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"[...] alles Menschliche will Dauer, Gott will Verwandlung."
"Aus der Fülle des Herzens leben ist das Geheimnis des Genies; ein volles Herz ist die Voraussetzung dazu."
"Das Einzige, wonach wir mit Leidenschaft trachten, ist das Anknüpfen menschlicher Beziehungen, nichts ist uns umgekehrt so schmerzlich als das Auflösen derselben. Unser Glück und Unglück hängt von unseren menschlichen Beziehungen ab."
"Das Leben ist ein beständiges Abschiednehmen. Jeden Abend nimmt man von einem Tage Abschied, oft mit einem Seufzer der Erleichterung, aber oft auch mit Schmerz."
"Das Leben ist ein grundloses und ein uferloses Meer; ja, es hat wohl auch ein Ufer und geschützte Häfen, aber lebend gelangt man dahin nicht. Leben ist nur auf dem bewegten Meere, und wo das Meer aufhört, hört auch das Leben auf."
"Für seine Handlungen sich allein verantwortlich fühlen und allein ihre Folgen, auch die schwersten, tragen, das macht die Persönlichkeit aus."
"Ich denke nicht ans Ende, // Kein Fürchten soll mich lähmen."
"In jedem Urteil drückt der naiv urteilende Mensch sich selbst aus, [...]"
"Jede Bekanntschaft, jede sympathische Begegnung ist ein Gewinn."
"Liebe ist das einzige, was wächst, indem wir es verschwenden."
"Wer rückwärts sieht, gibt sich verloren, [...] wer lebt und leben will, muß vorwärts sehen"
"Alle Vögel sind schon da, / Alle Vögel, alle!"
"Deutschland, Deutschland über alles // über alles in der Welt […]"
"Einigkeit und Recht und Freiheit // für das deutsche Vaterland! // Danach lasst uns alle streben // brüderlich mit Herz und Hand!"
"Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm."
"Herr Durst ist ein gestrenger Mann, // Der läßt sich gar nicht foppen."
"Morgen kommt der Weihnachtsmann, // Kommt mit seinen Gaben."
"Summ summ summ! / Bienchen summ herum!"
"Winter, ade! // Scheiden tut weh."
"Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant."
"Das Fest der Pfingsten kommt im Hall der Glocken."
"Das Größeste ist das Alphabet, // Denn alle Weisheit steckt darin, // Aber nur der erkennt den Sinn, // Der's recht zusammenzusetzen versteht."
"Das Herz hat auch sein Ostern, wo der Stein // Vom Grabe springt."
"Dem Irrthum, Freund, entgehst du nicht; // Doch läßt dich Irrthum Wahrheit ahnen."
"Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, // Da bleibe wer Lust hat mit Sorgen zu Haus."
"Ein ewig Rätsel ist das Leben, // Und ein Geheimnis bleibt der Tod."
"Hier ist die Kühnheit Klugheit."
"Klug ist, wer stets zur rechten Stunde kommt, // Doch klüger, wer zu gehn weiß, wann es frommt."
"Nur wer verzagend // Das Steuer losläßt, ist im Sturm verloren."
"Und es mag am deutschen Wesen // Einmal noch die Welt genesen."
"Und wenn die Noth nicht Eisen bricht, // Das Eisen bricht die Noth."
"Was rühmst du deinen schnellen Ritt! // Dein Pferd ging durch und nahm dich mit."
"Wer recht in Freuden wandern will, // Der geh' der Sonn' entgegen."
"Wie viel ich Täuschung auch erfuhr // Im Leben und im Lieben, // Du bist mir allezeit, Natur, // Du bist mir treu geblieben."
"Also // stehen noch Tempel. Ein // Stern // hat wohl noch Licht. // Nichts, // nichts ist verloren."
"Der Tod ist ein Meister aus Deutschland."
"Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts // wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends // wir trinken und trinken."
"Man hat nur an so viel Freude und Glück Anspruch, als man selbst gewährt."
"Reue ist Verstand, der zu spät kommt."
"Den Stolz hat Gott noch stäts vernichtet // Und Demuth immer aufgerichtet, [...]."
"Denn Liebe, sagt man, ist nur Hoffen, // Und wird gewährt, vom Tod betroffen."
"Es giebt zwei Wege, sich zu bilden. Der eine geht im Thale entlängst den Bächen und Flüssen. Man mißt, schreitet vor und zurück, und kommt am Ende wohl zu einem Begriffe dessen, was man durchschritten. Der andre führt grade auf den Berg, von wo herab du das ganze Stromgebiet mit einem Blicke überschaust."
