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4ě 10, 2026
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"Bekommen Sie nicht eine Gänsehaut, wenn im Zusammenhang mit den Lebensbedingungen in Gaza von "Zuständen wie im Warschauer Ghetto" geredet wird? [...] Ich hätte mir gewĂźnscht, dass Sie auf den Tisch geschlagen und "grässlich!" gerufen hätten, wie Sie es so oft im "Literarischen Quartett" getan haben, oder "Unsinn!" und vielleicht dazugefĂźgt hätten: "HĂśrt auf mit diesem Quatsch. Ich war im Warschauer Ghetto. Ich weiĂ, wie es da zuging. Verglichen mit dem Warschauer Ghetto ist Gaza ein Club Med.""
"[..] seit ich einmal beiläufig bemerkte, die polnische Kultur stehe auf zwei Säulen â Alkoholismus und Antisemitismus â bekomme ich noch immer Drohbriefe beschwipster polnischer Patrioten, die mich als Judenschwein bezeichnen, das man zu vergasen vergessen hat."
"âKultur ist, wenn Sie Ihrem Nachbarn den Kopf abschlagen und daraus eine Blumenvase machen. Zivilisation ist, wenn Sie dafĂźr ins Gefängnis mĂźssen und nie wieder rauskommen.â â In: Kritik der reinen Toleranz, 2008, S. 205â206; auch in: Gefährlicher Tanz mit der Toleranz, Spiegel Online, 1. November 2008. zitiert in Publikative.org: Das Wort zum Sonntag: Der Unterschied zwischen Kultur und Zivilisation, 11. Januar 2009; Schauspiel Stuttgart: Wut, von Max Eipp, April 2009; JĂźrgen FrĂślich: Voltaireâsche Qualität â Ein Lexikon wider die politische Korrektheit, Liberal, Band 49, 2007, S. 88; Felix de Mendelssohn: Das Unbehagen in der Kulturtheorie, in: Ăsterreichisches Jahrbuch fĂźr Gruppenanalyse, Band 3, 2009, S. 42."
"Jetzt warten wir ab, bis in Mekka eine Kirche gebaut wird, die man schon von Weitem sehen kann. Und dann erklären wir die Diskussion um Moscheen und Minarette in Europa fßr beendet und lassen die Bagger anrollen. Das ist die schÜne Wunschvorstellung."
"Ein deutscher Nobelpreisträger hat den Vorschlag gemacht, eine Kirche in eine Moschee umzuwidmen, als Goodwill-Geste den Muslimen gegenĂźber. Bis jetzt warten wir vergeblich auf den Vorschlag eines islamischen Intellektuellen, eine Moschee in eine Kirche umzuwandeln, denn so eine Idee, Ăśffentlich geäuĂert, kĂśnnte ihn sein Leben kosten."
"Der Unterschied liegt darin, dass im Islam keine Säkularisierung stattgefunden hat. Es hat keine Neuinterpretation gegeben, keine Verweltlichung, keine Aufklärung. Es gab dort keinen Mendelssohn, keinen Luther und auch keine bibelkritische Auslegung, die die Schrift nicht wÜrtlich nimmt. Da, wo die Schrift wÜrtlich genommen wird, kommt es ja auch bei Juden und Christen zu Katastrophen."
"Ganz zum Schluss standen Dr. Kohn und Dr. Levy nackt und wehrlos in der Schlange zum Duschraum, und als sie an der TĂźr, die vom Leben zum Tode fĂźhrte, angekommen waren, sagte Dr. Levy zu Dr. Kohn: 'Nach Ihnen, Herr Doktor!' Da hatten die Juden noch Anstand und Manieren. Doch dann beschlossen sie, aus der Geschichte auszusteigen und als Opfer nicht mehr zur VerfĂźgung zu stehen. Seitdem schlagen sie zurĂźck, wenn sie angegriffen werden, manchmal auch schon vorher."
"Die Idee, man kĂśnnte dem Terror nur mit rechtsstaatlichen Mitteln beikommen, Ăźbersteigt die Grenze zum Irrealen."
"Es stimmt, Israel ist heute mehr Täter als Opfer. Das ist auch gut und richtig so, nachdem es die Juden fast 2000 Jahre lang mit der Rolle der ewigen Opfer versucht und dabei nur schlechte Erfahrungen gemacht haben. Täter haben meistens eine längere Lebenserwartung als Opfer und es macht mehr SpaĂ, Täter als Opfer zu sein."
"Hohmann kämpft seit langem um einen Platz an der Sonne, aber erst jetzt hat er die Bekanntheit erreicht, um die er sich so lange vergeblich bemßhte."