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April 10, 2026
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"O Berlin, wie weit ab bist du von einer wirklichen Hauptstadt des Deutschen Reiches! Du bist durch politische Verhältnisse ßber Nacht dazu geworden, aber nicht durch dich selbst. Wirst es nach dieser Seite hin auch noch lange nicht werden. Vielleicht fehlen die Mittel, gewià die Gesinnung."
"Moral ist gut, Erbschaft ist besser."
"Lucae versichert uns immer, in 20 Jahren wßrde Berlin eine der schÜnsten Städte Europas sein. Ich glaub es nicht, [...] hier und dort wird irgend ein Pringsheim eine Kakel-Architektur in die Mitte langweiliger Häuser hineinstellen. Es fehlt der Sinn und ebenso an einer mit wirklicher Autorität ausgerßsteten Leitung. Wenn Schinkel jemals fehlte, so fehlt er jetzt."
"Je älter ich werde, je mehr sehe ich ein: laufen lassen, wo nicht Amtspflicht das Gegenteil fordert, ist das allein Richtige."
"Irgendwo kommt man immer auf seine Kosten."
"Ich hasse nicht die KĂśnige, sondern den Druck, den sie mit sich fĂźhren."
"es kommt immer nur drauf an, daĂ, wie und wo man auch marschirt, man allerorten die Musik des Lebens hĂśrt. Die meisten hĂśren nur die Dissonanzen."
"Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fĂźhlen: Man muĂ lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt."
"Die Dinge beobachten gilt mir beinah' mehr als sie besitzen, und so hat man schlieĂlich seinen GlĂźck- und Freudeertrag wie anscheinend Bevorzugtere."
"Der Zauber steckt immer im Detail."
"Das GlĂźck besteht darin, daĂ man da steht, wo man seiner Natur nach hingehĂśrt; selbst die Tugend- und Moralfrage verblaĂt daneben."
"Fatal waren die Juden; ihre frechen, unschĂśnen Gaunergesichter (denn in Gaunerei liegt ihre ganze GrĂśĂe) drängen sich einem Ăźberall auf. Wer in Rawicz oder Meseritz ein Jahr lang Menschen betrogen oder wenn nicht betrogen, eklige Geschäfte besorgt hat, hat keinen Anspruch darauf, sich in Norderney unter Prinzessinnen und Comtessen mit herumzuzieren."
"Das Bedenkliche am Christenthum ist, daà es beständig Dinge fordert, die keiner leisten kann; und wenn es mal einer leistet, dann wird einem erst recht angst und bange, und man kriegt ein Grauen vor einem Sieg, der besser nie erfochten wäre."
"So mancher scheint beim ersten Blick // Verschlossen, starr und eisig kĂźhl, // Doch birgt sein Herz, fĂźr den, der sucht, // Den reichsten Schatz an MitgefĂźhl."
"Mir ist es piepegal, ob Salz, Butter, Wein oder Frauen schlecht fĂźr mich sind; das Leben ist eine unheilbare Krankheit."
"Das Schlechte an Israel ist die Goiischheit seiner Gewehre, denn das Judentum ist, wie die christliche Ketzerei, ein Ethos der Verlierer;"
"Ich bin weder Wunder noch Kind!"
"Wer sagt, daĂ MĂśrder Format haben?"
"Phantasie ist fßr einen Kriminalisten etwas, das zu seinem Handwerkszeug gehÜrt. Wer keine Phantasie hat, wird niemals ein guter Kriminalist sein. Er muà die Fähigkeit besitzen, sich in die Denkweisen und Gefßhlslagen anderer Menschen zu versetzen."
"Ich vertrete die Meinung, daà jemand, der etwas getan hat, sein Wesen verändert. Er kann nicht so bleiben, wie er ist. Er verliert etwas. Er verliert an Ruhe."
"Der schlimmste Fehler des Kriminalisten ist, etwas zu schnell zu glauben, von etwas zu schnell Ăźberzeugt zu sein."
"Eltern, Tanten Gouvernanten, // Alles an dir renkt und rĂźckt, // Bis Gewohnheit, Qual und Schmerz dir // Allen Lebensmuth geknickt;"
"Die Frage nach der schulischen, beruflichen Ausbildung Jesu â nach modernen Gesichtspunkten bei jeder Stellenbewerbung eine Selbstverständlichkeit â bleibt unbeantwortet."
"Wir alle mĂźssen versuchen, das Ideal der Freimaurerei verwirklichen zu helfen. LaĂt uns einen Tempel bauen, in dem alle Konfessionen und alle Menschen BrĂźder werden sollen."
"Viele Menschen haben nicht die Kraft, anderen etwas zu geben, sie bauen Kälte um sich und leiden schrecklich unter ihrer Isolation."
"Im Sex drĂźcke ich meine ganze PersĂśnlichkeit aus, viel direkter als sonstwo, ja? Ich bin keine Sexmaschine, ich bin eine Frau. Und es geht wunderbar, sobald ein Mann das begriffen hat."
""Menschen sollen die Liebe weitergeben, Wissen weitergeben und das Leben weitergeben."* B.Kirchhoff in einem Radiointerview bei HR."
"Liebe ist unser erstes Gebot. [...] Wir sind verpflichtet zu lieben. [...] Und Liebe zu stiften. [...] Und Ăźber Liebe zu lernen."