"Denn die Sehnsucht nach dir hält mich gefangen, bis du mich aus meiner Einsamkeit erlöst."
"Dich, liebste Freundin, anzusehen, genügt mir, um glücklich zu sein."
"Ein Mittagsschlaf im Sommer tut gut, wenn einer ohne Sorgen bei der Magd auf dem Stroh liegen kann. Das bereitet Vergnügen."
"Süße Träume wecken meine Begierde."
"Wach ganz leise und behutsam auf, liebste Freundin! Blinzle durch deine Wimpern und sieh, wie sich das dunkle Grau zwischen den Sternen hellblau verfärbt."
""Wenn wir in ihr das Aufenthaltsrecht erwerben, wird die »Erschriebene Welt« der Dichter unsre »Erlesene Wirklichkeit«." – Erlesene Wirklichkeit. Essays und Lobreden von Rilke, Brecht und George bis Celan, Jandl und Ilse Aichinger. Aachen (Rimbaud) 2005, S.5. ISBN 3-89086-636-0"
"Man sollte lieber Neid als Mitleid erregen."
"Man müsste versuchen, glücklich zu sein, und sei es nur, um ein Beispiel zu geben."
"Ein Wanderer schreitet durch die Nacht, // Sein Auge sucht die Sterne; // Der Heimat hat er still gedacht // In weiter, weiter Ferne; // Das Herz schlägt ihm so sehnsuchtsbang, // Er lauscht, ein fernes Glöcklein klang, // Das mahnet ernst zum Beten."
"Ja, Gott ist treu, er hält, was er verheißt! // Dank, liebes Weib, du wecktest mein Vertraun, // Auf Gottes Hilfe will ich freudig baun, // Und zag' ich jemals wieder in der Not, // Dann frag' mich nur: "Ist denn der Herrgott tot?"
"Form ist Wollust, Frieden, himmlisches Genügen, // Doch mich reißt es, Ackerschollen umzupflügen."
"Ich bin nur Flamme, Durst und Schrei und Brand."
"Mein Herz steht bis zum Hals in gelbem Erntelicht wie unter Sommerhimmeln schnittbereites Land."
"Auch die bittersten Worte, die Menschen einander sagen, wirken selten so entzweiend wie die unausgesprochenen, die der eine vom andern vergeblich erwartet."
"Die Jahre des Wiederaufrichtens nach ungeheurem Einsturz, das sind die guten Wachstumsjahre der Völker."
"Leben ist eine Zusammenkunft, zu der immer nur eine begrenzte Zahl auf einmal geladen ist, und nie wird die Einladung wiederholt."
"und der Seher wird vielleicht am tiefsten in die Zukunft schauen, wenn die Gegenwart beruhigt ist."
"Was einer ist, was einer war, // Beim Scheiden wird es offenbar. // Wir hörens nicht, wenn Gottes Weise summt, // Wir schaudern erst, wenn sie verstummt."
"Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden, // Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht."
"Es singen die Wasser im Schlafe noch fort // Vom Tage, // Vom heute gewesenen Tage."
"Fragst du mich, woher die bange // Liebe mir zum Herzen kam, [...]."
"Frühling läßt sein blaues Band // Wieder flattern durch die Lüfte."
"Im Nebel ruhet noch die Welt, // Noch träumen Wald und Wiesen."
"Laß, o Welt, o laß mich sein! // Locket nicht mit Liebesgaben, // Laßt dies Herz alleine haben // Seine Wonne, seine Pein!"
"Rosenzeit! Wie schnell vorbei, // Schnell vorbei, // Bist du doch gegangen!"
"...sagt man nicht // Daß auch ein Ball, geworfen über die Grenze // Der Luft, bis wo der Erde Atem nicht mehr hinreicht, // Nicht wieder rückwärts fallen könne, nein // Er müsse kreisen, ewig, wie ein Stern."
"Damits Dir Spaß noch macht, // mußt Du Dich schon bequemen, // das Leben immerhin // ein bischen ernst zu nehmen."
""Der Freie traut durch Wolken seinem Sterne"
""Gott ist die Welt"
"Lernet verachten // die Meute der Menschen! // Rein, für die Menschheit // schlage das Herz!"
""Reclame siegt auch dann, // wenn Man den Braten roch"
"Verhüllter Schmerz ist heilig wie der Tod."
