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"Die sorgenfreie Erinnerung an vergangenen Schmerz bringt nämlich Freude."
"Die Welt ist ein Irrenhaus."
"Ein Brief errötet nicht."
"Wenn du einen Garten in einer Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen."
"Arbeiten sind angenehm, wenn sie getan sind."
"Der Speise Würze ist der Hunger, des Trankes der Durst, so höre ich Sokrates sagen."
"Die Anfänge aller Dinge sind nämlich klein."
"Sogar die Lüstlinge […] sagen, daß zunächst nur die Lust angestrebt, dann durch Gewohnheit gleichsam eine zweite Natur geschaffen werde."
"Jedes Lebewesen liebt sich selbst."
"Aber da ich kurz zuvor gesagt habe, unsere Vorfahren sollten uns zum Muster dienen, so gelte als erste Ausnahme, dass man nicht ihre Fehler nachahmen darf."
"Das höchste Recht (ist) das höchste Unrecht."
"Der Mensch glaubt, nichts Menschliches sei ihm fremd."
"Die Waffen sollen der Toga weichen, der Lorbeerkranz dem politischen Ansehen."
"Jedem das Seine."
"Spiel und Scherz darf man genießen, aber gleichsam wie den Schlaf und die übrigen Erholungen dann, wenn wir bedeutende und ernste Dinge genug getan haben."
"Von allen den Erwerbszweigen aber, aus denen irgendein Gewinn gezogen wird, ist nichts besser als Ackerbau, nichts einträglicher, nichts angenehmer, nichts eines Menschen, nichts eines Freien würdiger."
"Wenn das Gesetz gebrochen werden muss, dann nur, um die Macht zu ergreifen; ansonsten ist es heilig zu halten."
"Wir sind nicht für uns allein geboren."
"Verwandtschaft lässt sich ohne Wohlwollen denken, Freundschaft aber nicht."
"Das also ist keine Freundschaft, dass, wenn der eine die Wahrheit nicht hören will, der andere zum Lügen bereit ist."
"Diejenigen, die die Freundschaft aus ihrem Leben entfernen, scheinen nämlich die Sonne aus der Welt zu entfernen."
"Ein wahrer Freund ist wie ein zweites Ich."
"Glück wird noch strahlender durch Freundschaft."
"Einen sicheren Freund erkennt man in einer unsicheren Lage."
"Fortuna ist blind."
"Ohne Freundschaft ist das Leben nichts."
"Weder wollen wir um schändliche Dinge bitten noch sie tun, wenn wir darum gebeten worden sind."
"Wer einen wahren Freund sieht, sieht gewissermaßen das Abbild seiner selbst."
"Denn die Tugend selbst wollen nicht so viele besitzen wie sich [nur] den Anschein davon geben.""
"All das Meine trage ich mit mir."
"Die Menschen erkennen nicht, eine wie große Einnahme Sparsamkeit ist."
"Ansehen fördert die Künste."
"Das Vaterland ist dort, wo es gut ist."
"Den Schlaf nimm als das Bild des Todes."
"Die wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie."
"Erkenne dich selbst!"
"Es ist besser, Unrecht zu erleiden als es zu tun."
"Groß ist die Macht der Gewohnheit."
"Oft steckt auch unter schmutziger Kleidung Weisheit."
"Den Gesetzen gehorchen wir nur deswegen, um frei sein zu können."
"Aus Habsucht entstehen alle Verbrechen und Übeltaten."
"Das Gesicht ist ein Abbild der Seele."
"Der Boden des Vaterlandes sei allen teuer."
"Der Staat […] ist die Sache des Volkes; Volk aber ist nicht jede beliebig zusammengewürfelte Anhäufung von Menschen, sondern der Zusammenschluss einer größeren Zahl, die durch eine einheitliche Rechtsordnung und ein gemeinsames Staatsziel zu einer Gesellschaft wird."
"Die Kenntnis der Ursachen bewirkt die Erkenntnis der Ergebnisse."
"[Die Rechnung] stimmt auf den Pfennig."
"Die Zukunft kommt nicht plötzlich, sondern ist nur die Wiederholung dessen, was bereits geschehen ist."
"Ehre sei die Belohnung der Tugend."
"Frei sind unsere Gedanken"
"Hannibal (ist) vor den Toren!"
"Höchste Sparsamkeit, höchste Sorgfalt."
"Ich mahne unablässig zum Frieden; dieser, auch ein ungerechter, ist besser als der gerechteste Krieg."
"In unseren Prozessen, wenigstens in Kriminalfällen, besteht die Verteidigung gewöhnlich im Leugnen."
"Indem sie schweigen, rufen sie laut."
"Jedem Menschen unterlaufen Fehler, doch nur die Dummen verharren im Irrtum."
"Nichts ist so sicher geschützt, dass es nicht mit Geld erobert werden kann."
"Nichtstun und vollkommen müßig sein ist angenehm."
""Oft habe ich gehört"
"O Zeiten! O Sitten!"
"Schlechte Beispiele schaden mehr als Sünden."
"Schnell nämlich trocknet die Träne, besonders bei fremdem Unglück."
"Unter den Waffen schweigen die Gesetze."
"Was anderes bedeutet das, als daß dem Feinde Waffen zum Bürgerkrieg gereicht werden, erstens die Lebenskraft des Krieges, unbegrenzt viel Geld, so, wie er es nun braucht, zweites Reiterei, wieviel er wünschen mag."
"Was getan ist, tue nicht!"
"Was gut, günstig, glücklich und gesegnet sei!"
"Was vermag doch der Irrglaube!"
"Wenn eine Ausnahme bewirkt, dass es nicht erlaubt ist, muss es notwendigerweise dann, wenn keine solche Ausnahme besteht, erlaubt sein."
"Wenn es erlaubt ist, freue ich mich über die Wiedergewinnung der Freiheit; wenn nicht, was hat mir dieser Wechsel des Herrn gebracht, außer der Freude, als ich das gerechte Ende eines Tyrannen vor Augen hatte?"
"Wie du säest, so wirst du ernten."
"Wie lange, Catilina, wirst du unsere Geduld noch strapazieren?"
"Wie nämlich nicht jeder Wein, so wird nicht jeder durch hohes Alter sauer."
"Wie unser Körper ohne Geist, so ist ein Staat ohne Gesetz."
"Groß ist die Erinnerung, die Orten innewohnt."
"Die Natur ist die beste Führerin des Lebens."
""Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele." tagespost.de"
"Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit."
"Der Staatshaushalt muß ausgeglichen werden. Der Staatsschatz sollte wieder aufgefüllt werden. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen soll. Die Leute müssen wieder lernen zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben."
