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April 10, 2026
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"Alle historischen BĂźcher, die keine LĂźgen enthalten, sind schrecklich langweilig."
"Emerson begann selten zu schreiben, ohne vorher ein paar Seiten von Plato zu lesen."
"Das Lesen liegt an der Schwelle des geistigen Lebens; es kann uns darin einfĂźhren, aber es ist nicht dieses Leben."
""Aus dem Umstand, dass mittelmäĂige Menschen oft arbeitsam sind und die intelligenten oft faul, kann man nicht schlieĂen, dass Arbeit fĂźr den Geist eine bessere Disziplin sei als Faulheit." Tage des Lesens. Aus dem Franz. von Helmut Scheffel. 1. Auflage. Frankfurt am Main; Leipzig: Insel-Verlag, 2001. ISBN 3458344187, S. 41"
"1998: Montaigne, Michel de: Essais. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett. Eichborn Verlag (Die andere Bibliothek) Frankfurt am Main; dtv 2011, ISBN 978-3-423-59082-2"
"2010: Montaigne, Michel de: Essais, Ăbersetzt von Johann Daniel Tietz, Verlag Zweitausendeins ISBN 978-3-86150-963-9"
"âWir werden viel weniger durch das verletzt, was uns geschieht als durch unsere Meinung darĂźber.â"
"âWer die Menschen sterben lehrt, lehrt sie leben.â"
"âPolitik ist ein weites Feld fĂźr Zank und Streit.â"
"âMan muĂ uns, glaube ich, nie so viel Verachtung zeigen, wie wir verdienen.â â Essais"
"âDie LĂźge ist ein Winkelgang, von dem man durch eine Hintertreppe zur Wahrheit gelangen kann.â"
"âDie Dummheit ist eine bĂśse Eigenschaft. Aber sie nicht ertragen kĂśnnen, sich darĂźber aufregen und ärgern, ist eine Krankheit anderer Art, die der Dummheit nichts nachgibt und die gerade so unleidlich ist.â"
"âDer KĂśrper kann groĂe Lasten tragen, wenn man ihn strafft. Mit der Seele ist es ebenso.â"
"âDas Gespräch ist, meiner Ansicht nach, die lohnendste und natĂźrlichste Ăbung unseres Geistes: Keine andere Lebensbetätigung macht mir so viel Freude.â"
"âDas GemeinschaftsgefĂźhl erkaltet leicht, wenn man zu regelmäĂig beisammen ist.â"
"âDas eindrucksvollste Zeichen von Weisheit ist beständige Heiterkeit.â"
"âAuf den Tod sinnen heiĂt auf Freiheit sinnen. Wer sterben gelernt hat, versteht das Dienen nicht mehr.â"
""Zwar trieb mich frĂźher ein eitles und kostspieliges Verlangen dazu, mit den BĂźchern nicht nur meinen Bedarf zu decken, sondern Ăźberdies drei von vieren gleichsam als MĂśbel zu betrachten, die mein Zimmer schmĂźcken und so fĂźr mich Eindruck schinden sollten; doch diese Flause habe ich längst abgeschĂźttelt." Essais. Drittes Buch. 3. Ăber dreierlei Umgang. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 20169, S. 413"
""Wir trachten nach anderen Lebensformen, weil wir die unsere nicht zu nutzen verstehen. Wir wollen Ăźber uns hinaus, weil wir nicht erkennen, was in uns ist. Doch wir mĂśgen auf noch so hohe Stelzen steigen"
"Wir treiben die Sache, von der wir besessen sind und getrieben werden, niemals gut vorwärts."
"Wer nicht wartet, bis er Durst hat, der hat keine rechte Freude an einem guten Trunk."
"Wenn wir Abschied nehmen, wird unsere Neigung zu dem, was wir schätzen, immer noch etwas wärmer."
"Wenn man in mich dringt, zu sagen, warum ich ihn liebte, so fßhle ich, dass sich dies nicht aussprechen lässt, ich antworte denn: Weil er er war; weil ich ich war."
"Wenn ich mit meiner Katze spiele, wer weiĂ, ob sie sich nicht noch mehr mit mir die Zeit vertreibt als ich mir mit ihr?"
"Wenn die Leute mir vorwerfen, dass ich zu viel von mir spreche, so werfe ich ihnen vor, dass sie Ăźberhaupt nicht mehr Ăźber sich selber nachdenken."
""Wenn ich nun sogar unter den gemäĂigsten [sic!] Ansichten auf Argumente stoĂe, die nachzuweisen suchen, wie eng die Ăhnlichkeit zwischen uns und den Tieren sei, in welchem AusmaĂ sie unsere grĂśĂten VorzĂźge teilten und wie berechtigt der Vergleich daher scheine, gebe ich wahrhaftig nicht mehr viel auf unsre Einbildung und entsage bereitwillig der KĂśnigsherrschaft, die man uns fälschlicherweise Ăźber die andern GeschĂśpfe zuschreibt." Essais Zweites Buch. 11. Ăber die Grausamkeit. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 216"
"Was nĂźtzen mir die Farben, wenn ich nicht weiĂ, was ich malen soll?"
