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April 10, 2026
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"GewĂśhnlich erlebt der Mensch am anderen Menschen nur die chinesische Mauer seines Ichs."
"Erlebnisse haben die geistige Bestimmung, den Menschen immer hĂśher zu stoĂen. Zumindest aber sind sie das Sprungbrett fĂźr den ÂťSprung, den niemand siehtÂŤ."
"Die Liebe lebt von ihrer Distanz zum Objekt, obwohl es als Streben in aller Liebe liegt, diese Distanz zu Ăźberwinden."
"Die Liebe im Menschen spricht das rechte Wort aus. Das rechte Wort entzĂźndet im Menschen die Liebe."
"Wie Liebe AusstrĂśmung inneren Wertes ist, so ist der HaĂ AusstrĂśmung innerer Wertlosigkeit auf sein Objekt. Oder, wie man sich hierĂźber auch schon, sehr zutreffend, ausgedrĂźckt hat: die Liebe beseelt, der HaĂ entseelt."
"Man muss schlaflose Nächte haben, um etwas von dem Geheimnis der groĂen Stille um Mitternacht zu wissen."
"Die Freude zu leben wird aus der Natur geboren und muĂ im Geiste gerettet werden."
""Wem die Natur vergĂśnnte, in sich ihre Harmonie zu finden,"
"Was bringt uns dazu, eine Seele anzunehmen? Warum nennen wir ein Thier beseelt, die Pflanze nicht?"
"In sich geschlossen und mit sich einig ist das gĂśttliche GemĂźth, in sich geschlossen und mit sich einig die gĂśttliche Natur."
"Ganz in dem Ewigen der Natur versunken, finden wir uns selbst ohne Furcht, als Natur, und retten die Freiheit, indem wir sie hingeben."
"Die eigentliche heitere Sonne der Poesie ist die irdische Liebe, die Geschlechtsliebe in ihrer tiefsten Bedeutung."
"Der Geist umfasst die Natur, wie der Liebende seine Geliebte, sich ganz ihr hingebend, sich selbst in ihr findend, ursprĂźnglich, unvermittelt, unbetrĂźbt."
"Auch in der intelligenten Welt bildet eine schaffende Natur Stuffen, die einem jeden seine Grenzen anweist."
"Zenon sprach mit einer Kunst, die den ZuhĂśrern dieselben Dinge gleichzeitig ähnlich und unähnlich, eins und viele, unbeweglich und beweglich erscheinen lieĂ."
"Die Wissenschaft ist ein Kirchhof abgestorbener Ideen, wenn sie auch Leben spendet."
"Und wenn die Geschichte nichts als das Lachen Gottes wäre? Jede Revolution eine seiner Lachsalven?"
"Ist der Weg nicht schon Heimat?"
"In einem Volk, bei dem viel gearbeitet wird, ist die Arbeit meist schlecht verteilt; dort gibt es mehr Leute, die viel arbeiten, damit die anderen faulenzen kĂśnnen."
"Eine gewisse Anzahl von MĂźĂiggängern ist notwendig zur Entwicklung einer hĂśheren Kultur."
"Ein Problem setzt nicht so sehr eine LĂśsung voraus, im analytischen oder auflĂśsenden Sinne, als vielmehr eine Konstruktion, eine Kreation. Es lĂśst sich im Tun."
"Der Verstand einigt uns und die Wahrheiten trennen uns."
"Der Mensch arbeitet, um Arbeit zu vermeiden, er arbeitet, um nicht zu arbeiten. Es ist unglaublich, welche Arbeiten der Mensch auf sich nimmt, nur um nicht arbeiten zu mĂźssen."
"Das Vollendete, das Perfekte, ist der Tod, und das Leben kann nicht sterben."
"Das Volk glaubt nämlich nicht an sich selbst. Und Gott schweigt. Hierin liegt der Grund der universellen TragÜdie: Gott schweigt. Und er schweigt, weil er Atheist ist."
""Bei einer Herztransplantation mÜchten wir nicht der Spender, sondern der Empfänger sein, aber bei einer Gehirntransplantation wären wir lieber der Spender"
"Man muss doch sehen, dass Gottes Rolle seit Ăonen schrumpft. Anfangs wurde er noch fĂźr Adam und Eva gebraucht, dann hieĂ es, er habe die Evolution ins Rollen gebracht. Die Erkenntnisse der Kosmologie zeigen uns jedoch: Leben entwickelt sich Ăźberall dort, wo es kann. Gott kann keine neuen Arten erschaffen, er vollbringt keine Wunder, er passt auf keine Stellenausschreibung."
"Wir haben es mit einer Allianz aus evangelischen Fundamentalisten und rechten Politikern zu tun. Sie wollen in Amerika eine Gottesherrschaft errichten. Es ist erschreckend, dass viele von ihnen Ăźberzeugt sind, das JĂźngste Gericht stehe kurz bevor."
"Wenn ich mit einem Fingerdruck England in die Luft sprengen kÜnnte, so täte ich's und wäre glßcklich."