"“Eine Nation kann ihre Narren überleben – und sogar ihre ehrgeizigsten Bürger. Aber sie kann nicht den Verrat von innen überleben. Ein Feind vor den Toren ist weniger gefährlich, denn er ist bekannt und trägt seine Fahnen für jedermann sichtbar. Aber der Verräter bewegt sich frei innerhalb der Stadtmauern, sein hinterhältiges Flüstern raschelt durch alle Gassen und wird selbst in den Hallen der Regierung vernommen. Denn der Verräter tritt nicht als solcher in Escheinung: Er spricht in vertrauter Sprache, er hat ein vertrautes Gesicht, er benutzt vertraute Argumente, und er appelliert an die Gemeinheit, die tief verborgenen in den Herzen aller Menschen ruht. Er arbeitet darauf hin, dass die Seele einer Nation verfault. Er treibt sein Unwesen des Nächtens – heimlich und anonym – bis die Säulen der Nation untergraben sind. Er infiziert den politischen Körper der Nation dergestalt, bis dieser seine Abwehrkräfte verloren hat. Fürchtet nicht so sehr den Mörder. Fürchtet den Verräter. Er ist die wahre Pest!”"
"Den Erfolg nehmen alle für sich in Anspruch, der Misserfolg wird einem einzigen zugerechnet."
"Damit er sich des Volkes für die Zukunft versichere, gab Moyses ihnen neue Kultbräuche, die im Gegensatz stehen zu denen aller übrigen Menschen. Unheilig ist dort alles, was bei uns heilig, andererseits ist erlaubt bei ihnen, was für uns als Schande gilt."
"Bestraften Geisteshelden wächst Ansehen zu."
"Die Zahl der Kinder zu beschränken oder eines der nachgeborenen Kinder zu töten, ist eine Schandtat. Und mehr vermögen dort gute Sitten als anderswo Gesetze."
"Es ist die Eigenthümlichkeit des menschlichen Charakters, zu hassen, wen man verletzt hat."
"Je verdorbener der Staat, desto mehr Gesetze hat er."
"Meine Absicht ist zu berichten, ohne in Zorn und Eifer zu verfallen, wofür ich kaum Gründe habe."
"Nichts unter der Sonne ist so unbeständig und vergänglich wie der Ruf der Macht, wenn sie sich nicht auf die eigene Kraft stützt."
"Sie schaffen eine Wüste und nennen das Frieden"
"Nichts erhält die Gesetze so wirksam wie ihre Anwendung gegen hochgestellte Personen."
"Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten! Nahezu nichts ist fremd. Eines schließt sich ja dem anderen an und schmückt, mit ihm vereinigt, dieselbe Welt. Aus allem zusammen ist eine Welt vorhanden, ein Gott, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft, allen vernünftigen Wesen gemein, und eine Wahrheit, sofern es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt."
"Alles was du siehst, wird die alles lenkende Natur bald verwandeln und aus diesem Stoff andere Dinge schaffen und aus deren Stoff wiederum andere, damit die Welt immer verjüngt werde."
"Alles, was etwas Gemeinsames hat, strebt zum Verwandten."
"Betrachte die ganze Natur, wovon du nur ein winziges Stücklein bist, und das ganze Zeitmaß, von welchem nur ein kurzer und kleiner Abschnitt dir zugewiesen ist, und das Schicksal, wovon das deinige nur einen Bruchteil bildet."
"Der Tod ist ebenso, wie die Geburt, ein Geheimnis der Natur, hier Verbindung, dort Auflösung derselben Grundstoffe."
"Die beste Art, sich zu rächen, ist, nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten."
"Die Natur hat ebenso das Ende eines jeden Dinges zum Ziel wie seinen Anfang oder seine Fortsetzung, gleichsam wie der, der einen Ball aufwirft."
"Die Welt ist ein einziges lebendiges Wesen, ein Weltstoff und eine Weltseele. In dieses Weltbewußtsein wird alles aufgenommen so wie alles aus ihm hervorgeht, so jedoch, daß von den Einzelwesen eines des anderen Mitursache ist und auch sonst die innigste Verknüpfung unter ihnen stattfindet."
"Eine bittere Gurke? Wirf sie weg! Dornensträucher im Weg? Weiche ihnen aus! Das ist alles. Frage nicht noch: Wozu gibt es solche Dinge in der Welt?"
"Glücklich sein heißt einen guten Charakter haben."
"Glücklich sein heißt einen guten Genius haben oder gut sein."
"Lass die Einbildung schwinden, und es schwindet die Klage, dass man dir Böses getan."
"Nach der Beschaffenheit der Gegenstände, die du dir am häufigsten vorstellst, wird sich auch deine Gesinnung richten; denn von den Gedanken nimmt die Seele ihre Farbe an."
"Nichts begegnet einem, was er von Natur nicht zu ertragen vermag."
"Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen! Er bleibt stehen, und rings um ihn legen sich die angeschwollenen Gewässer."
"Tu nicht, als wenn du Tausende von Jahren zu leben hättest. Der Tod schwebt über deinem Haupte. So lange du noch lebst, so lange du noch kannst, sei ein rechtschaffener Mensch."
"Übe dich auch in den Dingen, an denen du verzweifelst."
"Was für ein lächerlicher Fremdling auf Erden ist der, der über irgendein Ereignis in seinem Leben erstaunt."
"Wenn du am Morgen widerwillig aufwachst, dann halte dir vor Augen: Ich wache auf, um die Arbeit eines Menschen zu tun."
"Wie die Gedanken sind, die du am häufigsten denkst, ganz so ist auch deine Gesinnung. Denn von den Gedanken wird die Seele gesättigt."
"Wie es nur eine Erde gibt für alles Irdische, ein Licht für alles, was sehen kann, und eine Luft für alles, was atmen kann, so ist es auch nur ein Geist, der unter sämtlichen Vernunftwesen verteilt ist."
"Wie wichtig ist es doch, sich bei Delikatessen und ähnlichen Speisen vorzustellen, dass dieses die Leiche eines Fischs, jenes die Leiche eines Vogels oder Schweines ist, ebenso, dass der Falerner der Saft einer Traube ist und das Purpurgewand die Wolle eines Schafes mit Blut einer Muschel benetzt."
"Du mußt doch endlich einmal begreifen, was das für ein Kosmos ist, von dem du ein Teil bist, und wer der Gestalter der Welt ist, als dessen Ausstrahlung du ins Leben tratst! Daß dir nur eine engbegrenzte Spanne Zeit vergönnt ist; nutzt du sie nicht zur Erleuchtung deiner Seele, dann wird sie eines Tages verstrichen sein und du selbst dahin, und eine zweite Möglichkeit wird dir nicht gegeben werden."
"Anführerin bei den Übeltaten aber ist die Frau; in Verbrechen ist sie Künstlerin."
"Den größten Reichtum hat, wer arm an Begierden ist."
"Ein Verbrechen muss durch ein Verbrechen vertuscht werden."
