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4ě 10, 2026
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"Wenn mir ein Gedanke kommt, mache ich daraus ein Sonett // und schreibe Venezianisch, so wie ich geboren bin // obwohl ich weiĂ, dass es mehr als einen Beschränkter gibt // der mich tadelt, da ich mit unverfälschten Worten rede."
"Ăber Rosen lässt sich dichten, // In die Ăpfel muss man beiĂen."
"O Dichtkunst! welch ein schmerzliches Geschenk des Himmels bist Du!"
"Lies keine Oden, mein Sohn, lies die Fahrpläne: sie sind genauer."
"Jede gute Erzählung, so wie gute Dichtung, umgibt sich von selber mit Lehren."
"Ihr schmähet meine Dichtung, // Was habt ihr denn getan? // Wahrhaftig, die Vernichtung, // Verneinend fängt sie an, // Doch ihren scharfen Besen // Strengt sie vergebens an: // Ihr seid gar nicht gewesen! // Wo träfe sie euch an?"
"Ein groĂer Teil des Alten Testaments ist mit erhĂśhter Gesinnung, ist enthusiastisch geschrieben und gehĂśrt dem Felde der Dichtkunst an."
"Die heutige Dichtung der Expressionisten ist nicht unverständlicher oder absonderlicher als irgendein hymnisches oder ekstatisches Gedicht von Goethe, mit dessen Grundformen sie sich berßhrt."
"Es ist die Dichtkunst kein Vergnßgungssaal, // Wohin die elegante Welt, das Unkraut // Der menschlichen Gesellschaft, schwätzen geht. // Die Dichtkunst ist viel mehr: Sie ist ein Haus, // Das allen, allen Menschen offen steht."
"Die Wirklichkeit ist seltsamer als die Dichtung, aber das liegt daran, daĂ die Dichtung sich an Wahrscheinlichkeiten halten muss, die Wirklichkeit nicht"
"Die jungen Deutschen, denen ich in GĂśttingen, Dresden, KĂśnigsberg usw. begegnete, sind unter dem Einfluss so genannter philosophischer Richtungen herangewachsen, die man eigentlich als dunkle, schlecht geschriebene Dichtung ansehen muss, aber in sittlichem Betracht etwas AuĂerordentliches, erhaben Reines haben. Ich bekam den Eindruck, dass sie sich nicht die republikanische Gesinnung des Mittelalters, nicht das Misstrauen und die Bereitschaft zum DolchstoĂ wie die Italiener bewahrt haben, sondern eine starke Anlage von Begeisterungsfähigkeit und Gewissenhaftigkeit."
"Die Dichtung hat nicht die Aufgabe das zu schildern, was ist, sondern das was sein soll; oder das, was sein kĂśnnte, als TeillĂśsung dessen, was sein soll"
"Dichtungen gleichen Gemälden."
"Dichtung ist Erinnerung und Ahnen von Dingen; was sie besingt, ist nicht gestorben, was sie berĂźhrt, lebt schon."
"Den wert der dichtung entscheidet nicht der sinn [...] sondern die form."
"Das Reich der Dichtung ist das Reich der Wahrheit; // SchlieĂt auf das Heiligthum, es werde Licht!"
"Das Erste, was ein aufrichtiges GemĂźt aus der Betrachtung alter Fabel und Sage lernen kann, ist, dass hinter ihnen kein eitler Grund, keine Erdichtung, sondern wahrhafte Dichtung liegt."
"Bezeichnest du die Malerei als stumme Dichtung, so kann der Maler erst recht die Dichtung als blinde Malerei bezeichnen."
"Beschäftige dich mit Dichtung: Das spornt dir deinen Geist an. Sei es schlichte Prosa: Die labt dich ohne Mßhe, oder hohe Verskunst: Sie ist der reinste Genuss."
""Bei einem groĂen dichterischen Werk geht das aber nicht, da läĂt sich nicht ausweichen, alles, was zur VerknĂźpfung des Ganzen gehĂśrt und in den Plan hinein mit verflochten ist, muĂ dargestellt werden, und zwar mit getroffener Wahrheit."
"Aus dem Werke manches Dichters spĂźren wir wohl heraus, dass er irgendwie und irgendwo ein Genie ist, nur leider gerade nicht in seiner Dichtung."
"Auf ihrer hĂśchsten Warte und in ihren erhabensten SchĂśpfungen ist echte Dichtung der Ausdruck und die Begleiterscheinung echter Religion."
"Alle wahrhaft groĂe Dichtungen sind Variationen zum Schicksalsliede, seien es Maestosi, Allegri oder Scherzi."