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April 10, 2026
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"Da ergiebt sich, daĂ Moral-Predigen leicht, Moral-BegrĂźnden schwer ist."
"Genialität ist Objektivität."
"EhrwĂźrdig ist die Wahrheit; nicht was ihr entgegensteht."
"Die Wahrheit kann warten: denn sie hat ein langes Leben vor sich."
""Ăberhaupt aber beruhen 9/10 unseres GlĂźckes allein auf der Gesundheit. Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses: hingegen ist ohne sie kein äuĂeres Gut, welcher Art es auch sei, genieĂbar, und selbst die Ăźbrigen subjektiven GĂźter, die Eigenschaften des Geistes, GemĂźthes, Temperaments, werden durch Kränklichkeit herabgestimmt und sehr verkĂźmmert." â Aphorismen zur Lebensweisheit, Kapitel II: Von dem, was einer ist, S. 23 (häufig vereinfacht zitiert: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts)."
"Zum Leitstern seiner Bestrebungen soll man nicht Bilder der Phantasie nehmen, sondern deutlich gedachte Begriffe."
"Zu unserer Besserung bedĂźrfen wir eines Spiegels."
"Vergeben und Vergessen heiĂt gemachte kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen."
"Meistens belehrt uns erst der Verlust Ăźber den Wert der Dinge."
"Jeder steckt in seinem Bewusstsein wie in seiner Haut und lebt unmittelbar nur in demselben."
"Jede Nation spottet Ăźber die andere, und alle haben Recht."
""Ja, es sei herausgesagt: so eng auch Freundschaft, Liebe und Ehe Menschen verbinden; ganz ehrlich meint jeder es am Ende doch nur mit sich selbst und hĂśchstens noch mit seinem Kinde."
"Im allgemeinen freilich haben die Weisen aller Zeiten immer dasselbe gesagt, und die Toren, d.h. die unermessliche Majorität aller Zeiten, haben immer dasselbe, nämlich das Gegenteil getan; und so wird es denn auch ferner bleiben."
"Gerade in Kleinigkeiten, als bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt, zeigt er seinen Charakter."
"FĂźr sein Tun und Lassen kann man keinen anderen zum Muster nehmen."
"Durch nichts entziehen wir uns so sehr dem Zwange von auĂen wie durch Selbstzwang."
"Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten."
"Die Erinnerung wirkt wie das Sammlungsglas in der Camera obscura: Sie zieht alles zusammen und bringt dadurch ein viel schĂśneres Bild hervor, als sein Original ist."
"Die Freunde nennen sich aufrichtig; die Feinde sind es: daher man ihren Tadel zur Selbsterkenntnis benutzen sollte, als eine bittre Arznei"
"Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen."
"Das Gehirn denkt, wie der Magen verdaut."
"Alle Dinge sind herrlich zu SEHN, aber schrecklich zu SEYN."
"Aber, im Ganzen genommen, liegt, wie längst gesagt ist, die Welt im Argen: die Wilden fressen einander und die Zahmen betrßgen einander, und Das nennet man den Lauf der Welt."
"Es gibt keine Absurdität, die so handgreiflich wäre, daà man sie nicht allen Menschen fest in den Kopf setzen kÜnnte, wenn man nur schon vor ihrem sechsten Jahre, anfienge, sie ihnen einzuprägen, indem man unablässig und mit feierlichstem Ernst sie ihnen vorsagte."
"Aller Eigensinn beruht darauf, daà der Wille sich an die Stelle der Erkenntnià gedrängt hat."
"Hoffnung ist die Verwechselung des Wunsches einer Begebenheit mit ihrer Wahrscheinlichkeit."
"Die Konsonanten sind das Skelett und die Vokale das Fleisch der WĂśrter."
"Unwissenheit degradirt den Menschen erst dann, wann sie in Gesellschaft des Reichthums angetroffen wird."
