First Quote Added
April 10, 2026
Latest Quote Added
"Wer Dankbarkeit fordert, verdient keine."
""Dass es uns lange gut geht, stĂśsst gegen die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wir werden gar nicht geboren zum GlĂźck. Das GlĂźck, wie wir es"
"Der Maler und der Beschauer vollenden zusammen ein Bild. Es ist ein Unterschied zwischen vollenden und fertig machen."
"Expressionismus heisst auf deutsch: ich mĂśchte gern und kann doch nicht. Expressionismus ist Geilheit der Impotenz, ist: grosse Worte um eine Verlegenheit."
"Frßher lebte man in einer Kunstanschauung hundert Jahre. Jetzt häutet sich die Generation zehnmal und verlangt, dass wir mitschwÜren""
"Ein Gentleman ist ein Händler im Frack."
"Zur hĂśheren Politik gehĂśrt ein hervorragender Mangel an Anstand."
"Es muĂ, es muĂ der Tag kommen, der den Irrtum von tausend Jahren wieder gutmacht. Der die entsetzlich klaffende, brandige Wunde an der Flanke Europas heilt."
"Wenn einer Friede sagt, dann widerspricht ihm eigentlich niemand. Man stimmt ihm eher zu, man redet in rßcksichtsvoll gedämpftem Tone zu ihm, wie zu einem Kranken."
"Da unsere Literatur endlich ihren eigenen Weg der Entwicklung nehmen kann, stehen wir vor der Frage: An welcher der Weltliteraturen sollen wir uns orientieren? Auf keinen Fall an der russischen. Das steht unumstÜsslich fest. Unsere politische Einheit darf nicht mit einer literarischen verwechselt werden. Die ukrainische Dichtung muss sich so schnell wie mÜglich von der russischen Literatur und ihren Stilen befreien. ...Die russische Literatur hat nämlich jahrhundertelang auf uns gelastet, sie hat unserer Psyche eingeprägt, den sklavischen Imitator zu geben ..."
"Ich erklärte ihm den Unterschied zwischen uns und den Russen und zeichnete eine Karte der Ukraine und ihrer Nachbarländer, damit er eine Vorstellung davon bekam, wo das Land lag; schlieĂlich klärte ich ihn auf, dass es mehr als vierzig Millionen Ukrainer gibt und dass das Land anderthalb Mal so groĂ wie Frankreich ist. Diese ganzen Fakten konnte ich herbeten, denn immer wieder musste ich Franzosen und andere Ausländer unterweisen, da sie keine Ahnung hatten, dass es dieses Land Ăźberhaupt gab."
"Die Offenbarung, die Besänftigung eines fremden Schmerzes und das Verständnis dafßr ist nur durch einen eigenen Schmerz mÜglich. Durch einen eigenen schneidenden, vergessenen Schmerz, der durch die Zeit und persÜnliches Wachstum zwar schrumpft, aber niemals vergeht"
"Ich habe mich nie fßr Cancel Culture begeistert. Aber vielleicht ist ja die Execute Culture, die die Russen mehrfach an freien UkrainerINNEn praktiziert haben, etwas, das die Welt stoppen mÜchte, bevor es wieder zu spät ist."
"Statt ßber den Umgang mit der russischen Kultur zu debattieren, sollten westliche Intellektuelle darßber sprechen, wie die nächste Hingerichtete Renaissance verhindert werden kann. Fßr Ukrainer:innen ist die sowjetisch-russische Säuberung ihrer nationalen Intelligenzija in den 1930er Jahren mehr als nur Erinnerung."
"Astolphe de Custine: Russische Schatten. Prophetische Briefe aus dem Jahre 1839 (Die Andere Bibliothek 12). NĂśrdlingen: Greno 1985."
"Das russische Volk ist von allen zivilisierten VÜlkern dasjenige, bei welchem das Rechtsgefßhl am schwächsten und unklarsten ist."
"Die VorsichtsmaĂregeln, die man in RuĂland anwendet, um sogenannte Staatsgeheimnisse zu verbergen, befestigen mich mehr, als es offene barbarische Handlungen vermĂśchten, in dem Gedanken, daĂ dieses Land nichts als eine heuchlerische Tyrannei ist. Verheimlichung ist die Maske einer groĂen Unmenschlichkeit; denn das Gute verschleiert man nicht so sorgfältig."
"Der politische Gehorsam ist fßr die Russen ein Kultus, eine Religion geworden. Nur in diesem Lande, wenigstens glaube ich es, hat man die Märtyrer ihre Henker fast anbeten sehen."
