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April 10, 2026
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"Leider werden junge Leute ständig dabei entmutigt, ehrlich zu sein, und mit dem bedroht, was wir Moral nennen. Zuerst durch die Familien, dann die Religionen und schlieĂlich auch durch die Psychiatrie."
"Der unbewusste Zwang, verdrängte Verletzungen zu rächen, ist stärker als jede Vernunft."
"Hitler kam, wie jedes Kind, unschuldig zur Welt, wurde von seinen Eltern, wie viele andere Kinder damals, destruktiv erzogen, und später hat er sich selbst zum Monster gemacht. Er war Ăberlebender einer Vernichtungsmaschinerie, die im Deutschland der Jahrhundertwende ÂťErziehungÂŤ genannt wurde und die ich als das verborgene KZ der Kindheit bezeichne, das nie erkannt werden darf."
"Wo das BewuĂtsein schwindet, daĂ jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken."
"Wer erkannt hat, daĂ die Idee der Liebe der geistige Lichtstrahl ist, der aus der Unendlichkeit zu uns gelangt, der hĂśrt auf, von der Religion zu verlangen, daĂ sie ihm ein vollständiges Wissen von dem Ăbersinnlichen bietet."
"Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind."
"So weiĂ auch keiner von uns, was er wirkt und was er Menschen gibt."
"Optimistisch ist diejenige Weltanschauung, die das Sein hĂśher als das Nichts stellt und so die Welt und das Leben als etwas an sich Wertvolles bejaht."
"Nicht auf das, was geistreich sondern auf das, was wahr ist, kommt es an."
"Ethisch werden heiĂt, wahrhaft denkend werden."
"Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt."
"Es hat mich ergriffen, daĂ es fĂźr diesen GroĂen unter den geistig Schaffenden keine Arbeit gab, die er unter seiner WĂźrde hielt, keine praktische Beschäftigung, von der er sagte, daĂ andere nach ihrer Gabe und Bestimmung sie besser tun kĂśnnten als er, sondern daĂ er darauf aus war, die Einheit seiner PersĂśnlichkeit in dem Nebeneinander von praktischem Tun und geistigem Gestalten zu verwirklichen."
"Der grĂśĂte Feind der Sittlichkeit ist die Abstumpfung."
"Das Wenige, das du tun kannst, ist viel."
"Alles Denken, das in die Tiefe geht, endet in ethischer Mystik."
"Einen Menschen lieben, heiĂt einwilligen, mit ihm alt zu werden."
"Von einem bestimmten Alter an ist jeder Mensch fĂźr sein Gesicht verantwortlich."
"Sie wissen ja, was Charme ist: eine Art, ein Ja zur Antwort zu erhalten, ohne eine klare Frage gestellt zu haben."
"Es gibt kein Schicksal, welches nicht durch Verachtung Ăźberwunden werden kann."
"Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten."
"Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufĂźllen. Wir mĂźssen uns Sisyphos als einen glĂźcklichen Menschen vorstellen."
"Das Absurde hat nur insofern einen Sinn, als man sich nicht mit ihm abfindet."
"[...] die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten."
"Die wahre GroĂzĂźgigkeit gegenĂźber der Zukunft besteht darin, alles der Gegenwart zu geben."
"Die Lebensregungen des strebsamen JĂźngers waren von Kind an darauf gerichtet, ein ÂťGroĂerÂŤ zu werden. Seine GleichgĂźltigkeit in der Schule, die miserablen Zeugnisse, die Indolenz gegenĂźber den praktischen Dingen des Lebens durften niemanden täuschen."
"Ironie [...] ist das KĂśrnchen Salz, durch welches das Aufgetischte Ăźberhaupt erst genieĂbar wird."
"Ein gutes Buch werde gleich zusammen mit seinem Titel geboren."
"Der groĂe Mann ist ein Ăśffentliches UnglĂźck."
"Der Mensch soll um der Gßte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen ßber seine Gedanken."
"Dem Problem der Toleranz dßrften Sie kaum gewachsen sein, Ingenieur. Prägen Sie sich immerhin ein, daà Toleranz zum Verbrechen wird, wenn sie dem BÜsen gilt."
"Wahrscheinlich kann man vom Nichtwollen seelisch nicht leben; eine Sache nicht tun wollen, das ist auf Dauer kein Lebensinhalt."
"Die Freiheit existiert, und auch der Wille existiert; aber die Willensfreiheit existiert nicht, denn ein Wille, der sich auf seine Freiheit richtet, stĂśĂt ins Leere."
"Auf irgendeine Weise fehlte es der Atmosphäre an Unschuld, an Zwanglosigkeit [âŚ] Man verstand bald, daĂ Politisches umging, die Idee der Nation im Spiel war."
