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April 10, 2026
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"Wie in der Grammatik zwei Verneinungen eine Bejahung ausmachen, so gelten in der Heiratsmoral zwei Prostitutionen fĂźr eine Tugend."
"Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafĂźr gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben."
"Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes."
"Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat."
"Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschläger, und ihr wisst, dass kein Totschläger das ewige Leben bleibend in sich hat."
"Riemer ist sehr brav. Wir lesen jetzt, eine neue Ausgabe vorbereitend, Wilhelm Meister zusammen. Da ich dieses Werklein, so wie meine Ăźbrigen Sachen, als Nachtwandler geschrieben, so sind mir seine Bemerkungen Ăźber meinen Styl hĂśchst lehrreich und anmuthig."
"So scherzte er (Goethe) einmal, als von den Engländern und ihrer undeutlichen, sylbenverschluckenden Aussprache die Rede war: sie schienen so hungrig und schwer zu sättigen, daĂ sie zu den Speisen auch noch Sylben verschlingen mĂźĂten, wie die VĂśgel noch Sand und Steinchen, um der Verdauung nachzuhelfen."
"Im Ruhrkessel hĂśrte ich 1945 von ihm einmal die bezeichnende Antwort: "Der Tag hat vierundzwanzig Stunden. Nehmen Sie dann noch die Nacht dazu, so werden Sie wohl mit Ihrer Arbeit herumkommen!""
"Jede Strafe, die nicht von der absoluten Notwendigkeit diktiert wird, sagt der groĂe Montesquieu, ist tyrannisch, ein Satz, der so verallgemeinert werden kann: Jeder Akt von zwischenmenschlicher Autorität, der nicht durch absolute Notwendigkeit begrĂźndet ist, ist tyrannisch."
"denn schon Montesqieu wuĂte ja nur zu gut: ÂťTritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so fĂźllt sie ihn aus"
"Ein wahrhaftig tugendhafter Mann wßrde noch dem entferntesten Fremden so schnell zur Hilfe kommen wie zu seinem eigenen Freund. Wenn Menschen ideal tugendhaft wären, wßrden sie keine Freunde haben."
"Wenn die SchĂśnheit nach der Herrschaft verlangt, gebietet der Verstand deren Verweigerung. Und wenn der Verstand sie erwerben kĂśnnte, ist die SchĂśnheit dahin."
"Zur Schande der Menschen muss ich es aussprechen: Das Gesetz verbietet unseren FĂźrsten den Weingenuss; dabei trinken sie ihn in einem UnmaĂ, das sie aus der Menschheit selbst ausschlieĂt; umgekehrt ist sein Genuss den ChristenfĂźrsten erlaubt, und man stellt fest, dass er ihnen in keiner Weise schadet."
""Wer mit den Tugenden und Kenntnissen, die er erwirbt, seine Seele vervollkommnet, gleicht den Menschen des Mythos, die alles Sterbliche ablegten, indem sie sich von Ambrosia ernährten. Wer aber das AuĂerordentliche des Wesens nur auf äuĂere Eigenschaften grĂźndet, gleicht den Titanen, die sich fĂźr GĂśtter hielten, weil sie groĂ gewachsen waren."
"Wenn man Ăźbrigens ihre Religion näher untersucht, findet man darin eine Art Keim unserer Dogmen. [âŚ] Ich hĂśrte von einem Buch ihrer Gelehrten reden, mit dem Titel ÂťDer Triumph der PolygamieÂŤ, in welchem ein Gebot der Polygamie fĂźr die Christen nachgewiesen wird."
"Wenn es einen Gott gibt, [âŚ] muss er notwendigerweise gerecht sein; denn andernfalls wäre er das schlechteste und unvollkommenste von allen Wesen."
"Wenn ein Mensch im Ruf der Redlichkeit und Menschlichkeit steht, so kommt es vor, dass man ihn ausnutzen mĂśchte; man kommt ihm mit Vorschlägen, die man keinem anderen machen wĂźrde. Man zählt auf seine GroĂmut."
"Viele gibt es, denen bekannt zu sein, seine groĂen Nachteile hat."
"Um in der Welt nicht entehrt zu werden, genĂźgt es, nur ein halber Dummkopf und ein halber Schurke zu sein."
"Da die Menschen bĂśse sind, muss das Gesetz unterstellen, dass sie besser sind, als sie wirklich sind."
"Unbedingter Gehorsam setzt Unwissenheit bei den Gehorchenden voraus."
"Sobald in ein und derselben Person oder derselben Beamtenschaft die legislative Befugnis mit der exekutiven verbunden ist, gibt es keine Freiheit."