"Er, der ewig vorwärts strebt â // Der Geist, stĂźrmend zum Gefecht, // Zum Gefecht fĂźr GlĂźck und Recht, â // Er ist nicht tot, er lebt!"
"ZerstÜret diesen Fels! Trotz Hitze, Glut, trotz Kälte, // Trotz Hungersqual und Durst, denn Ihr seid hier Erwählte, // Und Euch befahl dies Werk des Himmels Allmacht hehr!"
"Ich wßnschte, ich hätte diesen Film nie machen mßssen. Ich kann die Geschichte nicht ändern. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern. Aber wir alle zusammen⌠unter euch einige der talentiertesten Menschen der Welt, wir kÜnnen dafßr sorgen, dass die Geschichte richtig aufgezeichnet wird und dass die Wahrheit die Oberhand gewinnt und dass die Menschen von Mariupol und diejenigen, die ihr Leben geopfert haben, niemals vergessen werden."
"Sprache ist das beste Mittel zur Integration."
"Man kann a weng Geburtstag feiern. Man fragt: Wer ist denn a weng gestorben? Man kann a weng das Fenster aufmachen und sich a weng a TĂźte geben lassen."
"In all diesen Tätigkeitsfeldern und Begegnungszusammenhängen wurde es fĂźr viele Personen erfahrbar, dass die Begegnung mit Heinz Grill andere Menschen zu einer freieren Bewusstheit, einer tief empfundenen Lebensnähe, einer kĂśrperlichen und seelischen Regeneration sowie einer grĂśĂeren Lebenszuversicht gefĂśrdert hat. Dies macht auf eindrĂźckliche Weise deutlich, wie eine geistig-seelische Aufbauleistung von Mensch zu Mensch unmittelbar stärkend wirken und sogar, wie dies vielfach erlebt und bezeugt wurde, heilsam ausstrahlen kann."
"Durch die Auseinandersetzung mit dem BÜsen, mit dem Negativen in der Welt, mit all den Erscheinungsformen, die dem Menschen so unangenehm und widersprßchlich anmuten, kann man sich, wenn man mit einer mutigen Ansicht bereit ist, im Inneren aufrichten und kann sich darßber hinaus gesundheitlich stärken."
"Zwei Menschen begegnen sich und beide nehmen sich in dieser Weise so klar, so objektiv, so vornehm, so wĂźrdevoll und vielleicht sogar auch humorvoll â es gibt viele Formen der Wahrnehmung â aber so wĂźrdevoll, so achtsam, so bewusst, so strebend nach dem Geiste, nach der Wahrheit wahr, dass sie sich in ihrem eigenen Selbst stärken."
"Jeder einzelne Mensch besitzt die MÜglichkeit, sich selbst im Denken zu geordneten und logischen Gedankenabläufen zu erziehen. Je geordneter ein Gedanke im Zusammenhang zu einem nächsten Gedanken, einem Thema oder einer Sache, oder in Beziehung zu den Mitmenschen, zur Kultur und zum sozialen Leben gedacht wird, desto mehr fÜrdert er in der Folge ein gesundes Gefßhlsleben"
"Das Ich-Selbst ist jenes Glied, das das Menschsein Ăźber alle Begrenzungen zu erheben vermag und die Entwicklung des Daseins im Sinne von Erweiterungen und AufbaumĂśglichkeiten fĂśrdert."
"So wie die Sonne nicht ihr Licht von der Erde gewinnen kann, sondern ihre Strahlen unabdingbar, eigenständig und uneingeschränkt aussendet, so sollte auch das Bewusstsein sich selbst der produktiv-aktiven Tätigkeit des Gestaltens und Arbeitens bewusst werden und darin den Aufgabenschritt sehen."
"Die vermeintliche Annahme, man stehe grundsätzlich auf der richtigen Seite des Glaubens und auf der Seite des friedvollen Volkes, impliziert die unverrßckbare Feststellung, dass die anderen auf der falschen Seite des Glaubens stehen, kriegerische Absichten hegen und Sekte sind. Das Wagnis, an den anderen und seine Wirklichkeit zu denken, wäre ein Grundstein gegen religiÜse Diskriminierung und wßrde die individuellen Kräfte fßr eine gelungene Friedenspolitik schaffen."
