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April 10, 2026
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""Der Pfarrer Meslier schreibt einen Stil wie ein Droschkengaul, aber dieser Gaul kann ganz gehĂśrig ausschlagen." â Voltaire, Brief an HelvĂŠtius vom 1. Mai 1763, (zitiert nach): Friedrich Hagen, Jean Meslier oder ein Atheist im Priesterrock. Literarischer Verlag Helmut Braun KG, Leverkusen, ISBN 3880970467, S. 48. (Volltext)."
""Vereinigt Euch also, VĂślker und brecht mit vereinter Kraft das Joch der Tyrannei und des Aberglaubens!" â Das Testament des AbbĂŠ Meslier. Die Grundschrift der modernen Religionsktitik. Neu herausgegeben und eingeleitet von Hartmut Krauss, Hintergrund Verlag, OsnabrĂźck 2005, ISBN 3-00-015292-X, S. 393/394, Ăbersetzung von GĂźnther Mensching."
":(Original fr.: ÂŤ L'Ătre ne peut avoir ĂŠtĂŠ crĂŠĂŠ, le temps ne peut avoir ĂŠtĂŠ crĂŠĂŠ, pareillement l'ĂŠtendue ni le lieu ou l'espace ne peuvent avoir ĂŠtĂŠ crĂŠĂŠs, et par consĂŠquent, point de crĂŠateur.Âť"
"Sein, Raum und Zeit, wie auch die Ausdehnung (Ort und Raum) kĂśnnen nicht geschaffen sein, und folglich gibt es keinen SchĂśpfer."
"Es ist nur die Folge solcher dunklen Reden, dass sie [die Christen] einen Gott in drei Personen oder drei Personen in ein und demselben Gott verehren dass; sie ,GĂśtter aus Teig und Mehlâ verehren und sich sogar die Macht zugestehen, jene herzustellen und so viele davon herzustellen, wie sie wollen; denn ihrem Prinzip gemäà brauchen sie ja nur vier Worte Ăźber jede gewĂźnschte Menge dieser kleinen Gebilde aus Teig und Mehl oder eine beliebige Anzahl Gläser mit Wein auszusprechen., seien es Tausende oder Millionen. ... Welche Torheit, Ăźberhaupt auf einen solchen Gedanken zu kommen."
"Der so hoch angesehene falsche Prophet Mohammed hat durch Täuschung und Betrug seine Gesetze und seine Religion im ganzen Orient durchgesetzt, indem er seine Leute glauben machte, jene seien ihm durch den Engel Gabriel vom Himmel geschickt worden."
"Dass all die GroĂen der Erde und alle Adligen mit den Gedärmen der Priester erhängt und erwĂźrgt werden sollten."
"Alle Religionen der Welt sind nichts als menschliche Erfindungen, nichts als IrrtĂźmer, Einbildung und Betrug."
"Wir sind der festen Ăberzeugung, daĂ ein gewaltig christlich-sozialer Fehler dadurch geschehen ist, daĂ man sich zur Zeit entweder gar nicht oder doch in ganz verkehrter Weise um die Arbeiter bemĂźht hat."
"Wie ßbel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte."
"Was einmal alle Welt tut, glaubt der einzelne ohne weiteres auch tun zu dßrfen. Und da nun die Welt im ganzen in neuerer Zeit in ihrer Richtung auf Geld und Gut recht viele verkehrte Grundsätze und Gebräuche hervorgebracht hat, so verfallen sehr viele Christen, ohne besonderen bÜsen Willen, in sehr verkehrte Handlungsweisen. Das ist vielleicht mehr Irrtum als Unrecht."
"Unser Herrgott aber hat den heiligen Ehestand von Anfang an nicht zu einem BuĂwerk bestimmt; wenn er es doch wird, dann hat der tĂśrichte Mensch ihn selbst dazu gemacht."
"So weit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter, als Menschen denken kĂśnnen."
"Sich heldenmĂźtig ins Unvermeidliche fĂźgen ist ja auch Weisheit."
