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"Besitz ist das Verhältnis zwischen Menschen. Er stellt eine riesige Macht dar, solange er allgemeine Anerkennung findet, die durch das Zwangssystem, das sich Recht und Staat nennt, aufrecht erhalten wird."
"Die unmittelbare Aufgabe, die sich Stalin gestellt hat, ist die Zersplitterung der Partei, die Beseitigung der Opposition, die Gewöhnung der Partei an die Methode der Hinrichtung."
"Der Bürgerkrieg hat bekanntlich seine Gesetze, und sie haben noch niemals als Gesetze der Humanität gegolten."
"Die Gesetze der Geschichte sind stärker als die bürokratischen Apparate."
"Die Kunst und die Wissenschaft suchen nicht nur keine Lenkung, sondern können von ihrem Wesen her keine dulden."
"Die Rache der Geschichte ist schrecklicher als die des mächtigsten Generalsekretärs. Ich wage zu glauben, dass das tröstlich ist."
"Die strategische Aufgabe der Vierten Internationalen besteht nicht in der Reformierung, sondern im Sturz des Kapitalismus."
"Die weltpolitische Lage in ihrer Gesamtheit ist vor allem gekennzeichnet durch die historische Krise der Führung des Proletariats."
"Es ist nicht unsere Sache, die Minister des Zaren zu stürzen, sondern den Zarismus durch die Revolution zu stürzen."
"Nach dem Tode Lenins wurde eine komplizierte und weitverzweigte historisch-literarische Institution geschaffen zur Fälschung der Geschichte unserer Beziehungen. Die Hauptmethode besteht darin, aus der ganzen Vergangenheit nur jene Momente, wo zwischen uns beiden Differenzen auftauchten, herauszureißen und dann, auf einzelne polemische Äußerungen, häufiger noch einfach auf direkte Empfindungen gestützt, das Bild eines ununterbrochenen Kampfes zweier 'Prinzipien' zu entwerfen."
"Nicht jeder erbitterte Kleinbürger könnte ein Hitler werden, aber ein Stückchen Hitler steckt in jedem von ihnen."
"Revolutionen pflegten sich stets durch Unhöflichkeit auszuzeichnen; wohl deshalb, weil die herrschenden Klassen sich nicht rechtzeitig die Mühe gaben, das Volk an gute Manieren zu gewöhnen."
"Von den zwölf Aposteln Christi war nur Judas ein Verräter. Hätte dieser aber die Macht übernommen, so würde er die elf anderen zu Verrätern erklärt haben und ebenso die übrigen Apostel, deren es nach Lukas siebzig gab."
""Jahrzehntelang bildet die oppositionelle Kritik nur das Sicherheitsventil für die Massenunzufriedenheit und eine Bedingung für die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaftsordnung:..." Leo Trotzki "Geschichte der Russischen Revolution" Teil 1"
"Jeder Staat wird auf Gewalt gegründet."
"Man muss für immer Schluss machen mit dem Popen- und Quäkergeschwätz über den heiligen Wert des menschlichen Lebens."
"das ist wirklich eine Meisterleistung. Da stand alles, aber auch alles drin. Unbegreiflich, wie das einer schreiben kann, der nicht in Deutschland lebt. Conclusion: Krieg oder Revolution. Ich weiß das nicht ... er weiß mehr und kann mehr, der Trotzki."
"Trotzki hat bislang in keiner ernsten Frage den Marxismus betreffend eine feste Position bezogen. Es gelingt ihm stets, in die Spalten dieser oder jener Meinungsverschiedenheit einzudringen und verlässt dann die eine Seite wieder zugunsten der anderen."
"Worin bestehen unsere Differenzen mit Trotzki? […] Kurz er ist ein Kautskianer."
"Was eine Koalition angeht, so kann ich darüber nicht einmal ernstlich sprechen. Trotzki hat schon vor langer Zeit gesagt, dass eine Verbindung unmöglich sei. Trotzki begriff das, und von jener Zeit an hat es keinen besseren Bolschewisten gegeben."
"Genossen, ich kenne den strengen Charakter der Verfügungen des Genossen Trotzki und bin so tief überzeugt, in so vollkommenem Maße überzeugt von der Richtigkeit, Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit der von Genossen Trotzki im Interesse der Sache erteilten Verfügung, dass ich die erteilte Verfügung voll und ganz unterstütze. W. Uljanow (Lenin)"
"Der Weg der Bomben und Panzer wird immer auch von Büchern geebnet, und wir sind zurzeit Augenzeugen davon, wie die Wahl der Lektüre das Schicksal von Millionen beeinflusst."
"Geschichte durchdringt unser Leben."
"Gegen Leute mit Maschinengewehren helfen keine Metaphern."
"Ich will aber Frohsinn, nicht Beben,// Mein Lied soll im Unglück ertönen,"
"Nein, nein, ich lebe! Ewig werd ich leben! // Sterben? Vielleicht sogar wär Sterben schön, // Doch etwas hält mich noch am Leben fest: // Ich liebe noch, ich lernte „auf ewig“ lieben! // Ich trag im Herzen, was nicht sterben kann!"
"Auf alten Fotos sind wir alle jung.// Auf alten Fotos sind auch Tote lachende Gestalten."
""Hab, Abendsonne, Dank für diesen Tag! Für die Ermattung, die mich jetzt begleitet." (aus dem Ukrainischen von Alois Woldan)"
""Ich hätte gern ein Wunder und ein bisschen Wein" (aus dem Ukrainischen von Alois Woldan)"
"Deine Heimat ist dort, wo deine Toten liegen. Ein schöner Satz, leider nicht von mir. Ich würde sagen: Deine Heimat ist dort, woher deine Traumata stammen. ."
"Ich bin keine Schriftstellerin mehr und werde es vielleicht nie mehr sein können. Wörter erstarren in mir, sie sterben ab, gehen zugrunde mit jeder weiteren Rakete, die meine Welt beschießt und zerfetzt."
"ich habe Angst bekommen vor der Sprache, die Millionen von mehrheitlich friedlichen Bürgern überzeugen kann, im Recht zu sein, andere zu ermorden."
"Ich wünschte, ich hätte diesen Film nie machen müssen. Ich kann die Geschichte nicht ändern. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern. Aber wir alle zusammen… unter euch einige der talentiertesten Menschen der Welt, wir können dafür sorgen, dass die Geschichte richtig aufgezeichnet wird und dass die Wahrheit die Oberhand gewinnt und dass die Menschen von Mariupol und diejenigen, die ihr Leben geopfert haben, niemals vergessen werden."
"Ich male sonnige Blumen, weil ich die Menschen liebe, ich male für die Freude und das Glück der Menschen, damit alle Völker einander liebenm damit sie wie Blumen auf der ganzen Erde leben.."
"Zerstöret diesen Fels! Trotz Hitze, Glut, trotz Kälte, // Trotz Hungersqual und Durst, denn Ihr seid hier Erwählte, // Und Euch befahl dies Werk des Himmels Allmacht hehr!"
"Er, der ewig vorwärts strebt – // Der Geist, stürmend zum Gefecht, // Zum Gefecht für Glück und Recht, – // Er ist nicht tot, er lebt!"
"Statt über den Umgang mit der russischen Kultur zu debattieren, sollten westliche Intellektuelle darüber sprechen, wie die nächste Hingerichtete Renaissance verhindert werden kann. Für Ukrainer:innen ist die sowjetisch-russische Säuberung ihrer nationalen Intelligenzija in den 1930er Jahren mehr als nur Erinnerung."
"Ich habe mich nie für Cancel Culture begeistert. Aber vielleicht ist ja die Execute Culture, die die Russen mehrfach an freien UkrainerINNEn praktiziert haben, etwas, das die Welt stoppen möchte, bevor es wieder zu spät ist."