"Der Mensch ist eine Maschine. Er hat keine unabhängigen Bewegungen, weder äuĂerlich noch innerlich. Er ist eine Maschine, angetrieben von äuĂeren EinflĂźssen und von äuĂeren AnstĂśĂen. Von sich aus ist er nur ein Automat mit einer gewissen Ansammlung von Erinnerungen vergangener Erfahrungen und mit einer gewissen Menge von Energie in Reserve."
"Wäre in Nepal nichts erhalten, auĂer dem KĂśnigsplatz von Bhatgaon (Bhaktapur), er wäre immer noch eine Reise um den halben Erdball wert, um ihn zu sehen."
""Die achtziger Jahre waren keine gute Zeit, um erwachsen zu werden, jedenfalls keine Zeit, auf die man voller Sentiment zurĂźckblicken kann. Schlaghosen, Clogs, Abba, Ilja Richter"
""Das Ruhrgebiet hat sich, im wahrsten Sinne des Wortes, das Recht erarbeitet, sich hemmungslos zu stilisieren und sich zu dem zu bekennen, was es einzigartig macht, nämlich eben jene Arbeit. Zumindest die von frĂźher. Und trotzdem stehen wir an lauen Sommerabenden auf unseren EisenbahnbrĂźcken, schauen auf unsere Städte, freuen uns darĂźber, wie schĂśn das Leben mit Abitur sein kann und denken: âNä, schĂśn is dat nich. Abba meins!â Oder wie es mein Oppa auszudrĂźcken pflegte: âAch, woanders is auch scheiĂe!â"
"Sexappeal hat so viel mit Selbstsicherheit und Lebendigsein zu tun."
""Männliche Sexualität gilt als schmutzig, und die weibliche wird gleich ganz verboten"
"Kraft, SchĂśnheit und Jugend gelten als Leistungsmerkmale. Leute, die so reden, wollen am liebsten den KĂśrper abschaffen. Den menschlichen, alternden, stinkenden, wunderbaren KĂśrper."
"Der KĂśrper ist kostbar, und unsere Lust ist es auch!"
"Was der Mensch auch tun mag aus Mitleid, es ist nie genug und immer zuviel."
"Nichts ist schwer, sind wir nur leicht!"
"Ein biĂchen GĂźte von Mensch zu Mensch ist besser als alle Liebe zur Menschheit."
"Trotzdem warte ich und stehe morgens auf. Ich weiĂ nicht, was ich bin und wozu, und worauf ich warte. Aber ich warte noch."
""Diese Welt, dachte ich, wäre kaum auszuhalten. Aber diese Welt, in der unaufhÜrlich nach Glßck gestrebt wird, die voll ist von Glßcks-Offerten, lauter Glßcksartikeln zu Tagespreisen und von erster Marke, Glßck durch Nagelpflege und KlangmÜbel, Glßck durch Busen, Ventilation und Vitamine, durch Wunscherfßllungen, Rasierwasser und seelische Entschlackung"
"Mein Ideal ist, zur Kindheit heranzureifen. Das wäre erst die wahre Reife."
"Hat der Leser etwas von gleichlaufenden und zweigleisigen Zeitsträngen gehÜrt? Ja, es gibt Nebengleise der Zeit, ein wenig illegal und problematisch, doch wenn man solche Konterbande mit sich fßhrt wie wir, ein ßberzähliges Ereignis, das nicht einzureihen ist, darf man nicht wählerisch sein."
"Damals lernte ich verstehen, warum die Tiere HÜrner haben. Sie enthielten alles Unverständliche, das in ihrem Leben nicht unterzubringen war, die wilde und zudringliche Laune, den geistlosen und blinden Starrsinn."
"Auch das Leben, das junge und zarte Leben, aus der vertrauten Dunkelheit, aus der kuschelnden Wärme des mĂźtterlichen SchoĂes in die groĂe, die fremde Welt entlassen, wie schrumpft es zusammen und geht es zurĂźck, wie zĂśgert es von Abneigung und Unlust, dieses Unternehmen, das man ihm anbietet zu akzeptieren."
"MÜgen die Männer zittern, die Hand einer Frau zu erlangen, wenn sie nicht zugleich damit auch die ganze Leidenschaft ihres Herzens gewinnen!"
""Zumindest zieht sie vielleicht den SchluĂ, daĂ die SĂźnde"
"Wie diese BĂźste in dem Marmorblock, dachte Miriam, so ist unser Einzelschicksal, im Kalk der Zeit eingeschlossen, schon vorhanden. Wir bilden uns ein, daĂ wir es herausmeiĂeln; aber seine endgĂźltige Form ist da, vor allem unserem Tun."
""Es war ein flĂźchtiger Blick weit zurĂźck in das arkadische Leben, oder noch weiter zurĂźck in das Goldene Zeitalter, bevor die Menschheit mit SĂźnde und Kummer beladen und das VergnĂźgen von jenen Schatten verdunkelt war, die es Ăźberhaupt erst plastisch und zum GlĂźck machen." -Nathaniel Hawthorne: Der Marmorfaun (orig.: The Marble Fawn, 1860), aus dem Amerikanischen Ăźbersetzt von Emi Ehm, Fischer BĂźcherei (Fischer Bibliothek der Hundert BĂźcher) Frankfurt am Main und Hamburg 1964, S. 63"
"Es ist ein groĂer Fehler, versucht man, unsere besten Gedanken in menschliche Sprache zu bringen. Wenn wir in die hĂśheren Regionen des GefĂźhlsmäĂigen und des geistigen Genusses steigen, sind sie nur durch so erhabene Hieroglyphen wie diese hier rings um uns auszudrĂźcken."