""Wann wir lesen, denkt ein Anderer fĂźr uns: wir wiederholen bloĂ seinen mentalen ProceĂ. [âŚ] Daher kommt es, daĂ wer sehr viel und fast den ganzen Tag liest, dazwischen aber sich in gedankenlosem Zeitvertreibe erholt, die Fähigkeit, selbst zu denken, allmälig verliert,"
"Lesen heiĂt mit einem fremden Kopfe, statt des eigenen, denken."
"Die Barberei kommt wieder, trotz Eisenbahnen, elektrischen Drähten und Luftballons."
"Wie schlecht wßrde es also um das menschliche Wissen stehn, wenn Schrift und Druck nicht wären! Daher sind die Bibliotheken allein das sichere und bleibende Gedächtnis des menschlichen Geschlechts."
"Unter den Dichtern unserer Zeit ist GĂśthe der objektivste, Bryon der subjektivste."
"Die Fabel von der Pandora ist mir von jeher nicht klar gewesen, ja, ungereimt und verkehrt vorgekommen."
"Entweder glauben oder philosophiren! was man erwählt sei man ganz."
"Das Christentum ist eine Allegorie, die einen wahren Gedanken abbildet; aber nicht ist die Allegorie an sich selbst das Wahre."
"Der Grundunterschied der Religionen liegt darin, ob sie Optimismus oder Pessimismus sind; keineswegs darin, ob Monotheismus, Polytheismus, Trimurti, Dreieinigkeit, Pantheismus, oder Atheismus (wie der Buddhismus)."
"Man mĂśchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel der Erde, und die Tiere die geplagten Seelen."
"Alles, was im Christentum Wahres findet, findet sich auch im Brahmanismus und Buddhismus."
""Aber so ein Gott Jehova, der animi causa und de gaietĂŠ de coeur diese Welt der Noth und des Jammers hervorbringt und dann noch gar sich selber Beifall klatscht, mit ĎΏνĎÎą κιΝΏ Νίιν,"
"Wird nämlich das Unrecht von Einer Seite herausgeworfen, so schleicht es sich von der andern wieder herein; weil eben die Unrechtlichkeit tief im menschlichen Wesen liegt."
"Ein eigenthĂźmlicher Fehler der Deutschen ist, daĂ sie, was vor ihren FĂźĂen liegt, in den Wolken suchen."
"Denn bei mir findet, in England, der rothe Rock mehr Glauben, als der schwarze, und Alles, was daselbst zu Gunsten der Kirche, dieser so reichen und bequemen Versorgungsanstalt der mittellosen jßngern SÜhne der gesammten Aristokratie, gesagt wird, ist mir eo ipso verdächtig."
"Denn die Moral mittels des Theismus stĂźtzen, heiĂt sie auf Egoismus zurĂźckfĂźhren; obgleich die Engländer, wie auch bei uns die untersten Klassen der Gesellschaft, gar nicht die MĂśglichkeit einer anderen BegrĂźndung absehen."
"Jede menschliche Vollkommenheit ist einem Fehler verwandt, in welchen Ăźberzugehen sie droht; jedoch auch umgekehrt, jeder Fehler, einer Vollkommenheit."
"Ach, es ist doch ein saures StĂźck Brod, das Philosophieprofessorenbrod!"
"Alles wirkliche Dichten und Denken nämlich ist gewissermaaĂen ein Versuch, den kleinen Leuten einen groĂen Kopf aufzusetzen: kein Wunder, daĂ er nicht gleich gelingt."
"Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche."
"Zorn oder Haà in Worten, oder Mienen blicken zu lassen ist unnßtz, ist gefährlich, ist unklug, ist lächerlich, ist gemein."
"Dem intellektuell hochstehenden Menschen gewährt nämlich die Einsamkeit einen zweifachen Vortheil: erstlich den, mit sich selber zu seyn, und zweitens den, nicht mit Anderen zu seyn."