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April 10, 2026
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"âDas jĂźdische Volk wagt, einen unversĂśhnlichen HaĂ gegen alle VĂślker zur Schau zu tragen. Es empĂśrt sich gegen alle seine Meister, immer abergläubisch, immer gierig nach dem Gute anderer, immer barbarisch, kriechend im UnglĂźck und frech im GlĂźck.â Essai sur les Moeurs, Kap. 42"
"âDiese Welt ist ein einziges groĂes Bedlam, wo Irre andere Irre in Ketten legen.â M. de Boucacous in Pot-pourri, Kap. 6"
"âBedenkt, dass Fanatiker gefährlicher sind als Schurken. Einen Besessenen kann man niemals zur Vernunft bringen, einen Schurken wohl.â M. Husson in Pot-pourri, Kap. 2"
"âZufall ist ein Wort ohne Sinn; nichts kann ohne Ursache existieren.â Philosophisches TaschenwĂśrterbuch, Bd. 6, Artikel Philosophie, Sektion IV"
"âWirkliche Autoren sind diejenigen, die in einer wirklichen Kunstform etwas geleistet haben, sei es im Epos oder in der TragĂśdie, sei es in der KomĂśdie oder auch auf dem Gebiet der Geschichte oder der Philosophie, es sind diejenigen, die die Menschen belehrt oder erfreut haben. Die anderen, von denen wir gesprochen haben, sind unter den Schriftstellern, was die Hornissen unter den VĂśgeln sind.â Philosophisches WĂśrterbuch, Bd. 2, Artikel Auteurs (Autoren)"
"âWagen Sie, selber zu denken!â Philosophisches WĂśrterbuch, Artikel LibertĂŠ de penser (Gedankenfreiheit)"
"âJeder Mensch kommt mit einer sehr groĂen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und VergnĂźgen sowie mit einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt. So mĂśchte jeder das Geld und die Frauen oder Mädchen der anderen haben, mĂśchte er ihr Gebieter sein, sie allen seinen Launen gefĂźgig machen und nichts oder zumindest nur sehr angenehme Dinge tun.â"
"Freundschaft ist die Ehe der Seele, und diese Ehe ist der Scheidung unterworfen."
"âFanatismus ist sicherlich tausendfach verhängnisvoller, denn Atheismus entfacht keine blutige Leidenschaft, wo Fanatismus es tut. Atheismus stellt sich dem Verbrechen zwar nicht entgegen, aber Fanatismus fĂźhrt zu Verbrechen.â Philosophisches TaschenwĂśrterbuch, Bd. 2, Artikel AthĂŠisme (Atheismus), Sektion IV"
"âEs ist klar, dass jeder, der einen Menschen, seinen Bruder, wegen dessen abweichender Meinung verfolgt, eine erbärmliche Kreatur ist.â Philosophisches TaschenwĂśrterbuch, TolĂŠrance"
"âDie nĂźtzlichsten BĂźcher werden zur Hälfte von den Lesern selbst gemacht.â Philosophisches TaschenwĂśrterbuch, Vorwort"
"âDer Abergläubische ist fĂźr den Schurken, was der Sklave fĂźr den Tyrannen ist. Ja mehr noch: der Abergläubische wird vom Fanatiker beherrscht und wird selbst zum Fanatiker.â"
"âDas Bessere ist der Feind des Guten.â Philosophisches TaschenwĂśrterbuch, Bd. 2, Artikel Art Dramatique (Dramatische Kunst), Zitat eines italienischen Sprichworts"
"âUm zu sprechen, muss man denken, zumindest annäherungsweise.â MicromĂŠgas, Kap. 6"
"âMehr denn je sehe ich ein, dass man niemals etwas nach seiner scheinbaren GrĂśĂe bemessen darf!â MicromĂŠgas in MicromĂŠgas, Kap. 6"
"âEin ehrliches Spiel unter guten Freunden ist ein redlicher Zeitvertreib.â Memnon oder Die menschliche Weisheit"
""Ach! prĂźft man denn, was man sich wĂźnscht?" Die Prinzessin von Babylon, Kap. 4 (eigentlich: â,Ach! FĂźrstin,â rief sie, ,prĂźft man, was man wĂźnscht?ââ)"
"Welche Schicksale haben doch die schwachen Sterblichen, die wie Blätter im Wind treiben!"
"Statt dass man uns geloben lässt, keusch zu bleiben, sollte man uns lieber zwingen, es zu sein, und alle MÜnche zu Eunuchen machen. Solange ein Vogel seine Federn hat, fliegt er."
"Ich befßrchte, die Stellvertreter Gottes werden die Willfährigkeit der Menschen so lange missbrauchen, bis diese zuletzt doch noch klug werden."
"Die Tugend wohnt im Herzen und sonst nirgends."
"Der Papst stirbt, das Papsttum aber ist unsterblich."