"âReduziert auf ein elendes Massenniveau, das Niveau eines Hitler, brach die deutsche Romantik in hysterische Barbarei ausâ"
"âDer einfache Gedanke daran, wer die Menschen sind, denen die erbärmlich-äuĂerliche Zufallsmacht gegeben ist, mir mein Deutschtum abzusprechen, reicht hin, diesen Akt in seiner ganzen Lächerlichkeit erscheinen zu lassen. [...] Sie haben die unglaubwĂźrdige KĂźhnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln!â 1936, Schweiz."
"âIch habe es mir nicht träumen lassen, daĂ ich meine hĂśheren Tage als Emigrant, zu Hause enteignet und verfemt, in tief notwendigem politischen Protest verbringen wĂźrde.â 1936, Schweiz."
"â[...] heute [kann] nichts Lebendiges die Politik umgehen [...]. Selbst eine Weigerung zur Politik ist politisch; sie fĂśrdert lediglich die Politik des BĂśsen.âSteven Walter: [https://ga.de/news/kultur-und-medien/ueberregional/beethovenfest-intendant-steven-walter-ueber-thomas-mann_aid-130730009 Beethovenfest-Intendant Steven Walter Ăźber Thomas Mann"
"Welch eine herrliche Gabe ist nicht die Phantasie, und welchen Genuà vermag sie zu gewähren!"
"So hoch er sich heute spreizt, so weit seine EinschĂźchterung sich ausbreitet, soviel von ihm angerichtetes Elend, Entehrung, Verderbnis, Blut, Tränen, Verzweiflung und Selbstmord er sich von seinem Bergsitz betrachten und sich groĂ, sich ÂťgeschichtlichÂŤ vorkommen darf, â der Stab ist ihm gebrochen, nichts wird bleiben von seinen Worten und Werken, weil sie falsch und nichtig waren, und sein Nachruhm wird Schande sein."
"Sagt, was ihr wollt: das Christentum, diese Blßte des Judentums, bleibt einer der beiden Grundpfeiler, auf denen die abendländische Gesittung ruht und von denen die andere die mediterrane Antike ist. Die Verleugnung einer dieser Grundvoraussetzungen unserer Sittlichkeit und Bildung, oder gar ihrer beider, durch irgendeine Gruppe der abendländischen Gemeinschaft wßrde ihr Ausscheiden aus dieser und eine unvorstellbare, ßbrigens gottlob gar nicht nachvollziehbare Zurßckschraubung ihrer humanen Status, ich weià nicht, wohin, bedeuten"
"MĂźnchen leuchtete. Ăber den festlichen Plätzen und weiĂen Säulentempeln, den antikisierenden Monumenten und Barockkirchen, den springenden Brunnen, Palästen und Gartenanlagen der Residenz spannte sich strahlend ein Himmel von blauer Seide, und ihre breiten und lichten, umgrĂźnten und wohlberechneten Perspektiven lagen in dem Sonnendunst eines ersten, schĂśnen Junitages."
"Fahr hin, jovialer Mordwanst! Du hast es wenigstens genossen, während dein Herr und Meister nie nirgends gelebt hat als in der HÜlle."
"Die Rolle des Vertrauten ist immer zugleich wohltuend und schmerzlich, denn man spielt sie ja immer nur unter der Voraussetzung, daĂ man selbst nicht in Betracht kommt. Aber wieviel besser ist es doch, habe ich mir oft gesagt, der Welt Vertrauen einzuflĂśĂen, als ihre Leidenschaften zu erregen! Wieviel besser, ihr 'gut', als ihr 'schĂśn' zu erscheinen!"
"Brave, herrliche junge Leute! Ihr seid nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein"
"NatĂźrlich kĂśnnen Drogen die kĂźnstlerische Arbeit befeuern, das weiĂ man von Goethe, Freud, Bukowski und vielen anderen. Aber die haben eben auch die Regel befolgt: Im Rausch schreiben, nĂźchtern gegenlesen."
"Sigmund Freud und auch der franzÜsische Ethnologe Claude LÊvi-Strauss haben uns eingehämmert, wir Menschen seien die einzigen Kulturwesen. Die Vorstellung einer tierischen Kultur war deshalb im Westen undenkbar."
"Nicht die Psychoanalyse ist neu, sondern Freud. / Sowie nicht Amerika neu war, sondern Columbus. Psychoanalyse gab es immer; jeder Arzt, jeder Dichter, jeder Staatsmann, jeder Menschenkenner muĂte es sein, war es unbewuĂt oder automatisch."
"Das beste bei Freud finden Sie schon bei Plato. [...] Sie täten besser daran, Spinoza zu lesen."
"âWir mussten Freud recht geben, wenn er in unserer Kultur, unserer Zivilisation nur eine dĂźnne Schicht sah, die jeden Augenblick von den destruktiven Kräften der Unterwelt durchstoĂen werden kann [âŚ]â â Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers. Frankfurt/M.: S. Fischer, 1992 [1942], S. 18."
"Ich kann die Gestapo jedermann aufs beste empfehlen."