"Glückliche Umstände machen die Herzen übermütig."
"Kürze die lange Rede, damit sie nicht verdächtig wirke!"
"Man muss sich der Zeit anpassen."
"Ein jeder leidet unter dem, was er getan; das Verbrechen kommt wieder auf seinen Urheber zurück."
"Solange das Schicksal es erlaubt, lebt froh!"
"Alle Stunden umfasse mit beiden Armen. So wirst du weniger vom Morgen abhängen, wenn auf das Heute du die Hand legst."
"Nichts, Lucilius, ist unser wahres Eigentum außer der Zeit. Dies flüchtige und schwer fassbare Gut ist das einzige, dessen Besitz uns die Natur vergönnt hat und doch verdrängt uns der erste beste daraus."
"Behandle Deine Untergebenen so, wie Du von Deinen Vorgesetzten behandelt werden willst."
"Beim Lehren lernen die Menschen."
"Das eben geschieht den Menschen, die in einem Irrgarten hastig werden: Eben die Eile führt immer tiefer in die Irre."
"Dem Wagemutigen hilft das Glück, der Faule steht sich selbst im Weg."
"Der Lohn der Tugenden liegt in ihnen selbst."
"Die Asche macht alle gleich."
"Die größte Herrschaft ist die Selbstbeherrschung."
"Die Philosophie ist ein guter Rat: Einen guten Rat gibt niemand mit lauter Stimme."
"Die Wahrheit steht allen offen. Sie ist noch von keinem in Beschlag genommen. Ein großer Teil von ihr bleibt auch noch künftigen Geschlechtern aufgespart."
"Drei Dinge sind die Beschwernisse der Krankheit: Furcht vor dem Tod, Schmerz des Körpers, Unterbrechung des Vergnügens."
"Ein richtiger Steuermann fährt mit zerrissenem Segel, und wenn er die Takelage verloren hat, zwingt er dennoch den entmasteten Rumpf des Schiffes an den Kurs."
"Ein Zwerg wird nicht größer, auch wenn er sich auf einen Berg stellt."
"Glücklich ist nicht derjenige, den die Leute so nennen, der über das große Geld verfügt, sondern der, dessen Hab und Gut geistiger Natur ist; er ist aufrecht, von erhabener Gesinnung, verachtet, was man allgemein bewundert, kennt keinen, mit dem er tauschen möchte, beurteilt einen Menschen nur nach seinem menschlichen Wert."
"Ich bin ein Mensch und meine, dass mir nichts fremd ist, was Menschen betrifft."
"Ich sage dir, Lucilius: in uns wohnt ein heiliger Geist, ein Beobachter und Wächter alles Guten und Bösen an uns. Dieser behandelt uns so, wie wir ihn behandelt haben. Niemand aber ist ein guter Mensch ohne Gott."
"Ich weiß, daß niemand glücklich oder auch nur erträglich leben kann, ohne Studium der Weisheit."
"Jählings neigt sich der Genuss zum Schmerz, wenn er nicht Maß gehalten hat."
"Jede Dummheit leidet am Ekel vor sich selbst."
"Jeder ist in dem Grade elend, als er es zu sein glaubt."
"Jener ist am glücklichsten und ein sorgloser Besitzer seiner selbst, der das Morgen ohne Beunruhigung erwartet."
"Kein Schmerz dauert lang, wenn er groß ist."
"Leben willst du? Kannst du das denn?"
"Manche Zeit wird uns entrissen, manche unvermerkt entzogen, manche fließt fort. Doch am schimpflichsten ist der Verlust, der aus Unachtsamkeit geschieht."
"Mehr scheint mir eine Stimme abzulenken als ein Geräusch: Jene wirkt auf den Geist ein."
"Nach mir wird das, was vor mir war."
"Nicht wer zu wenig hat, sondern wer mehr begehrt, ist arm."
"Nicht den Tod fürchten wir, sondern die Vorstellung des Todes."
"Nicht der Hunger unseres Leibes kommt uns teuer zu stehen, sondern der Ehrgeiz."
"Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir."
"Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig."
"Nirgendwo ist der, der überall ist."
"Prüfe, ob du lieber dich oder etwas von dem Deinigen aufgeben willst."
"Schimpflich ist es, nicht zu gehen, sondern sich treiben zu lassen und mitten im Wirbel der Dinge verblüfft zu fragen: Wie bin ich bloß hierher gekommen?"
"So kommt es, daß du weniger vom morgigen Tag abhängig bist, wenn du den heutigen in die Hand nimmst."
"Unsere Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden."
"Was die Wahrnehmung zeigt, das glaubt der Geist."
"Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig."
"Wer aufgrund seines Reichtums und seiner Ehrenstellung einen höheren Rang einnimmt, ist nicht groß. Warum erscheint er aber als groß? Weil man ihn mit dem Sockel misst."
"Wer volle Einsicht besitzt, beherrscht sich selbst, wer sich selbst beherrscht, bleibt sich gleich, wer sich gleich bleibt, ist ungestört, wer ungestört ist, ist frei von Betrübnis, wer frei von Betrübnis ist, ist glücklich: also ist der Einsichtige glücklich und die Einsicht genügt zum glücklichen Leben."
"Wie töricht ist es, über sein Leben verfügen zu wollen; wir sind nicht einmal Herr über den morgigen Tag! Oh, wie unsinnig ist die Hoffnung jener, die langwierige Dinge unternehmen […]! Alles, glaube mir, ist auch dem Glücklichen ungewiß; niemand darf sich von der Zukunft das Geringste versprechen."
"Zu leben heißt zu kämpfen."
"Der Tod ist weder gut noch böse."
"Der Tod löscht alle Schmerzen aus. Er ist ihr Ende, und über ihn geht unser Leiden nicht hinaus. Er führt uns wieder in den gleichen Ruhezustand zurück, in dem wir uns vor der Geburt befunden haben."
"Je heller das Feuer scheint, desto leichter ist es gelöscht."
""Nichts bleibt an dem Ort stehen, wo es steht, alles wird das Alter niederzwingen und mit sich reißen." (XXVI)"
"Nie hat es einen großen Geist ohne eine Beimischung von Wahnsinn gegeben."
"Das größte Gegenmittel gegen den Zorn ist der Aufschub."
"Das meiste Unheil richtet Leichtgläubigkeit an."
"Streit schaukelt sich auf und läßt auch die nicht aus, die sich ganz klein zu machen suchen. Leichter ist es, sich von einem Konflikt fernzuhalten, als sich herauszuhalten."
"Es nützt nichts, alles zu sehen, alles zu hören. (...) Du willst nicht jähzornig sein? Dann sei nicht neugierig."
"Großenteils schafft man sich seinen Ärger selbst, entweder durch falschen Verdacht oder, weil man Kleinigkeiten zu ernst nimmt."
