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April 10, 2026
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"Unter der Herrschaft des Kapitals ist alles Ware und muĂ fĂźr Geld zu haben sein: Autos, Bananen, Waffen, Exportlizenzen, Parteien, Abgeordnete, Minister, Präsidenten, Professoren, Zeitungen, EnthĂźllungen, Stasiakten, Stasiaktenverwalter, Bänkelsänger, Meinungen, Männer, Frauen. Was so anklägerisch klingt...ist durchaus ein zivilisatorischer Fortschritt: Geld regelt, was in einer Gesellschaft der Ungleichen sonst mit Gewalt geregelt werden mĂźĂte."
"Man nennt das den amerikanischen Traum. Wer Ăźberleben will, nimmt die von der BewuĂtseinsindustrie angebotenen Drogen, läĂt sich einreden und glaubt es schlieĂlich fest, daĂ es die glĂźckselige Bestimmung des Menschen ist, in Blechkisten Ăźber Asphaltbahnen zu kriechen, im Disco-Fieber zu zucken und beim Massakrieren von indianischen Untermenschen vor der Glotze sich mit Americas premium quality beer vollaufen zu lassen."
"Der Wettbewerb um die Gunst der Konsumenten zwingt die privatwirtschaftlichen Medien, alles zu unterlassen, was die Instinkte und Vorurteile der Leser, HĂśrer und Seher stĂśren kĂśnnte."
""Denn eines kann die legendäre hochindustrialisierte moderne Gesellschaft, die fast alles kann, nicht: Erklären, warum sie nicht funktioniert, jedenfalls nicht so, wie ihre Sonntagsredner das immer behaupten"
"Zeitungsbesitzer wollen Zeitungsbesitzer bleiben. Sie lassen die Welt in ihren Zeitungen meist so darstellen, als wäre der private Handel mit Informationen im Interesse der Mehrheit."
"Wenn die Journalisten im Kapitalismus feierlich werden, muss man sich nach der Gewinnspanne erkundigen."
"Viele Kollegen machen sich vor, daĂ man zwar ein halbes Jahr lernen muĂ, um ein Schwein zu zerlegen, oder drei Jahre, um einen Anzug nähen zu kĂśnnen, daĂ aber jeder schreiben kann, sobald er etwas erregt ist."
"Ohne Forschungsarbeit kann man nichts verstehen."
"Intelligenz schĂźtzt nicht vor Dummheit."
"Eine Ăberzeugung ist eine Wanne, in die läĂt man sich gerne sinken."
"Eine der groĂen mĂśrderischen Ăberzeugungen unserer Zeit ist, jeder dĂźrfe Geld verdienen, soviel er wolle, und darĂźber frei verfĂźgen."
"Die Undeutlichkeit der Informationsmassen nĂźtzt den Besitzenden."
"Die Herrscher wären keine Herrscher, wenn sie nicht auch die Gehirne beherrschten."
"Bemßhung um besseren Stil ist Bemßhung um demokratischere Verhältnisse."