"Die Offenbarung, die Besänftigung eines fremden Schmerzes und das Verständnis dafür ist nur durch einen eigenen Schmerz möglich. Durch einen eigenen schneidenden, vergessenen Schmerz, der durch die Zeit und persönliches Wachstum zwar schrumpft, aber niemals vergeht"
"Die Antwort "Gebt uns Waffen!" auf die Frage, wie man der Ukraine helfen könne – ist nicht das, was man von einer Menschenrechtlerin erwartet, aber es ist die Wahrheit. Weil das ganze System der UNO nicht in der Lage ist, die russischen Gräueltaten aufzuhalten."
"Es war wirklich unmenschlich. Die Gefangenschaft mit Folter und speziellen Zellen, die mit der Ausrüstung für Henker ausgestattet sind, um Menschen zu quälen. Daher ist es sehr wichtig, das auszusprechen. Ich möchte Sie vor diesem Problem warnen, dem die Welt gegenüberstehen kann, wenn wir es nicht zusammen stoppen. Die Russen haben kein Mitleid. Sie sind gnadenlos. Und sie wollen ganz Europa den Willen Russlands aufzwingen. Das haben sie mir gesagt, als ich in Gefangenschaft war."
"Zu welcher Zeit kann man sich erlauben, Pazifist zu sein? Die Ukraine befindet sich in der interessanten Situation, in der man diese Konzepte überprüfen kann. Aber jetzt sitze ich in meinem Studio und wir reden über Philosophie, obwohl ich den Beschuss höre. Ich bin gespannt, wie es weitergeht."
"Ich erklärte ihm den Unterschied zwischen uns und den Russen und zeichnete eine Karte der Ukraine und ihrer Nachbarländer, damit er eine Vorstellung davon bekam, wo das Land lag; schließlich klärte ich ihn auf, dass es mehr als vierzig Millionen Ukrainer gibt und dass das Land anderthalb Mal so groß wie Frankreich ist. Diese ganzen Fakten konnte ich herbeten, denn immer wieder musste ich Franzosen und andere Ausländer unterweisen, da sie keine Ahnung hatten, dass es dieses Land überhaupt gab."
"Unter dem Einfluß des Buches von Dsjuba begann ich selbst ukrainisch zu sprechen. Am Anfang fiel es mir schwer, ich kannte zwar die Sprache, doch mein aktiver Wortschatz war sehr begrenzt. Außerdem war es sehr schwierig, weil alle russisch sprachen und ich niemanden hatte, mit dem ich mich ukrainisch unterhalten konnte. Einmal bat ich einen jungen Mann auf ukrainisch, mir ein Buch zu reichen, und hörte ihn tatsächlich antworten: „Kannst du denn nicht reden wie ein Mensch?‘ Mir stieg das Blut zu Kopf. Nun wurde ich endgültig zum Ukrainer, so wie viele Sowjetjuden unter dem Einfluß der „antikosmopolitischen” oder „antizionistischen‘“ Propaganda zu Juden werden ..."
"Da unsere Literatur endlich ihren eigenen Weg der Entwicklung nehmen kann, stehen wir vor der Frage: An welcher der Weltliteraturen sollen wir uns orientieren? Auf keinen Fall an der russischen. Das steht unumstösslich fest. Unsere politische Einheit darf nicht mit einer literarischen verwechselt werden. Die ukrainische Dichtung muss sich so schnell wie möglich von der russischen Literatur und ihren Stilen befreien. ...Die russische Literatur hat nämlich jahrhundertelang auf uns gelastet, sie hat unserer Psyche eingeprägt, den sklavischen Imitator zu geben ..."
"Was taugst du noch // nachdem du die Maske verloren hast // die als kalter Panzer // deine Schmerzen stillte?"
"Wir fliegen in die Zukunft, und wenn es uns das Leben kostet. Wir geben nicht auf. Wir leisten Widerstand."
"Ich trage meine Freiheit vors Gericht und hinter Gitter // keiner wird sie mir nehmen // selbst wenn ich verende gehört sie noch mir."