft ein unsinnliches, unfaĂbares, breites und aufdrĂśselndes Wesen hineinbringt. Je näher sie sich gewissen philosophischen Schulen hingeben, desto schlechter schreiben sie."
"Das SchĂśne ist ein Urphänomen, das zwar nie selber zur Erscheinung kommt, dessen Abglanz aber in tausend verschiedenen ĂuĂerungen des schaffenden Geistes sichtbar wird, und so mannigfaltig und so verschiedenartig ist als die Natur selber."
"Das Gleiche läĂt uns in Ruhe; aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht."