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April 10, 2026
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"Astolphe de Custine: Russische Schatten. Prophetische Briefe aus dem Jahre 1839 (Die Andere Bibliothek 12). NĂśrdlingen: Greno 1985."
"Das russische Volk ist von allen zivilisierten VÜlkern dasjenige, bei welchem das Rechtsgefßhl am schwächsten und unklarsten ist."
"Die VorsichtsmaĂregeln, die man in RuĂland anwendet, um sogenannte Staatsgeheimnisse zu verbergen, befestigen mich mehr, als es offene barbarische Handlungen vermĂśchten, in dem Gedanken, daĂ dieses Land nichts als eine heuchlerische Tyrannei ist. Verheimlichung ist die Maske einer groĂen Unmenschlichkeit; denn das Gute verschleiert man nicht so sorgfältig."
"Der politische Gehorsam ist fßr die Russen ein Kultus, eine Religion geworden. Nur in diesem Lande, wenigstens glaube ich es, hat man die Märtyrer ihre Henker fast anbeten sehen."
"Die Gegenwart, in der der Mensch lebt, wird nicht fĂźr ihn genuĂreich durch ruhigen Besitz des Erworbenen, sondern durch Streben nach hĂśheren Zielen."
"Die Freiheit wird einem nicht angeboren, sie wird nicht geschenkt, sie will erarbeitet sein, sie ist eine Folge des geistig durchgebildeten Charakters."
"Mensch sein heiĂt: selbstthätig sein nach vernĂźnftigen Zwecken."
"Die Einsichten, die Wissenschaften, sind dem Lernenden nicht zu geben, sondern er ist zu veranlassen, daà er sie finde, sich selbstthätig ihrer bemächtige. Diese Lehrmethode ist die beste, die schwierigste, die seltenste."
"[...] der Mensch ist nicht zur Ruhe bestimmt;"
"Der Grundsatz der Anschaulichkeit verlangt daher: gehe vom Anschaulichen aus und schreite von da aus zum Begrifflichen fort, vom Einzelnen zum Allgemeinen, vom Concreten zum Abstracten, nicht umgekehrt! Dieser Grundsatz gilt auf dem ganzen Gebiete des Unterrichts."
"[...] Bestimmung des Menschen: die Selbstthätigkeit im Dienste des Wahren, SchÜnen und Guten."