"Alles, was man an einem anderen tadelt, kann jeder einzelne bei sich selber finden."
"Das Unsere sollte uns unverglichen freuen: Nie wird einer glücklich sein, den das größere Glück eines andren wurmt."
"Wer an den Spiegel tritt, um sich zu ändern, der hat sich bereits geändert."
"Großzügig ist nicht der, der freigiebig mit fremdem Gut umgeht, sondern der von sich selber nimmt, was er anderen gibt."
"denn lange kann Niemand eine Maske tragen und das Erheuchelte fällt bald in seine Natur zurück."
"Alle Verbrechen sind auch vor dem Erfolg der Tat, soweit genug Schuld besteht, ausgeführt."
"Nicht was, sondern wie du erträgst, ist von Belang."
"Stets glücklich zu sein und ohne Schmerz durch das Leben zu gehen heißt, nur eine Seite der Natur zu kennen."
"Eine Hand wäscht die andere."
"Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen."
"Leben muss man ein Leben lang lernen, und, darüber wirst du dich vielleicht am meisten wundern: ein Leben lang muss man sterben lernen."
"Nun aber bringt doch den allergrößten Verlust an Lebenszeit das Hinausschieben mit sich. Man lässt gerade den bestehenden Tag verstreichen und bestiehlt die Gegenwart, weil man sich auf das Späterkommende vertröstet. Das größte Hindernis des Lebens ist die Erwartung, die sich auf den nächsten Tag richtet und das Heute verliert."
"Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst."
"Nichts bringt uns in größere Übel als wenn wir uns nach dem Gerede der Leute richten die für das beste halten was »allgemein angenommen« ist, nicht nach Vernunftgründen, sondern nach Beispielen leben."
"Niemand irrt nur für sich allein. Er ist auch Grund und Urheber fremder Irrtümer."
"Es gibt wohl manches, das man annehmen muss, ohne zu Dank verpflichtet zu sein."
"Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich."
"Es wird eine Zeit kommen, da unsere Nachkommen sich wundern werden, dass wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben."
"Der beliebte Trauerspruch "Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird." wird oft fälschlich Seneca (oder Kant) zugesprochen. Er stammt aber aus: Joseph Christian von Zedlitz: Der Stern von Sevilla, 4. Aufzug, 7. Auftritt. http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-stern-von-sevilla-3225/5]"
"Siegreiche Sache den Göttern gefiel, besiegte dem Cato."
"Die Würfel sind gefallen" oder "Der Würfel ist gefallen."
"Gerne glauben die Menschen das, was sie wollen."
"Ich kam, sah und siegte."
"Morgen werde ich es lesen."
""Das ist ja Gewalt!"
"Ich bin dein böser Geist, Brutus. Bei Philippi wirst du mich wiedersehen."
"Alexander, Cäsar, Karl der Große und ich haben große Reiche gegründet. Aber worauf beruhen diese Schöpfungen unseres Genies? Auf Gewalt. Jesus hingegen gründete sein Reich auf Liebe. Und zu dieser Stunde würden Millionen Menschen für ihn sterben."
"Leider werden wirklich in der Geschichte immer diejenigen Männer als »groß« gefeiert, die viele Kriege begonnen und gewonnen haben. Aus diesen Gründen habe ich mich nie für Geschichtshelden wie Napoleon, Friedrich den Großen, Alexander oder Julius Cäsar begeistern können."
"Was hat mir dieser Wechsel des Herrn gebracht, außer der Freude, als ich das gerechte Ende eines Tyrannen vor Augen hatte."
"Comes facundus in via pro vehiculo est. "Ein plaudernder Gefährte ist auf der Reise so gut wie ein Fahrzeug.""
"Auch ein Haar hat seinen Schatten."
"Das Weinen des Erben ist unter der Maske ein Lachen."
"Dem Armen mangelt viel, dem Geizigen Alles."
"Der nächste Tag ist der Schüler des vorigen."
"Der Richter wird verurteilt, wenn ein Schuldiger freigesprochen wird."
"Die Furcht, nicht Güte bändigt einen Bösen."
"Durch allzu langen Streit verliert man die Wahrheit."
"Eine Wohltat entgegennehmen heißt die Freiheit verkaufen."
"Entstehen und Vergehen, das ist das Gesetz der Welt."
"Geduld birgt verborgene Schätze der Seele in sich."
"Man kann keinen Gewinn machen, ohne einem anderen Verlust zuzufügen."
"Taktgefühl kann nicht gelehrt nur angeboren werden."
"Der Kranke tut sich keinen Gefallen, der den Arzt als Erben einsetzt."
"Wen viele fürchten, der muss viele fürchten."
"Wer altes Unrecht hinnimmt, lädt zu neuem ein."
"Niemandem und jedem zu glauben ist beides ein Laster."
"Wenn du Geld zu nutzen verstehst, ist es deine Dienerin; wenn du es aber nicht zu nutzen verstehst, deine Herrin."
"Bevor du etwas versprichst, bedenke, wie du es halten wirst."
"Der Streit der Liebenden ist die Erneuerung der Liebe."
"Einige Heilmittel sind gefährlicher als das Übel."
"Nichtsnutzigkeit wird am meisten durch sich selbst bestraft."
"Wer die Schlechten schont, schadet den Guten."
"Aufgabe eines guten Hirten ist es, seine Herde zu scheren, nicht aber zu schinden."
"Heil dir, Caesar! Die Todgeweihten grüßen dich!"
"Quinctilius Varus, gib die Legionen zurück!"
"Welch ein Künstler geht mit mir zugrunde!"
"Allen Beifall gewinnt, wer das Nützliche unter das Angenehme mischt // dadurch, dass er den Leser ebenso erfreut wie ermahnt."
"Brennt des Nachbarn Wand, so bist du selber gefährdet."
"Da die Zeit kurz ist, begrenze deine lange Hoffnung!"
"Das eroberte Griechenland hat den wilden Sieger erobert und die Künste und Wissenschaft in das bäuerliche Latium gebracht."
"Das Klima, nicht ihr Befinden ändern diejenigen, die übers Meer fahren."
"Den Ersten im Staat zu gefallen ist schon ehrenwert."
"Denen, die vieles verlangen, mangelt es an vielem."
"Der Zorn ist eine kurze Raserei."
"Dichtungen gleichen Gemälden."
"Es kreißen die Berge, geboren wird eine lächerliche Maus."
"Die Dichter wollen entweder nützen oder erfreuen oder zugleich Erfreuliches und für das Leben Nützliches sagen."
"Die Guten hassen es zu sündigen aus Tugendliebe, Du wirst nichts auf Dich kommen lassen aus Furcht vor Strafe."
"Die Raserei ihrer Fürsten büßen die Völker."
