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April 10, 2026
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"Ein literarischer Text ist wie eine Glocke. Wir lesen den Text â aus der Glocke erklingt der Ton. Wir sind mit dem Lesen fertig â und in der Glocke bleibt ein TĂśnen: Ein Summen nach dem Ton. Und ich bin Ăźberzeugt: einen literarischen Text ohne ein solches Summen gibt es Ăźberhaupt nicht, egal ob der Autor davon weiĂ oder nicht ...."
"âDenkt darĂźber nach ob das, was ihr vorhabt, gut oder chlecht ist... Vielleicht ist das, von dem du denkst, dass es gut fĂźr dich ist, fĂźr andere schlecht... Kommt, lasst uns so handeln, dass es fĂźr alle gut gut ist... Versteht ihr, liebe Menschen?â Weihnachtsgans mit Quitten (Komischer Thriller in einem Akt und elf Szenen), Aus dem Georgischen ins Deutsche Ăźbersetzt von Maia Liparteliani, Bearbeitet von Joachim Britze. Berlin: Verlag Theater der Zeit, 2015. S. 259 / Gabriel Bonifatius"
"âAber man gewĂśhnt sich an die Schulden... und... dass das ganze Leben in Schulden vergeht, auch daran habe ich mich gewĂśhnt...â"
"âIst das ein leben, wenn man sich schon wĂźnschen muss, ein Pferd zu sein?!â"
"Eine Gans bleibt eine Gans, egal wo sie quakt!"
"Stalin war, das muĂ sachlich festgestellt werden, eine sehr groĂe PersĂśnlichkeit, der geniale ZĂźge nicht abzusprechen sind. Politisch war er ein eiskalter und kluger FĂźhrer der Sowjetunion, der unter schwierigsten Umständen stets die Interessen seines Landes und seiner Partei vor Augen hatte und sie mit Ausnahme einiger schwerer Fehler in der letzten Phase seines Lebens weitgehend auch erfolgreich vertreten hat."
"So grob er [Stalin] anderen gegenßber sein kann, so leicht fßhlt er sich selbst beleidigt und, so ßberraschend das erscheinen mag, so launenhaft ist er. Seine Reaktionen sind primitiv. Sobald er sich ßbergangen glaubt, neigt er dazu, Menschen sowohl als Ereignissen den Rßcken zu kehren, mßrrisch seine Pfeife zu schmauchen und von Rache zu träumen."
"Mßhsam formte er [Stalin] seine Sätze und brachte keine Betonung auf, keine Wärme, keine Farbe. Die organische Schwäche seiner Natur, Kehrseite ihrer Stärke, ist seine vÜllige Unfähigkeit, Feuer zu fangen, sich ßber langweilige Trivialitäten zu erheben, zwischen sich und den ZuhÜrern ein lebendiges Band zu schaffen, in dem ZuhÜrer das bessere Selbst zu wecken. [...] Kalte Bosheit genßgt nicht, um die Seele der Massen zu erobern."
"Man muss natĂźrlich Stalin und Dserschinski fĂźr diesen wirklich groĂrussischen nationalistischen Feldzug verantwortlich machen."
"Koba denkt zu langsam, seine Ideenverbindungen sind zu monoton, sein Stil ist linkisch und ärmlich. Will er einen kräftigen Effekt hervorrufen, verfällt er in niedrige Ausdrucksweise."
"Gemessen an ihren Verbrechen waren Hitler und Stalin auf gleicher AugenhĂśhe, nur dass der eine den Krieg gewonnen hat. Das NS-Regime ist nicht an seinen Verbrechen, sondern an seiner Dummheit gescheitert."
"Bei Stalin war jedes Verbrechen mĂśglich, denn es gibt kein einziges, das er nicht begangen hätte [âŚ] ihm wird jedenfalls [âŚ] der Ruhm zufallen, der grĂśĂte Verbrecher der Geschichte zu sein."
"Stalin ist zu grob, und dieser Mangel, der in unserer Mitte und im Verkehr zwischen uns Kommunisten durchaus erträglich ist, kann in der Funktion des Generalsekretärs nicht geduldet werden. Deshalb schlage ich den Genossen vor, sich zu ßberlegen, wie man Stalin ablÜsen kÜnnte, und jemand anderen an diese Stelle zu setzen, der sich in jeder Hinsicht von Gen. Stalin nur durch einen Vorzug unterscheidet, nämlich dadurch, daà er toleranter, loyaler, hÜflicher und den Genossen gegenßber aufmerksamer, weniger launenhaft usw. ist."
"[W]er immer ein Gebiet besetzt, erlegt ihm auch sein eigenes gesellschaftliches System auf. Jeder fĂźhrt sein eigenes System ein, so weit seine Armee vordringen kann. Es kann gar nicht anders sein."
"ÂťWiĂt ihr, GenossenÂŤ, sagte Stalin, Âťwas ich Ăźber diese Frage denke? Ich meine, daĂ es vĂśllig unwichtig ist, wer und wie man in der Partei abstimmen wird; Ăźberaus wichtig ist nur das eine, nämlich wer und wie man die Stimmen zählt.ÂŤ"
"Natßrlich wird die Theorie gegenstandslos, wenn sie nicht mit der revolutionären Praxis verknßpft wird, genauso wie die Praxis blind wird, wenn sie ihren Weg nicht durch die revolutionäre Theorie beleuchtet."
"Was wäre die Folge, wenn es dem Kapital gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion wßrde ßber alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man wßrde die Arbeiterklasse und die unterdrßckten VÜlker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus wßrden liquidiert."
"Und der groĂe Lenin erleuchtet uns den Weg, Uns erzog Stalin zur Volkstreue."
"Es ist allgemein anerkannt, dass keine Wissenschaft ohne Kampf der Meinungen, ohne Freiheit der Kritik sich entwickeln und gedeihen kann. Aber diese allgemein anerkannte Regel wurde in unverfrorenster Weise ignoriert und mit FĂźĂen getreten. Es bildete sich eine abgekapselte Gruppe unfehlbarer leitender PersĂśnlichkeiten heraus, die, nachdem sie sich gegen jede MĂśglichkeit einer Kritik gesichert hatte, eigenmächtig zu wirtschaften und ihr Unwesen zu treiben begann."
"Man muss die Ăźberlebte Vorstellung fallen lassen, dass nur Europa uns den Weg weisen kĂśnne. Es gibt einen dogmatischen Marxismus und einen schĂśpferischen Marxismus. Ich stehe auf dem Boden des letzteren."
"Der Staat ist eine Maschine in den Händen der herrschenden Klasse zur Unterdrßckung des Widerstands ihrer Klassengegner. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Diktatur des Proletariats im Grunde genommen durch nichts von der Diktatur jeder anderen Klasse, denn der proletarische Staat ist eine Maschine zur Niederhaltung der Bourgeoisie."