"In demselben MaĂe, als die BedĂźrfnisse sich vermehren und das Leben kostspieliger wird, jeder viel haben will und haben muĂ, um in seiner Weise zu existieren, in demselben MaĂe sinkt der Ăśffentliche Kredit, das groĂe Vertrauen, Ăźberschlagen sich die Spekulanten und greift Unredlichkeit und Betrug um sich."
"Es ist eine beliebte Manier der herrschenden Zeitungsschreiberei, solche Tatsachen oder Erscheinungen im Ăśffentlichen, sozialen oder kirchlichen Leben, die gewissen Parteien nicht in den Kram passen, entweder mĂśglichst kurz und oberflächlich abzutun oder gar sie so schief zu drehen und zu zerren, daĂ jedenfalls die Sache dadurch aus ihrem wahren und natĂźrlichen Lichte hinausgerĂźckt wird, oder auch sie vĂśllig zu ignorieren, was man die Manier des âTotschweigensâ nennt."
"Eine rechtschaffene Ehe kommt mir vor wie ein schweres, inhaltreiches Buch, drin eine sehr reiche, sehr tiefe, sehr vielfältige Lebensweisheit steht, zwar fĂźr jedermann verfaĂt, aber von wenigen wirklich gefaĂt und begriffen."
"Die Menschen werden selten durch fremden Schaden klug."
"Die Leute leben und wirtschaften, als ob sie das wirkliche Christentum mit seinem ewigen Leben wenig oder gar nichts kĂźmmerte."
"Die alte Zeit liegt zu fern von uns ab, als daà wir ihre Bräuche unmittelbar hinßbernehmen kÜnnten."
"Das Gesetz der Liebe ist viel enger, strenger und hĂśher als alle Rechte und Gesetze der Menschen, und eine gegen die Liebe gehende Handlungsweise mit ihrer weltlichen und gesetzlichen Erlaubtheit entschuldigen wollen, heiĂt darum geradesoviel, als sich in irdischen Geschäften auĂerhalb des Bereiches des Christentums stellen, dessen Grundgesetz die Liebe ist."
"Wäre die Ehe ein gutes Sakrament, hätten die Priester es fßr sich behalten."
"Wir haben also als Missverständnis: [âŚ] eine kirchliche Ordnung, mit Priesterschaft, Theologie, Cultus, Sakramenten; kurz, alles das, was Jesus von Nazareth bekämpft hatte."
"Verfolgung der Andersdenkenden ist Ăźberall das Monopol der Geistlichkeit."
"Ich kann nicht verstehen, wie man Gott in einem Priesterseminar finden soll."
"Ich halte Kunst nicht fßr ein Spielwerk, sondern fßr das ernste hohepriesterliche Geschäft, zugleich aber auch fßr die lebenslängliche holde Gefährtin des Glßcklichen, dem sie sich offenbarte."
"Ich glaube, dass der KĂźnstler nicht bloĂ charmanter Gesellschafter oder Lebensphilosoph, sondern Priester des Ewigen sei."
"Es ist gar viel Dummes in den Satzungen der Kirche. Aber sie will herrschen, und da muà sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fßrchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen. Sie hat ihnen auch die Bibel lange genug vorenthalten, solange als irgend mÜglich."
"Drei Dinge sind nicht zu ermßden: ein Knabe auf der Gasse, ein Mägdlein am Tanz, ein Priester im Opfer."
"Gott hat mir immer geholfen. Er wird mir auch kĂźnftig helfen."
"Das Beste, was wir auf der Welt tun kĂśnnen, ist Gutes tun, frĂśhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen."
"Ja, es stimmt: wir haben einen furchtbaren Krieg hinter uns, einen Krieg, der uns zerstÜrte Kirchen und Häuser und ein Heer von Toten zurßckgelassen hat. Aber zerstÜrte Kirchen und Häuser lassen sich wieder aufbauen, und Menschen werden jeden Tag genug geboren."