"Doch lächelnd die Wahrheit sagen, was hindert daran."
"Drum, solang es vergönnt, mische mit Lust den Ernst: Süß ist Leichtsinn am rechten Ort!"
"Ein Denkmal habe ich mir gesetzt, dauernder als Erz."
"Eine Definition soll Streit ausschließen."
"Ein jeder liebt den goldenen Mittelweg."
"Einmal ausgesprochen, fliegt ein Wort unwiderruflich davon."
"Einmal begonnen ist halb schon getan. Entschließ dich zur Einsicht! Fange nur an!"
"Es gibt ein Maß in allen Dingen, es gibt schließlich bestimmte Grenzen."
"Gedichte von Wassertrinkern können nicht gefallen und lange leben."
"Geringer als Gold ist Silber, geringer als die Tugenden das Gold."
"Ich habe keine Religion."
"Ich hasse den Pöbel und distanziere mich von ihm."
"Ich versuche, mir die Dinge und nicht mich den Dingen zu unterwerfen."
"In Fehler führt uns Flucht vor Fehlern, wenn es an Fähigkeit mangelt."
"Kürze begehr ich, // Und ich verirr in das Dunkel."
"Lebenspendende Sonne, du kannst wohl nichts Größeres erblicken als die Stadt Rom."
"Malern und Dichtern war es stets erlaubt zu wagen, was immer beliebt."
"Man mag die Natur mit der Hacke vertreiben, dennoch wird sie zurückkehren."
"Mit Schmerz erkauft, ist Wollust teures Gift."
"Nun heißt es trinken, nun mit dem Fuße frei // stampfen die Erde!"
"Nutze den Tag, dem Später traue auf's wenigste!"
"Stets kommt er schnell zur Sache und zu den zentralen Dingen."
"Tugend ist, das Laster zu fliehen, und Weisheit heißt zuerst, der Dummheit zu entbehren."
"Überlege oft, was du über jemanden sagst und wem du es sagst."
"Verwegen machende Armut trieb mich an, Verse zu schmieden."
"Was zeigt Trunkenheit nicht an? Sie deckt Verborgenes auf."
"Weit offene Ohren vergessen leicht, was ihnen anvertraut wurde."
"Wenn's zur Zeit schlecht läuft, wird es nicht auch in der Zukunft so sein."
""Wer begonnen hat, hat schon die Hälfte getan." -Epistulae 1,2,40"
"Wer den Zweck will, will auch die Mittel."
"Wir werden vom Schein des Rechten getäuscht."
"Wohin, wohin, Verruchte, stürmet ihr?"
"Zum zehntenmal wiederholt, wird es gefallen."
"Das höchste Recht ist oft das höchste Übel."
"Das ist ein Vorhaben von Verrückten nicht von Liebenden."
"Den Starken hilft das Glück."
"Eine Tat kann man nicht ungeschehen machen."
"Es gibt nichts Ungerechteres als einen unerfahrenen Menschen, der nichts für recht hält, was er nicht selbst getan hat."
"Heutzutage gibt es Belohnungen für die, die Gutes schlecht machen."
"Ich bin ein Mensch und meine, daß mir nichts fremd ist, was Menschen betrifft."
"Liebende sind Verrückte"
"Nichts im Übermaß!"
"Wieviele Leute, soviele Meinungen."
"Allein, unter den Augen Gottes, der aus der Höhe herniederschaute, wohnte er in sich selbst."
"(...) so stand er da, die Hände zum Himmel erhoben, und hauchte unter den Worten des Gebetes seinen Geist aus."
"Wenn er aber, wie gesagt, die ganze Welt als eine Einheit vor sich sah, wo wurden nicht Himmel und Erde eng, sondern die Seele des Schauenden weit; in Gott entrückt, konnte er ohne Schwierigkeit alles schauen, was geringer ist als Gott."
"Ich sage, Ajakide, du kannst die Römer besiegen."
"Wie ähnlich ist uns der Affe, dieses äußerst scheußliche Tier!"
"Zuviel des Guten hat derjenige, der nichts Schlechtes hat."
"Gemeinhin wird die Wahrheit dem Wein zugeschrieben."
"Das Leben für die Wahrheit aufs Spiel setzen"
"Aber wer bewacht die Bewacher?"
"Adel liegt einzig und allein in der Tugend."
"Alles in Rom ist um Geld zu haben."
"Brot und Spiele."
"Da fällt es schwer, keine Satire zu schreiben."
"Daher Zorn und Tränen."
"Das strengste Gericht ist das eigene Gewissen. Hier wird kein Schuldiger freigesprochen."
"Das will ich, so befehl ich's, als Grund genügt (mein) Wille."
"Der Wanderer mit leeren Taschen lacht dem Räuber ins Gesicht."
"Die (große) Anzahl gibt Schutz."
"Dieser erhielt das Kreuz als Lohn für seine Verbrechen, jener die Krone."
"Einem Kind kommt größtmöglicher Respekt zu."
"Ein seltener Vogel auf Erden, ähnlich dem schwarzen Schwan."
"Es gibt in der Regel keinen Prozess, in dem nicht eine Frau den Streit verursacht hätte."
"Es missfiel deine Nase?"
"Gesunder Menschenverstand ist rar im Glück."
"Ich kann diese vergriechte Stadt nicht ertragen, Quiriten."
"Kein Bösewicht kann glücklich sein, am wenigsten ein Verführer."
"Rechtschaffenheit wird (von allen) gelobt und stirbt doch vor Kälte."
"Unerträglicher nichts als ein Weib mit großem Vermögen."
"Einst bestimmte es (das römische Volk) über alles, die Herrschaft, die Ämter und die Legionen. Doch nun wünscht sich das Volk, um zufrieden zu sein, nur noch zwei Dinge: Brot und Spiele."
"Zu wünschen bleibt, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohne."
"Ruhm nämlich muss folgen, er darf nicht erstrebt werden."
"" Überall war heller Tag, nur hier war es Nacht, nein, mehr als Nacht." -Epistulae VI,16"
"Abergläubische Handlungen oder die Benutzung von magischen Gegenständen, z.B. Amuletten sind an sich wirkungslos, stellen aber eine Art Kommunikationsmittel mit Dämonen dar und bewirken den stillschweigenden Abschluss eines Dämonenpakts durch den Willen des Ausübenden und die dem Dämon gegebenen Zeichen."
"Du willst, dass es Freude bereitet, dich zu loben, denn du hast uns zu dir hin geschaffen und ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in dir."
""Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit"
"Gott, der dich ohne dich erschaffen hat, kann dich nicht ohne dich retten."
"Liebe und tu, was du willst."
"Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande"
"Rom hat gesprochen, der Fall ist beendet."
"Soviel in dir die Liebe wächst, soviel wächst die Schönheit in dir. Denn die Liebe ist die Schönheit der Seele."