"Sehr heftig Verliebte sind fĂźr gewĂśhnlich verschwiegen."
"Republiken enden durch Luxus, Monarchien durch Armut."
"Nur die wertvollen Menschen bleiben bei ihresgleichen in guter Stimmung."
"Man mßsste die Geistesblitze aus den Irrenhäusern sammeln, man fände viele."
"Jedes träge Volk ist ernst; denn die, welche nicht arbeiten, betrachten sich als die Gebieter derer, die arbeiten."
"âJe aufgeklärter die Menschen sind, umso mehr lieben sie ihre Pflichten.â"
"Jeden Augenblick entstehen neue Tierarten, und ich glaube, dass jeden Augenblick einige zugrunde gehen."
"In einer Despotie ist es gleich gefährlich, wenn jemand gut oder schlecht denkt; es genßgt, daà er denkt, um den Fßhrer der Regierung zu beunruhigen."
"In einem Staat, das heiĂt in einer Gesellschaft, in der es Gesetze gibt, kann Freiheit nur darin bestehen, das tun zu kĂśnnen, was man wollen darf. [âŚ] Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was die Gesetze erlauben."
"Ich wßrde aufwendige Begräbnisse verbieten; man muss die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht bei ihrem Tode."
"Ich kann dir versichern: Ich stellte diese Christen oft auf die Probe. Ich fragte sie aus, um zu sehen, ob sie irgendeine Vorstellung vom groĂen Ali, dem schĂśnsten aller Menschen, hätten. Ich fand, sie hatten nie davon sprechen hĂśren."
"Ich habe stets beobachtet, daĂ man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen und weise sein muĂ."
"Freiheit gibt es auch nicht, wenn die richterliche Befugnis nicht von der legislativen und von der exekutiven Befugnis geschieden wird. Die Macht ßber Leben und Freiheit der Bßrger wßrde unumschränkt sein, wenn jene mit der legislativen Befugnis gekoppelt wäre; denn der Richter wäre Gesetzgeber. Der Richter hätte die Zwangsgewalt eines Unterdrßckers, wenn jene mit der exekutiven Gewalt gekoppelt wäre."
"Es gehĂśrt nicht viel Geist dazu, alles zu verwirren, viel aber, alles auszugleichen."
"Eine Regierung braucht nur unbestimmt zu lassen, was Verrat ist, und sie wird zur Despotie."
"Eine ewige Erfahrung lehrt, dass jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu missbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stĂśĂt."
"Ăberall, wo Geld ist, sind auch Juden."
"Die FrĂśmmigkeit entspringt dem Wunsch, um jeden Preis in der Welt eine Rolle zu spielen."
"Die christliche Demut ist ebenso ein Dogma der Philosophie wie der Religion."
"Die Blätter fallen jeden Winter von den Bäumen. Fßnf oder sechs bleiben am Baum hängen und werden zum Spielball der Winde."
"Bei jungen Frauen ersetzt die SchĂśnheit den Geist, bei alten der Geist die SchĂśnheit."
"Er ist der Schauspieler meines Lebens. Er ist der grĂśĂte deutsche Schauspieler des zwanzigsten Jahrhunderts. Ein intellektueller Schauspieler."
"Ich glaube, ich habe zu viele Schlafmittel genommen, ich fĂźhle mich etwas komisch, laĂ mich (aus)schlafen."
"Bei aller Strenge des Urteils darf man nicht vergessen, dass unter hundert jungen Leuten, die geprĂźft werden, neunundneunzig mehr Kenntnisse besitzen, als sie durch ihre Antworten in den PrĂźfungen darlegen."
"Will man konservieren, muss man zur rechten Zeit reformieren."
"So war es Mode, ein eifriger Priester Dianens zu erscheinen, sobald einmal der grßne Rock angezogen war. Jetzt ist es Mode, verächtlich die Nase zu rßmpfen, wo nur von Jagen die Rede ist, mit Brillen und Regenschirmen, statt mit Bßchse und Bßchsenranzen in den Wald zu gehen, den fßr untauglich zum Forst zu erklären, welcher Gefallen an der Jagd findet."
"Nehmt dem Walde alles Wild und laĂt ihm nur noch die Streusammler, Leseholzträger und Holzdiebe, und fĂźrwahr, ihr habt die Poesie desselben, und mit ihr den unendlichen Reiz, den er fĂźr viele hat, gänzlich vernichtet!"
"Fragt die Bäume wie sie erzogen sein wollen, sie werden Euch besser darßber belehren als es die Bßcher thun."