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April 10, 2026
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"Ein Fälscher ist, wer Nietzsche interpretiert, indem er Zitate aus ihm benutzt, denn er kann ihn all das sagen lassen, worauf er selbst aus ist, indem er authentische Worte und Sätze nach freien Belieben geschickt arrangiert. Im Bergwerk dieses Denkers ist jedes Metall zu finden: Nietzsche hat alles gesagt und das Gegenteil von allem. Und überhaupt ist es unredlich, sich der Zitate aus Nietzsche zu bedienen, wenn man über ihn spricht; man verleiht so den eigenen Worten Gewicht durch die Wirkung, die von ihm ausgeht, daß die seinen in ihnen erscheinen."
"Niemals war ein Herrscher bei den Deutschen so populär gewesen wie Hitler. [...] Noch heute zeigt sich das Land von ihm besessen, indem es alle zwei Minuten schwört, ihn überwunden zu haben. Diese Bindung wurde bewirkt durch die gemeinsam verübten Verbrechen von einem Ausmaß, wie es die Welt bis dahin noch nicht gekannt hatte."
"In allen Debatten über die Lehrplanung der kulturwissenschaftlichen Fächer an den Unis fordern die Studenten stets eine stärkere Berücksichtigung des Aktuellen und Modernen; aber gerade die Erfahrung der Universität lehrt uns: Von der Moderne hat man keinen Begriff, wenn man nicht auch die vormoderne Gesellschaft versteht."
"Der Mann fühlt sich in der Zivilisation einfach nicht heimisch. Ihm das vorzuwerfen hieße, einem Büffel darüber Vorhaltungen zu machen, dass ein Antiquitätenladen nicht seine natürliche Umwelt darstellt. (…) Für den Aufenthalt in der Zivilisation muss er erzogen werden. Die Zivilisation wurde also von den Frauen erfunden. Ihr eigentliches Ziel war die Zähmung der Männer."
"Was er schreibt, ist ununterbrochen schön."
"Meine ganze Arbeit hatte zum Ziel zu zeigen, daß der christliche Glaube höherstehend ist und nicht bloß eine weitere Mythologie."
""Die mimetische Theorie reagiert auf die Neigung des zwanzigsten Jahrhunderts, überall nur Fiktives zu sehen. Auch heute ist es beinahe Pflicht, alles in den Mythen für imaginär, spielerisch, poetisch, lyrisch, traumartig, psychoanalytisch zu halten"
"Das Medium ist die Botschaft - The Medium is the Message. (Interviews). Hg. v. Martin Baltes, Fritz Boehler, Rainer Höltschl, Jürgen Reuß, Dresden 2001, ISBN 978-3-86572-400-7, ISBN 3-3640-0400-5"
"Umwelten sind keine passiven Hüllen, sondern eher aktive Vorgänge, die unsichtbar bleiben."
"Die neue elektronische Interdependenz formt die Welt zu einem globalen Dorf."
"Der eigentliche, totale Krieg ist zu einem Informationskrieg geworden."
"Das Medium ist die Botschaft."
"Stierkampf bietet eine mächtige Metapher für das Leben selbst: Jeden kann es erwischen, doch Stil kann dabei nicht schaden."
"Die alten Menschen sind größer, reiner und heiliger gewesen, als wir, es hat in ihnen und über sie noch der Schein des göttlichen Ausgangs geleuchtet, etwa wie helle, reine Körper noch eine Weile fortleuchten oder glänzen, wenn man sie unmittelbar aus dem grellen Sonnenstrahl in dichte Dunkelheit versetzt."
"Das Erste, was ein aufrichtiges GemĂĽth aus der Betrachtung alter Fabel und Sage lernen kann, ist, daĂź hinter ihnen kein eitler Grund, keine Erdichtung, sondern wahrhafte Dichtung liegt; [...] objective Begeisterung"
"Es kommt nicht auf die groĂźen Sachen an, sondern auf den Alltag der Tyrannei, der vergessen wird. Tausend MĂĽckenstiche sind schlimmer als ein Schlag auf den Kopf. Ich beobachte, notiere die MĂĽckenstiche..."
"Keine siegreiche Revolution ohne Idee. Bestimmt! Aber ebenso bestimmt: Nicht die Idee macht die Revolution, sondern die Not bringt sie zum Ausbruch. Und einmal in Aktion, weicht sie von der Idee ab."
"Wer denkt, will nicht ĂĽberredet, sondern ĂĽberzeugt sein; wer systematisch denkt, ist doppelt schwer zu ĂĽberzeugen."
"Was jemand willentlich verbergen will, sei es vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewußt in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag."
"Von der Gegenwart bis zum Tode leben wir in allen Stunden, aber zum Erlebnis werden uns nur die auĂźerordentlichen, in denen unsere Leidenschaft schwingt, in denen wir das Wirken des Schicksals spĂĽren."
"Alles war doch bei uns [den Deutschen, d. Verf.] nicht nur schlimmer, sondern im Kern anders und giftiger als in Italien. [...] Doch nun der Einwand, den ich mir jahrelang immer auf neue gemacht habe: überschätzte ich nicht, weil mich das selber so furchtbar traf, die Rolle des Antisemitismus innerhalb des nazistischen Systems? Nein, ich habe sie nicht überschätzt, es liegt jetzt ganz klar am Tage, daß er das Zentrum und in jeder Hinsicht das entscheidende Moment des gesamten Nazismus gebildet hat."
"Antisemitismus als soziale, als religiös und wirtschaftlich begründete Abneigung ist zu allen Zeiten und in allen Völkern, bald hier, bald dort, bald schwächer, bald stärker, aufgetreten; ihn an sich gerade den Deutschen und ihnen allein zuzurechnen, wäre durchaus ungerecht."
"Dennoch bleiben die Leute wunderlich. Aber was soll’s, man kann ja nicht aus der Menschheit aussteigen."
"Mir haben nach der Entführung viele Leute geschildert, was man den Erpressern alles antun sollte. Ich wollte das nie hören. Ich habe es als abstoßend empfunden. Es zeigte mir, dass fremde Leute mein Schicksal zum Anlass nahmen, um ihre eigenen bösartigen Fantasien auszuleben."
"Wie sowohl Adorno als auch Foucault verdeutlichen, muss man nicht souverän sein, um moralisch zu handeln, vielmehr muss man seine Souveränität einbüßen, um menschlich zu werden."
"Die Naturalisierungen der Heterosexualität wie auch der männlichen sexuellen Aktivität sind diskursive Konstruktionen."
Young though he was, his radiant energy produced such an impression of absolute reliability that Hedgewar made him the first sarkaryavah, or general secretary, of the RSS.
- Gopal Mukund Huddar
Largely because of the influence of communists in London, Huddar's conversion into an enthusiastic supporter of the fight against fascism was quick and smooth. The ease with which he crossed from one worldview to another betrays the fact that he had not properly understood the world he had grown in.
Huddar would have been 101 now had he been alive. But then centenaries are not celebrated only to register how old so and so would have been and when. They are usually celebrated to explore how much poorer our lives are without them. Maharashtrian public life is poorer without him. It is poorer for not having made the effort to recall an extraordinary life.
I regret I was not there to listen to Balaji Huddar's speech [...] No matter how many times you listen to him, his speeches are so delightful that you feel like listening to them again and again.
By the time he came out of Franco's prison, Huddar had relinquished many of his old ideas. He displayed a worldview completely different from that of the RSS, even though he continued to remain deferential to Hedgewar and maintained a personal relationship with him.