"Wandle das Herz, und das Werk wird sich wandeln! Reiß aus die Begierde, pflanze ein die Liebe! Wie nämlich die Begierde die Wurzel allen Übels ist, so ist auch die Liebe die Wurzel alles Guten. Warum also murren die Menschen unter sich oder führen Streitgespräche, indem sie sagen: Was ist das Gute? Wenn du doch nur wüßtest, was das Gute ist!"
"Was also ist »Zeit«? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht."
"Der gute Christ hüte sich vor den Mathematikern … Es besteht dringende Gefahr, dass diese mit dem Teufel im Bunde den Geist trüben und Menschen in die Bande der Hölle verstricken."
"Im Notwendigen Einheit, im nicht Notwendigen Freiheit, in beidem Liebe."
"Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen"
"Wer (gut) singt, betet doppelt."
""In ecclesia non valet Hoc ego dico, hoc tu dicis, hoc ille dicit, sed Haec dicit Dominus." (Dt.: "In der Kirche gilt nicht: Ich sage dies, du sagst dies, jener sagt dies, sondern: So spricht der Herr!")"
"In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst." – Geht wohl auf eine Stelle in der Auslegung zu Psalm 34 zurück: "Es gibt keinen Schlechten, der sich nicht zuerst selbst schadet. Stellt euch die Schlechtigkeit vor wie ein Feuer. Du willst etwas anzünden: Was du dorthin bewegst [d.h. eine Fackel], brennt schon vorher; wenn es nicht brennt, entzündet es nicht."
"Die Hoffnung hat zwei schöne Töchter. Sie heißen Wut und Mut. Wut darüber, dass die Dinge so sind, wie wir sie sehen. Mut, sie zu ändern."
"Als Myrrha den Vater hörte, seufzte sie aus tiefstem Herzen."
"Alter gibt Erfahrung."
"Auch das Weinen bietet eine gewisse Lust."
"Auch wenn die Kräfte fehlen, ist doch der [gute] Wille zu loben."
"Auch wenn es dich empört: Das unerlaubte Vergnügen macht Spaß."
"Aufgeregte Gemüter zittern vor Hoffnung und Furcht."
"Das Bessere seh ich und lob ich, Schlechterem folget das Herz."
"Der Fisch, der einmal vom Haken verletzt wurde, vermutet Haken in jedem Brot."
"Der Tropfen höhlt den Stein."
"Die Hoffnung ist es, die die Liebe nährt."
"Die Tat ist vergangen, die Denkmäler bleiben."
"Eine Gesinnung, die sich des Rechten bewusst ist, lacht über die Lügen des Gerüchts."
"Es ist erlaubt, sich vom Feind belehren zu lassen."
"Gewähre Erholung; der Acker, der sich erholt, gibt reichlich, // Was er dir schuldet, zurück."
"Glücklich, wer, was er liebt, tapfer zu verteidigen wagt."
"Hinterlistig strömt Amor in das arglose, unbewehrte Herz. Dem müßig Herumsitzenden pflegt dieser Knabe nachzustellen, die Tätigen verabscheut er."
"Hundert Gründe gibt es, weshalb ich immer verliebt bin."
"In der Mitte wirst du am sichersten gehen."
"Jupiter lacht aus der Höhe über die Meineide der Liebenden und läßt sie bedeutungslos im aeolischen Südwind verwehen."
"Keine Berechnung kann das Schicksal besiegen."
"Keusch ist, die niemand gefragt hat."
"Nichts ist prägender als die Gewohnheit."
"Nichts ist mächtiger als Gold."
"Rede dir ein, du liebst, wo du flüchtig begehrst. Glaub es dann selbst... Aufrichtig liebt, wem's gelang, sich selbst in Feuer zu sprechen."
"Schönheit ist vergänglich, und wie mit den Jahren sie zunimmt, nimmt sie auch ab."
"So viele Sterne der Himmel, so viele Mädchen hat dein Rom."
"Solange Du glücklich bist, wirst Du viele Freunde haben. Wenn die Zeiten bewölkt sein werden, wirst Du allein sein."
"Süß ist's, die Zeit auf die Bearbeitung der Äcker zu verwenden."
"Traurig wirst du sein, wenn du allein sein wirst."
"Überall herrscht Zufall. Lass deine Angel nur hängen; wo du's am wenigsten glaubst, sitzt im Strudel der Fisch."
"Um zu genesen, musst du viel Schmerzhaftes ertragen."
"Um geliebt zu werden, sei liebenswürdig."
"Vergeude keine Zeit mit Bitten!"
"Was wagt der freche Amor nicht?"
"Wieviel Muscheln am Strand, soviel Schmerzen bietet die Liebe."
"Wir streben immer zum Verbotenen und begehren das, was uns versagt wird."
"Woher kommt dem Menschen so großer Hunger nach verbotenen Speisen?"
"Der Geist ist es, der den Redner macht, und die Ausdruckskraft der Empfindung."
"Die Kleidung macht den Mann."
"Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein."
"Die Sache halte fest, die Worte folgen."
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss."
"Von mir aus sei es jedem erlaubt, was er hat zu nutzen und zu genießen."
"Einem einzigen Zeugen glaubt man nicht, selbst wenn es Cato wäre."
"Alles in allem."
"Bei Trübsal ist Gleichmut die beste Würze."
"Der Name und seine Bedeutung sind allein schon jeden Preis wert, den du willst."
"Du hast die Nadel(spitze) getroffen."
"Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, kein Mensch, solange er nicht weiß, welcher Art der andere ist."
"Einem Schlechten Gutes tun ist ebenso gefährlich wie einem Guten Schlechtes tun."
"Geld: eine herrliche Mitgift. Am besten ohne Frau."
"Kein Gast ist so willkommen im Hause seines Freundes, dass er nicht nach drei Tagen zur Last wird."
"Lieber will ich mit Geist geschmückt sein als mit vielem Gold."
"Nichts ist willkommener als ein Freund zur rechten Zeit."
"Öl und Arbeit habe ich vergeudet."
"Trinkt, lebt wie die Griechen, esst, fresst euch voll, schlachtet das Mastvieh!"
"Wie für unterschiedliche Jahreszeiten, so ziemt sich auch für unterschiedliche Lebensalter eine andere Handlungsweise."
"Willst du etwas los sein, leih es einem guten Freund!"
"Triff mich in den Bauch!"
"Aber willst du, daß wir die Gründe für und wider aufeinander prallen lassen? Vielleicht mag aus solchem Streit ein schöner Funke der Wahrheit hervorspringen."
"Alles, was ihr bewundert, kann sich in dem bisschen Glut eines Dreitagefiebers auflösen."
"Also besitzen Selbstgenügen und Macht ein und dasselbe Wesen."
