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April 10, 2026
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"Antonio R. Damasio stellt den Dualismus in Frage, der bis heute das westliche Denken beherrscht: Geist versus KĂśrper, Verstand versus GefĂźhl, Biologie versus GefĂźhl. Durch sein Buch erkennen wir â mĂśglicherweise zum ersten Mal â die enge Verbindung zwischen unserem neuralen Gewebe und den HĂśhen und Tiefen menschlichen Erfahrens und Erlebens."
"Alle diese Jugendlichen erwerben einen hohen Grad an Kompetenz auf einem schwierigen Gebiet und weisen intelligentes Verhalten auf, wie auch immer man diesen Begriff definieren will. Und doch muà man zugeben, daà gegenwärtige Methoden der Intelligenzmessung nicht fein genug sind, um die Fähigkeit oder Leistung eines Menschen einzuschätzen, nach den Sternen zu segeln, eine fremde Sprache zu lernen oder mit Hilfe eines Computers Musik zu komponieren."
"NatĂźrlich kĂśnnen Drogen die kĂźnstlerische Arbeit befeuern, das weiĂ man von Goethe, Freud, Bukowski und vielen anderen. Aber die haben eben auch die Regel befolgt: Im Rausch schreiben, nĂźchtern gegenlesen."
"Sigmund Freud und auch der franzÜsische Ethnologe Claude LÊvi-Strauss haben uns eingehämmert, wir Menschen seien die einzigen Kulturwesen. Die Vorstellung einer tierischen Kultur war deshalb im Westen undenkbar."
"Nicht die Psychoanalyse ist neu, sondern Freud. / Sowie nicht Amerika neu war, sondern Columbus. Psychoanalyse gab es immer; jeder Arzt, jeder Dichter, jeder Staatsmann, jeder Menschenkenner muĂte es sein, war es unbewuĂt oder automatisch."
"Das beste bei Freud finden Sie schon bei Plato. [...] Sie täten besser daran, Spinoza zu lesen."
"âWir mussten Freud recht geben, wenn er in unserer Kultur, unserer Zivilisation nur eine dĂźnne Schicht sah, die jeden Augenblick von den destruktiven Kräften der Unterwelt durchstoĂen werden kann [âŚ]â â Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers. Frankfurt/M.: S. Fischer, 1992 [1942], S. 18."
"Ich kann die Gestapo jedermann aufs beste empfehlen."
"Wir mÜgen noch so oft betonen, der menschliche Intellekt sei kraftlos im Vergleich zum menschlichen Triebleben, und recht damit haben. Aber es ist doch etwas Besonderes um diese Schwäche; die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich GehÜr geschafft hat. Am Ende, nach unzählig oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch."
""Denken Sie an den betrĂźbenden Kontrast zwischen der strahlenden Intelligenz eines gesunden Kindes und der Denkschwäche des durchschnittlichen Erwachsenen. Wäre es so ganz unmĂśglich, dass gerade die religiĂśse Erziehung ein groĂes Teil Schuld an dieser relativen VerkĂźmmerung trägt?" â Die Zukunft einer Illusion, Leipzig IPV 1927. Kapitel IX bei textlog.de"
""Mit Sicherheit weiĂ ich nur das eine, daĂ die Werturteile der Menschen unbedingt von ihren GlĂźckswĂźnschen geleitet werden, also ein Versuch sind, ihre Illusionen mit Argumenten zu stĂźtzen. [âŚ] Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem MaĂe es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der StĂśrung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden." â Das Unbehagen in der Kultur, Leipzig IPV 1930, Seite 136 (Kapitel VIII SchluĂfolgerungen: Schicksalsfrage der Beherrschung des Agrresions- und Selbstvernichtungstriebs am Ende bei textlog.de)"
""DaĂ sie dem jugendlichen Menschen verheimlicht, welche Rolle die Sexualität in seinem Leben spielen wird, ist nicht der einzige Vorwurf, den man gegen die heutige Erziehung erheben muĂ. Sie sĂźndigt auĂerdem darin, daĂ sie ihn nicht auf die Aggression vorbereitet, deren Objekt er zu werden bestimmt ist. Indem sie die Jugend mit so unrichtiger psychologischer Orientierung ins Leben entläĂt, benimmt sich die Erziehung nicht anders, als wenn man Leute, die auf eine Polarexpedition gehen, mit Sommerkleidern und Karten der oberitalischen Seen ausrĂźsten wĂźrde." â Das Unbehagen in der Kultur, Leizig IPV 1930, S. 117 FuĂnote 1 books.google Kapitel VIII SchluĂfolgerungen GlĂźckseinbuĂe durch die Steigerung des SchuldgefĂźhls als Preis fĂźr den Kulturfortschritt bei textlog.de"
"âMan kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daĂ die Menschen gemeinhin mit falschen MaĂstäben messen, Macht, Erfolg und Reichtum fĂźr sich anstreben und bei anderen bewundern, die wahren Werte des Lebens aber unterschätzen.â Das Unbehagen in der Kultur, Leipzig IPV 1930, S. 5 books.google, erster Satz des Kapitels I GefĂźhl der Hilflosigkeit als Ursache des BedĂźrfnisses nach Religion bei textlog.de"
""Im Moment, da man nach Sinn und Wert des Lebens fragt, ist man krank, denn beides gibt es ja in objektiver Weise nicht; man hat nur eingestanden, daĂ man einen Vorrat von unbefriedigender Libido hat, und irgend etwas anderes muĂ damit vorgefallen sein, eine Art Gärung, die zur Trauer und Depression fĂźhrt." Brief an Marie Bonaparte vom 13. August 1937, in: Briefe 1873â1939, Frankfurt a.M. 1960, S. 429. (Zweite, erweiterte Auflage, 1968, S. 452.)"
"Zunächst sind wir geneigt, den Wert des Kriteriums der BewuĂtheit [...] recht herabzusetzen. Aber wir täten unrecht daran. Es ist damit wie mit unserem Leben; es ist nicht viel wert, aber es ist alles, was wir haben."
""Ausgangspunkt dieser ErĂśrterungen kann der Anschein werden, daĂ in den Produktionen des UnbewuĂten [...] die Begriffe Kot (Geld, Geschenk), Kind und Penis schlecht auseinandergehalten und leicht miteinander vertauscht werden. [...] Ein sprachliches Zeugnis dieser Identität von Kind und Kot ist in der Redensart: ein Kind schenken erhalten. Der Kot ist nämlich das erste Geschenk, [...] von dem sich der Säugling nur auf Zureden der geliebten Person trennt [...]. Es ist wahrscheinlich, daĂ nicht Gold-Geld, sondern Geschenk die nächste Bedeutung ist, zu welcher das Kotinteresse fortschreitet. Das Kind kennt kein anderes Geld, als was ihm geschenkt wird [...]. Das Kotinteresse wird also zum Teil als Geldinteresse fortgesetzt, zum anderen Teil in den Wunsch nach dem Kinde ĂźbergefĂźhrt. In diesem Kindwunsch treffen nun eine analerotische und eine genitale Regung (Penisneid) zusammen." â Ăber Triebumsetzungen, insbesondere der Analerotik. Internationale Zeitschrift fĂźr Ărztliche Psychoanalyse, Bd. 4 (3), 1917, S. 125-30. â Gesammelte Werke, Bd. 10, S. 402â10. textlog.de"
"Das Kennzeichen des unreifen Menschen ist, daà er fßr eine Sache nobel sterben will, während der reife Mensch bescheiden fßr eine Sache leben mÜchte."