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4ě 10, 2026
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"Wir haben seit Jahren faktisch zwar eine Dienstpflicht, aber von einer allgemeinen Wehrpflicht zu reden, fällt zunehmend schwerer, weil eben der Anteil derer, die tatsächlich der Wehrpflicht genßgen, immer geringer wird. Es zeichnet sich sogar ab, dass der Anteil derer, die fßr die Wehrersatzpflicht in Betracht kommen, hÜher sein kann als derjenigen, die Wehrpflicht leisten."
"Wehrpflicht und demokratisch verfasster Staat sind nicht einander bedingende GrĂśĂen; auch die Freiwilligen-Armee passt durchaus in das demokratische GefĂźge. Nur beides kann man nicht zugleich haben: Diskret den Weg zur freiwilligen Armee weisen und in einem Erinnerungsposten an der Wehrpflicht festhalten."
"Politisch legitimiert bleibt die Wehrpflicht nur, wenn Wehrgerechtigkeit gewahrt ist."
"Die Legitimation der Wehrpflicht muss sehr sorgfältig geprßft werden, da sie die intensivste Inpflichtnahme des Staates bedeutet. Es bedarf hierzu einer sorgsamen Beobachtung der Rahmenbedingungen. Dazu gehÜrt auch das Gebot der Einhaltung der Wehrgerechtigkeit."
"Dass Wehrpflicht-Armee und demokratisch verfasster Staat einander bedingende GrĂśĂen sind, das kann man nun wirklich nicht sagen."