"Alle MÜnche stehen vor dieser Wahl: entweder der Unglaube macht ihnen ihren Beruf verhasst, oder der Stumpfsinn lässt ihn erträglich werden."
"âWir sind arm, aber mit Geschmack.â Der Alte in Der Mann mit den vierzig Talern, Vorwort"
"âMan soll vor allem Mensch sein und dann erst Arzt.â Der Chirurg in Der Mann mit den vierzig Talern, Kap. 11"
"âLest, bildet euch! Allein die LektĂźre entwickelt unseren Geist, das Gespräch verwirrt und das Spiel verengt ihn.â Der Mann mit den vierzig Talern, Kap. 10"
"âEine weitere Ursache unserer Armut sind unsere neuen BedĂźrfnisse.â Der Alte in Der Mann mit den vierzig Talern, Vorwort"
"âDie Industrie muss gefĂśrdert werden, aber die blĂźhende Industrie mĂźsste dann ihrerseits auch den Staat unterstĂźtzen.â Der Landvermesser in Der Mann mit den vierzig Talern, Kap. 2"
"âDer Offensivkrieg ist der Krieg eines Tyrannen; wer sich jedoch verteidigt, ist im Recht.â Der Mann mit den vierzig Talern, Kap. 10"
"âZwei Dinge bedeuten mir Leben: die Freiheit und das Objekt meiner Liebe.â Der ehrliche Hurone, Kap. 13"
"âEs gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht.â Der ehrliche Hurone, Kap. 5"
"âDie Zeit heilt alle Wunden.â Der ehrliche Hurone, Kap. 20"
"âAch, wenn wir schon Fabeln und Wundergeschichten nĂśtig haben, so sollen sie wenigstens ein Symbol der Wahrheit sein!â"
"âNichts ist gefährlicher in der Welt als GrĂśĂe.â Pangloss in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 30"
"âIhr Europäer scheint nur Milch statt Blut in den Adern zu haben.â Die Alte in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 11"
"â,Gut gesagt,â antwortete Kandid, ,aber wir mĂźssen unsern Garten bestellen.ââ Candide oder Die beste der Welten, Kap. 30, letzter Satz des Buches"
"âDie Arbeit schĂźtzt uns vor drei HauptĂźbeln, vor Langeweile, Laster und Not.â Der alte TĂźrke in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 30"
"âBei einem berĂźhmten Autor bewundern Narren alles. Ich lese nur fĂźr mich, und ich mag nur, was mir dienlich ist.â Pococurante in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 25"
"âAlle Ereignisse in dieser besten aller mĂśglichen Welten stehen in notwendiger Verkettung miteinander.â Pangloss in Candide oder Die beste der Welten, Kap. 30"
"âZermalmt das Schimpfliche!â Mit diesem antiklerikalen Appell zeichnete Voltaire seit 1760 viele Briefe an vertrauenswĂźrdige Adressaten."
"âSchreit, man muss schreien!â Brief an Damilaville, 4. April 1762"
"âMan bekommt Lust, auf allen Vieren zu laufen, wenn man Ihr Werk liest. Da ich aber diese Angewohnheit seit mehr als sechzig Jahren verloren habe, denke ich, dass es mir unglĂźcklicherweise unmĂśglich ist, sie wiederzuerlangen.â Brief an Jean-Jacques Rousseau, 30. August 1755, nach LektĂźre von dessen Discours sur lâorigine et les fondements de lâinĂŠgalitĂŠ parmi les hommes (âAbhandlung Ăźber Ursprung und Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschenâ)"
"âIch habe angefangen, ein bisschen vergnĂźgt zu sein, da man mir sagte, das sei gut fĂźr die Gesundheit.â Brief an AbbĂŠ Trublet, Ferney, 27. April 1761"
"Der ewige Doktorand ist nichts Neues. Es gab ihn immer. Neu ist die Unzahl von Menschen, die der politische Akademisierungswahn in diese Sackgasse gejagt hat. Das typische Los eines ewigen Doktoranden, vor dem man schon vor 50 Jahren warnte, sieht so aus: Er arbeitet Ăźber Rilke. Jedesmal, wenn er glaubt, fertig zu sein, erscheint eine neue VerĂśffentlichung Ăźber Rilke. Er will sie berĂźcksichtigen (usw.)."
"Wer spricht von Siegen? Ăberstehn ist alles."
"Wenn arme Leute nachdenken, soll man sie nicht stÜren. Vielleicht fällt es ihnen doch ein."
"Verwandlung ist nicht LĂźge..."
"Tanzt die Orange. Wer kann sie vergessen, // wie sie, ertrinkend in sich, sich wehrt // wider ihr SĂźĂsein. Ihr habt sie besessen. // Sie hat sich kĂśstlich zu euch bekehrt."
"Sie sind so jung, so vor allem Anfang, und ich mÜchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles UngelÜste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bßcher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden kÜnnen, weil Sie sie nicht leben kÜnnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein."
"Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, // Niemandes Schlaf zu sein unter soviel // Lidern."