"Einer der bedeutungsvollsten Schritte zu einem Heilwerden des menschlichen Daseins liegt in der Ausprägung einer bewuĂten, aktiven Aufmerksamkeit. In dieser scheinbar so einfachen Disziplin liegt ein bewuĂteres Schauen, ein reineres In-Beziehung -Treten zu den Bildern der Natur und den Erscheinungsformen des Daseins"
"In der Art und Weise, wie die Sinne an den Formen und Konturen entlangtasten, erweckt sich im Inneren das GefĂźhl und die Sehnsucht nach Harmonie."
"Eine flieĂende Bewegung fĂśrdert Empfindungen und Sicherheit. Aus der Sicherheit entsteht der tragende und erbauende Rhythmus, der das Klettern zur Kunst erhebt."
"Nicht nur die Sonne, auch der Mensch erzeugt das Licht in seiner Seele, indem er sich fĂźr seine Mitmenschen interessiert."
"Klettern kann Menschen miteinander verbinden. Je mehr aber die persĂśnliche Leistung das vorrangige und alleinige Ziel wird, desto leichter entstehen Trennungen."
"ich habe Angst bekommen vor der Sprache, die Millionen von mehrheitlich friedlichen BĂźrgern Ăźberzeugen kann, im Recht zu sein, andere zu ermorden."
"Ich bin keine Schriftstellerin mehr und werde es vielleicht nie mehr sein kĂśnnen. WĂśrter erstarren in mir, sie sterben ab, gehen zugrunde mit jeder weiteren Rakete, die meine Welt beschieĂt und zerfetzt."
"Deine Heimat ist dort, wo deine Toten liegen. Ein schĂśner Satz, leider nicht von mir. Ich wĂźrde sagen: Deine Heimat ist dort, woher deine Traumata stammen. ."
"Gegen Leute mit Maschinengewehren helfen keine Metaphern."
"Geschichte durchdringt unser Leben."
"Der Weg der Bomben und Panzer wird immer auch von BĂźchern geebnet, und wir sind zurzeit Augenzeugen davon, wie die Wahl der LektĂźre das Schicksal von Millionen beeinflusst."
"Ich denke nicht, dass man die Gespenster vertreiben muss; ich glaube, man muss sich zu ihnen ans Feuer setzen und dort, vom Angstschweià durchnässt, zähneklappernd, die Hosen voll, seinen Platz und seine Rolle einnehmen, die ganze Rolle."
"Die Welt, sie wird dich schlecht begaben, glaube mir's! Sofern du willst ein Leben haben: raube dir's!."
"Die beiden Aspekte: Reisen und Schreiben haben dieses Leben vornehmlich bestimmt und zur geistigen Gestalt geformt. Die groĂen weiten Reisen in alle Erdteile erforderte der kaufmännisch-juristische Beruf. Was Overhoff gleichzeitig daraus machte, verdankt sich seinem Talent und seiner Bildung."
"Tief ist den Menschen das Reisen im Blute. Kein Märchen, keine Sage, kein Buch, das es nicht verriete in dem ganzen, ungeheuren Schatz von Ăberlieferungen."
"Geschichte reiĂt nicht ab, ist nicht zum Stillstand zu bringen, aus ihrem Kontinuum kann niemand beliebig ausbrechen, [âŚ] wir haften fĂźr die SĂźnden unserer Väter wie unsere Kinder fĂźr die unsrigen haften werden."
"Europa soll durch Ăberflutung mit Parolen aus der kommunistischen Schlagwortfabrik sturmreif gemacht werden, durch deren gedankenlose oder bĂśswillige Nachbeter in den eignen Reihen."
"Begreifen wir jetzt die geschmeichelte Verlegenheit der Japaner, sobald man sie nach ihren alten Sitten fragt? Etwas in ihnen weiĂ mehr als sie selber: dass die kommende Einheitserde nur zu ertragen sein wird, wenn jeder von uns seine ganze Vergangenheit mitbringt. Die da meinen, das Umgekehrte täte not, die Weltlosen und deshalb Zukunftshungrigen, die ins Morgen vorrennen, weil sie hinter sich selber zurĂźckbleiben â sie sind die ewig Gestrigen."
"Als bedĂźrfte das Eigene des Fremden, um sich selbst zu begreifen."
"Anästhesie des Gefßhls durch Arbeit, das probate & älteste Mittel fßr den 1/2wegs Sensiblen, dem daraufhin das ebenfalls älteste Eingeständnis "Leben ist nur selten des Lebens wert," vorerst erspart bleiben kann."