"Blickt auf die Weite, die Festigkeit, die Raschheit des Himmels und hört einmal auf, Wertloses zu bewundern!"
"Die vollends, die sich der Vorzüge des Körpers brüsten, auf einen wie geringen, wie gebrechlichen Besitz stützen sie sich!"
"Du ersehnst Macht? Den Nachstellungen der Unterworfenen verfallen, wirst du unter Gefahren leben."
"Haschen nach Wohlwollen"
"Wenn du geschwiegen hättest, hätte ich es eingesehen."
"Eile langsam! Ein vorsichtiger ist besser als waghalsiger Heerführer."
"Habe ich meine Rolle gut gespielt? Nun so klatscht Beifall, und schickt uns alle freudig fort!"
"Livia, lebe in Erinnerung an unsere Ehe, und lebewohl!"
"Quintilius Varus, gib die Legionen zurück!"
"Was gut genug getan wurde, ist auch schnell genug getan."
"Die Provinzen Gallien und Spanien, ebenso Germanien, ein Gebiet, das der Ozean von Gades [Cadiz] bis zur Mündung der Elbe umschließt, habe ich befriedet."
"Der Gedanke des sterbenden Nero: qualis artifex pereo! war auch der Gedanke des sterbenden Augustus: Histrionen-Eitelkeit! Histrionen-Schwatzhaftigkeit! Und recht das Gegenstück zum sterbenden Sokrates!"
"Aus dem Nichts entsteht eine sehr große Legende."
"Bei großen Dingen genügt es auch, sie gewollt zu haben."
"Der Tod beendet nicht alles."
"Die Augen sind die Lenker in der Liebe."
"Früher oder später erwartet jeden der Tod."
"Genie erweckt in uns allein die Frau."
"Jedes Übel in der Liebe ist leicht, wenn du es ertragen willst."
"Nichts Beharrlicheres lebt auf der Welt als ein Liebender."
"Wahre Liebe kennt kein Maß."
"Wein richtet die Schönheit zugrunde, durch Wein wird die Blüte des Lebens verdorben."
"Der Tod ist losgelöst vom Schicksal; die Erde nimmt alles auf, was sie hervorgebracht hat."
"Der Zufall reißt alles mit sich fort."
"Die einen bewegt die Furcht vor der Tyrannei, die anderen die Hoffnung auf sie."
"Die Felsen werden sprechen."
"Erlaubt ist, was baldigen Gewinn verspricht."
"Große Furcht wird durch Wagemut vertuscht."
"Großen Ruhm erlangt man durch wahre Verdienste."
"Großes fällt von selbst zusammen. Diese Grenze setzten die Götter dem Wachstum des Glücks."
"Nichts für erledigt ansehend, wenn noch etwas zu tun übrig wäre."
"O bleiche Pest der Geldsucht!"
"Tugend und absolute Macht passen nicht zusammen."
"Bei entgegengesetzten sittlichen Lebensanschauungen kann keine Freundschaft bestehen."
"Deine Absicht erst gibt deinem Werke seinen Namen."
"Der Umgang mit Altersgenossen ist angenehmer, der mit Älteren sicherer."
"Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nichts Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren."
"Welche Strafe ist größer als die Wunde des Gewissens?"
"Bevor man beginnt, bedarf es der Überlegung und, sobald man überlegt hat, rechtzeitiger Ausführung."
"Dasselbe zu wollen und dasselbe nicht zu wollen, gerade darin liegt beständige Freundschaft."
"Der eine bedarf der Hilfe des anderen."
"Durch Eintracht wächst das Kleine, durch Zwietracht zerfällt das Große."
"Es bedarf nur eines Anfangs, dann erledigt sich das Übrige."
"Ungestraft zu tun, was beliebt, heißt König sein."
"Auf Tugend, nicht auf Blut muss man sich stützen."
"Der Tod macht alles gleich."
"Die Dankbarkeit gegenüber den Vätern geht auf das Kind über."
"Du wirst mit Recht alles in deiner Macht haben, wenn du König über dich selbst sein kannst."
"Immer arm ist, wer begehrt."
"Keine Gewalteinwirkung schwächt grausamen Geiz."
"Nur Milde macht uns den Göttern ebenbürtig."
"Sie werden in die Höhe gehoben, um in heftigerem Fall zusammenzustürzen."
"Aber wenn ich so frei bin, etwas des Gesagten zu verändern, liegt der Sinn darin, daß Abwechslung Freude macht."
"Alles, was du den Ausschweifungen hingabst, wird dir verloren sein."
"Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen."
"Der Erfolg von Schuften lockt noch mehr Schufte an."
"Der Gelehrte hat an sich selbst immer einen Schatz."
"Eigenes verliert zu Recht, wer Fremdes anstrebt."
"Niemals ist das Bündnis mit einem Mächtigen verlässlich."
"Oft wird von denen, die wir verachtet haben, gleicher Dank gezollt."
"Schnell wirst du den Bogen brechen, wenn du ihn immer gespannt hältst."
"So gehen oft große Talente durch Unglück zugrunde."
"Verbreitet ist die Bezeichnung Freund, doch selten ist die Treue."
"Wenn der Arme es dem Reichen gleich tun will, so geht er zugrunde."
"Den Tugenden benachbart sind die Laster."
"Der Reiche ist entweder ein Schelm oder eines Schelmen Erbe."
"Ein fetter Bauch bringt keine zarten Empfindungen hervor."
"Ein voller Bauch diskutiert leicht über das Fasten."
"Geirrt zu haben ist menschlich, und einen Irrtum einzugestehen ist Kennzeichen eines Weisen."
"Ich habe immer eine Verehrung empfunden, nicht für wortreiche Weitschweifigkeit, sondern für heilige Einfachheit!"
"Unerfahrenheit führt zu Selbstvertrauen, Bildung zu Scheu."
""Den Sack schlägt man, den Esel meint man." – Satiren, 45"
""Die Fische müssen schwimmen." – Satiren, 39"
""Die Sonne leuchtet allen." – Satyricon, 100"
""Du wirst bald merken, dass dein Vater das Lehrgeld umsonst ausgegeben hat." – Satiren, 58"
""Wer Geld hat, segelt mit günstigem Winde." – Satiren, 137"
""Wie der Herr, so auch der Knecht." – Satiren, 58"
""Wieviel mehr nützt es, die Geschlechtsteile als den Verstand zu kitzeln." – Satyricon, 92"
"Mit den Bekennern neuer Lehren // ließ Nero manchen Leu ernähren."
"Paetus, es tut nicht weh!"
"Weh mir, ich glaube, ich habe mich beschissen."
"Ein Kaiser muss stehend sterben."
"Geld stinkt nicht! / Pecunia non olet"
"Freunde, ich habe einen Tag verloren."
"Geld stinkt nicht!"
"Durch das Menschliche entstehen Fehler."