"Sollen gehĂśrt von Hause aus der Theologie an, bedeutet eine Verpflichtung oder Verschuldung des Menschen gegen Gott; Âťdu schuldest, nicht zu tĂśtenÂŤ, hätte das soundsovielte Gebot im Geiste der althochdeutschen Sprache heiĂen kĂśnnen; und wieder bei anderer Entwicklung der Sprache hätte Schiller vielleicht seinen Satz so geformt, Âťder Ăbel grĂśĂtes aber ist das SollenÂŤ."
"Die Worte der Sprache sind wenig geeignet zur Mitteilung, weil Worte Erinnerungen sind und niemals zwei Menschen die gleichen Erinnerungen haben. Die Worte der Sprache sind wenig geeignet zur Erkenntnis, weil jedes einzelne Wort umschwebt ist von den NebentĂśnen seiner Geschichte. Die Worte der Sprache sind endlich ungeeignet zum Eindringen in das Wesen der Wirklichkeit, weil die Worte nur Erinnerungszeichen sind fĂźr die Empfindungen unserer Sinne und weil diese Sinne Zufallssinne sind, [...]."
"Die niederste Erkenntnisform ist in der Sprache; die hĂśhere ist im Lachen; die letzte ist in der Kritik der Sprache, in der himmelstillen, himmelsheitern Resignation oder Entsagung."
"Will ich emporklimmen in der Sprachkritik, die gegenwärtig das wichtigste Geschäft der denkenden Menschheit ist, so muss ich die Sprache hinter mir und vor mir und in mir vernichten von Schritt zu Schritt, so muss ich jede Sprosse der Leiter zertrßmmern, indem ich sie betrete. Wer folgen will, der zimmere die Sprossen wieder, um sie abermals zu zertrßmmern."
"Und die Natur ist vollends sprachlos. Sprachlos wĂźrde auch, wer sie verstĂźnde."
"Leute mit verschiedenen Sprachen mĂźssen eben streiten, wenn sie so dumm sind, miteinander sprechen zu wollen."
"Die Sprache ist Gemeineigentum. Alles gehĂśrt allen, alle baden darin, alle saufen es, und alle geben es von sich."
"Die Sprache ist die Peitsche, mit der die Menschen sich gegenseitig zur Arbeit peitschen."
"Die Sprache aus dem gemeinen Mitteilungstrieb ist schlechte Fabrikarbeit, zusammengestoppelt von Milliarden von TagelĂśhnern."
"Die meisten Menschen leiden an dieser geistigen Schwäche, zu glauben, weil ein Wort da sei, mßsse es auch das Wort fßr Etwas sein, weil ein Wort da sei, mßsse dem Worte etwas Wirkliches entsprechen."
"Die Kultursprachen haben die Fähigkeit verloren, den Menschen ßber das GrÜbste hinaus zur Verständigung zu dienen. Es wäre Zeit, wieder schweigen zu lernen."
"Woraus folgt, dass alles ohne GĂśtter geschieht."
"Von ganzem Herzen"
"Uns scheint, dass nichts aus nichts geschaffen werden kann."
"Denn wir sehen, dass nichts von nichts entstehen kann."
"alles das, woran ich auf Erden gelitten habe und was mir am Menschen bÜswillig und gehässig erschien, brßchig und gemein, machtwillig oder eitel, alles das begegnete mir auf meinem Lebenswege stets im Gewande der Ideale."
"Der Nationalsozialismus war eine europäische Antwort auf die Frage eines Jahrhunderts. Er war die edelste Idee, fĂźr die ein Deutscher die ihm gegebenen Kräfte einzusetzen vermochte. Er schenkte einst der deutschen Nation ihre Einheit, dem Deutschen Reiche einen neuen Gehalt. Er war eine echte soziale Weltanschauung und ein Ideal blutbedingter kultureller Sauberkeit. Der Sozialismus wurde miĂbraucht und entartete am Ende unter Menschen, denen sein SchĂśpfer in verhängnisvoller Weise sein Vertrauen geschenkt hatte. Mit ihm ist der Zusammenbruch des Reiches historisch verbunden, aber die Idee selbst ist Tat und Leben gewesen, das kann und wird nie vergessen werden."
"[âŚ] vernĂźnftiger Endzweck ist doch nur der GenuĂ aus dem Gebrauch des Gegenstandes; die Mittel dazu sind: 1. daĂ man Geld habe, 2. daĂ man es ausgebe, 3. daĂ man den Gegenstand besitze; an jeder dieser drei Stationen kann das ZweckbewuĂtsein Halt machen und sie als Selbstzweck konstituieren; und zwar so energisch, daĂ jeder dieser drei Inhalte desselben maniakalisch ausarten kann."
"FĂźr den absoluten Bewegungscharakter der Welt nun gibt es sicher kein deutlicheres Symbol als das Geld."
""Die Ruine schafft die gegenwärtige Form eines vergangenen Lebens, nicht nach seinen Inhalten oder Resten, sondern nach seiner Vergangenheit als solcher.â"
"Der Schuster Jakob BĂśhme war ein groĂer Philosoph. Manche Philosophen von Ruf sind nur groĂe Schuster."