"Unter den GĂźtern und VergnĂźgungen unsres Lebens gibt es kein einziges, dem nicht irgendein MiĂvergnĂźgen oder Ăbel beigemischt wäre. Essais. Zweites Buch. 20. Nichts genieĂen wir in seiner Reinheit. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 335"
""Unsere Welt besteht aus lauter Geschwätz, und ich habe noch keinen Menschen getroffen, der nicht eher mehr als weniger denn nĂśtig geredet hätte; jedenfalls entschwindet uns hierĂźber die halbe Lebenszeit." Essais. Erstes Buch. 26. Ăber die Knabenerziehung. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 92"
"âUns etwas verbieten heiĂt uns danach lĂźstern machen.â Essais. 2. Buch 15. Schwierigkeiten steigern unser Verlangen. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 304"
"âUngereimte Dinge kĂśnnen einem jeden entwischen: das ist ein UnglĂźck, wenn man sich MĂźhe darum gegeben hat. Essais, III, 1"
"Philosophieren heiĂt sterben lernen."
"Mancher will sprechen lernen zu einem Zeitpunkt, wo er lernen sollte, endgĂźltig zu schweigen."
"Man muss die Krankheiten gewähren lassen."
"Man muss der Unehrlichkeit oder Unvorsichtigkeit seines Bedienten immer ein wenig Spielraum lassen."
""Man berichtete Sokrates, jemand sei von einer Reise ohne jede BeĂrung zurĂźckgekommen. âDas glaube ich gernâ, entgegnete er, âer hatte sich selbst ja mitgenommen.â" Erstes Buch. 39. Ăber die Einsamkeit. Essais. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 125"
"Jedes Ding hat hundert Glieder und hundert Gesichter."
"âIch weiĂ nicht, ob diese Meinung stimmt, aber eines weiĂ ich aus Erfahrung: daĂ noch nie ein Gemeinwesen durch Strafen verbessert worden ist.â 2. Buch 15. Schwierigkeiten steigern unser Verlangen. Essais. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 305"
"Es liegt etwas Knechtisches in Zwang und Strenge."
"Es gibt noch eine andere Art von Ruhmsucht. Sie besteht darin, dass wir unseren Wert und unsere Verdienste ßberschätzen."
"Es gibt allerhand nichtswĂźrdige und eitele Spitzfindigkeiten, durch welche sich Leute zuweilen beliebt zu machen suchen."
"Die tĂśdliche Krankheit des Menschen ist seine Meinung, er wisse."
"Die Speisen, die fĂźr ein Kind gesund sind, muss man ihm versĂźĂen, und die, welche ihm schädlich sind, vergällen."
"Die Philosophie ist, und zwar auch bei gescheiten Leuten, nur ein leeres Wort, das keine Beziehung zur Wirklichkeit hat."
"âDie Natur sollte sich damit begnĂźgen, das Alter elend zu machen, ohne es auch noch lächerlich zu machen.â Essais, III, 5"
"âDie Menschen, sagt eine alte griechische Sentenz, werden durch die Meinungen gequält, die sie von Dingen haben, nicht durch die Dinge selbst.â Essais. Erstes Buch, 14. Ob wir etwas als Wohltat oder Ăbel empfinden, hängt weitgehend von unserer Einstellung ab. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 29"
"âDas einzige, was wir zu fĂźrchten haben, ist die Furcht.â"
""Daher kommt es, daĂ nichts so fest geglaubt wird wie das, worĂźber man am wenigsten weiĂ, und daĂ sich niemand sicherer gibt als jene, die uns etwas vorfabulieren â Alchimisten zum Beispiel, Wahrsager, vereidigte Sterndeuter, Handleser, Ărzte und das ganze Ăźbrige Pack." Essais. Erstes Buch. 32. GĂśttliche FĂźgungen sollte man nĂźchtern beurteilen. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 116"
""Bei dem, was wir gewĂśhnlich Freunde und Freundschaft nennen, handelt es sich allenfalls um nähere Bekanntschaften, die bei gewissen Anlässen oder um irgendeines Vorteils willen geknĂźpft wurden und uns nur insoweit verbinden." Erstes Buch. 28. Ăber die Freundschaft. Essais. Erste moderne GesamtĂźbersetzung von Hans Stilett Die Andere Bibliothek, Berlin 2016, 9. Auflage, S. 101"
"" Aus einfältigen, nicht so gar neugierigen Seelen und nicht so gar gelehrten Seelen werden gute Christen, die aus Ehrfurcht und Gehorsam einfältig glauben, und den Gesetzen folgen." ((Ăb. von Tietz, op. cit. S.352)"