"Nichts ist unendlich."
"Seefahrt tut not, Leben nicht."
"Denn wir sehen, dass nichts von nichts entstehen kann."
"Uns scheint, dass nichts aus nichts geschaffen werden kann."
"Von ganzem Herzen"
"Woraus folgt, dass alles ohne Götter geschieht."
"Ich finde keine Schuld an ihm."
"Sehet, welch ein Mensch!"
"Was ist Wahrheit?"
"Das Schicksal findet seinen Weg."
"Dem Wagemutigen hilft das Glück!"
"Der Geist bewegt die Materie."
"Die Liebe besiegt alles."
"Es lieben die Musen den Wechsel."
"Entstehen möge ein Rächer aus unserm Gebein."
"Fangen wir mit der Hauptsache an."
"Gott freut sich der ungeraden Zahlen."
"Ich fürchte die Danaer (Griechen), auch wenn sie Geschenke bringen."
"Die einzige Rettung für die Besiegten [ist] keine Rettung zu erhoffen."
"Im Frühling kehrt die Wärme in die Knochen zurück."
"[Jupiter] nickte und der ganze Olymp erbebte."
"Mantua hat mich gezeugt, Kalabrien raffte mich dahin, nun birgt mich // Parthenope; ich besang Hirten, Landbau und Helden."
"Musen Siziliens, laßt uns ein wenig Erhabneres singen!"
"Stets launenhaft und wankelmütig ist die Frau."
"Weiche dem Unheil nicht, doch geh ihm mutiger entgegen!"
"Auch der Verstand hat seine Wolken."
"Jedes Volk hat seine eigene Sitte."
"Sie trägt ihre verwelkten Falten zum Hochzeitslager und lernt als Jungvermählte, heiß zu werden in einem kalten Bett."
"[wie gewöhnlich] das Schlechte sich gern dem Schlechten anschliesst."
"[...] und wo es keine Absicht gegeben habe, da gebe es auch keine Schuld."
"So kehrt Ruhm, den man zur rechten Zeit verschmäht, zuweilen in reicherem Maß wieder zu einem zurück."
"[...] und lieber zu spät, als nie, [...]"
"[...] Himmel und Erde in Bewegung setzen [...]"
"Große Selbstsicherheit gewinne man durch hohe Ämter."
"Also war das Glück – wie auch sonst oft – dem Tüchtigen hold."
"[...] dass Einfluss und Ehre nicht selten dem entgegen kommen, der sie am wenigsten sucht."
"Es giebt nirgend Mühe ohne Ertrag, und eben so nicht leicht Ertrag ohne aufgewandte Mühe. Arbeit und Vergnügen, ihrer Natur nach mit einander im Widerspruche, sind durch ein gewisses natürliches Band wieder an einander geknüpft."
"[...] je bekannter man mit einem Übel sei, je erträglicher sei es, [...]"
"[...], ihre Freunde nach den Thaten, nicht nach den Worten abzuwägen;"
"Noch sei nicht aller Tage Abend gekommen."
"Der ehrbare Dichter muss keusch sein, seine Verse jedoch nicht."
"Eine Liebe, die seit langem besteht, gibt man nicht leicht auf."
"Ich liebe und hasse zugleich. Wie das möglich ist, fragst Du? // Ich weiß nicht wie, doch ich fühle es mit höllischer Qual."
"Nichts ist alberner als albernes Lachen."
"Was eine Frau dem begehrenden Geliebten sagt, ist wie in Wind und reißendes Wasser geschrieben."
"Was können die Götter besseres geben als eine glückliche Stunde?"
"Achte auf das Ende bei einem langen Leben."
"Anderen magst du viel verzeihen, dir nichts!"
"Bürge, doch den Schaden rechne dir selbst zu!"
"Denke nach über alles!"
"Maßhalten ist das Beste."
"… dass jeder seines Glückes Schmied sei."
"Auch kann ich nicht finden, warum ich mir wegen ordentlicher Notwehr, mit der ich gegen Räuber übelster Sorte eingeschritten bin, jetzt diese Anklage gefallen lassen muss."
"Die Unverschämtheit gewisser Leute ist unausstehlich!"
"Eine Hexe mit dämonischer Macht, den Himmel niederzulegen, die Erde aufzuhängen, Quellen zu verhärten, Berge zu schmelzen, Geister heraufzuholen, Götter herabzuziehen, Sterne auszulöschen, tatsächlich die Unterwelt zu illuminieren."
"Süße Rache ist von keiner Seite zu verachten."
"Trink dich satt am Wasser der hellen Quelle!"
"Über-, doppelt und mehrfach glücklich, wer auf Gold und Kleinodien tritt!"
"Nichts ist schwieriger als gut zu befehlen."
""Die Wahrheit (ist) eine Tochter der Zeit." (Mit der Zeit kommt die Wahrheit ans Licht.)"
"Ich sehe einen Bart und einen Mantel, aber noch keinen Philosophen."
"Ihr Mut wächst; die Tugend wird gestärkt durch die Wunde."
"Viel braucht, wer viel hat."
"Besiegt werden harte Herzen durch weiche Bitten."
"Das leichte Rad des Schicksals dreht sich in schnellen Kreisen."
"Ein kultiviertes Mädchen meidet die Küsse eines Alten."
"Oft pflegen im Gold viele Übel zu stecken."
"Spät kommt die Strafe auf leisen Sohlen."
"Verzeihe dem Geständigen!"
"Von wem die Musen berichten werden, der wird leben."
"Wer weise ist, freue sich im schweigsamen Herzen."
"Wer wollte die Waffen gegen die Götter richten?"
"Wer den Frieden wünscht, bereite den Krieg vor."
"Die Straße, auf der die Feinde fliehen, muss man bahnen."
"[Äneas] befahl allen, bereit zu sein, und, wenn er das Zeichen gebe, durch die Tore einen Durchbruch zu machen und sich sicher zu sein, zu siegen oder zu sterben."
"Ein Gesicht, dem das Lachen fehlt, ist nicht willkommen."
"Gestern hat er noch mit uns gebadet und fröhlich gespeist, und heute morgen wurde derselbe tot aufgefunden. Fragst du nach der Ursache seines so plötzlichen Ablebens: er sah im Traum den Arzt Hermokrates."
"Ich kann weder mit dir noch ohne dich leben."
"Religiöser Fundamentalismus ist das stärkste, massivste, allerdings meist auch attraktivste und faszinierendste, die Massen am meisten einnehmende und einfangende Motiv, weswegen jede Machtpolitik stets bedacht sein wird, eine Religion oder Konfession für ihre Ziele einzuspannen. Kein Zufall, daß der römische Kaiser Konstantin das immer stärker werdende Christentum zur Staatsreligion machte, obwohl er zu dem Zeitpunkt selbst noch kein Christ war."