"Achte auf das Ende bei einem langen Leben."
"Gesetze schrieb ich euch, gerechte, welche klar // bestimmen, was dem Guten, was dem Bösen frommt."
""Nichts im Übermaß!“"
"Sitze nicht zu Gericht, sonst wirst du dem Verurteilten ein Feind sein."
"Die Vorurtheile hängen den Menschen an, wie das Moos den Bäumen. Wer sie mit Gewalt auskratzen wollte, würde dem Baume schaden."
"Glaube, so wie ihn unsere Philosophen zum Theil nehmen, ist doch wohl nichts, als Resignation seiner Persönlichkeit zu Gunsten eines Andern?"
"Wo die Regenten schlecht sind, kommt schwerlich eine Nation in die Höhe, es mag so viel Tugendprediger geben als möglich."
"Die Zusammenhänge sind deutlich, wenn ich auch nicht weiß, welche Zusammenhänge."
"Ein ehrlicher Räuber ist beruhigender als eine ungewisse Zukunft."
"Endlich weiß man, was Zeit ist: Solange man auch trödelt, es wird nicht früher."
"Es ist immer erfreulich, mit gebildeten Menschen zusammenzutreffen."
"Helft der Ehrgeizigen nicht."
"Ich wache auf und bin gleich im Notstand. Die Gründe weiß ich nicht genau, verhafte aber vorsorglich meine Kinder, Verhaftungen müssen sein."
"Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind! // ... // Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet! // Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!"
"Vergessen, vergessen, und die Toten sterben zum zweiten Mal."
"Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume!"
"Wert ist möglicherweise eher dort, wo keine Inhalte mitgeteilt werden."
"Der Dichter steht auf einer höhern Warte, // Als auf den Zinnen der Partei."
"Heut ballt man nur die Hände, man faltet sie nicht mehr!"
"Jedwede Zeit hat ihre Wehen; // Ein junges Deutschland wird erstehn. // Unhemmbar ist des Geistes Wehen, // Und vorwärts kann die Zeit nur gehn."
""Kein Zug des Schicksals setzt mich matt:"
""O nein, was sie den Wassern singt, ist nicht der Schmerz und nicht die Schmach"
"Ob Armuth euer Loos auch sei, // Hebt hoch die Stirn, trotz alledem! // Geht kühn den feigen Knecht vorbei; // Wagt's, arm zu sein trotz alledem! // Trotz alledem und alledem, // Trotz niederm Plack und alledem! // Der Rang ist das Gepräge nur, // Der Mann das Gold trotz alledem!"
"Was liegt am Volk, wenn Cäsar fröhlich ist?"
"Wir sind das Volk, die Menschheit wir, // Sind ewig drum, trotz alledem! // Trotz alledem und alledem! // So kommt denn an, trotz alledem! // Ihr hemmt uns, doch ihr zwingt uns nicht – // Unser die Welt trotz alledem!"
"Die schärfsten Kritiker der Elche // waren früher selber welche."
""Erwin aus der Unterschicht // liebt die Oberklasse nicht. // Doch vom Chef die Tochter // sah er gern und mocht er." Die Gedichte, Antje Kunstmann 2019, S. 125."
"Das Leben ist ein Meer, der Fährmann ist das Geld: // Wer diesen nicht besitzt, schifft übel durch die Welt."
"Wer, wenn er zwanzig Jahr nun alt, // Hat noch nicht schöne Leibsgestalt, // Und keine Stärke, wenn er dreyssig, // Wenn vierzig, kein Hirn noch Verstand, // Und fünfzigjährig, nicht ist fleissig, // Noch reich an Geld, Gut oder Land; // Der wird sehr schwerlich hier auf Erden // Schön, stark, weis', oder häbig werden."
"Wer will vergnüglich alten, // soll mit Niemand Feindschaft, // mit Jedermann Freundschaft, // mit Wenigen Gemeinschaft, // mit Vielen Kundschaft halten // und lassen Gott dann walten."
"Ich habe Geschmack gefunden an der Republik, // Seit ich so viele Könige gesehen."
"Ich leide viel, meine Kinder, es ist wahr; aber es gibt Leute, die lebend mehr leiden als ich im Sterben."
"der Spruch, den Yeats sich hatte auf seinen Grabstein schreiben lassen [...]: Reiter, wirf einen kalten Blick auf das Leben, auf den Tod — und reite weiter."
"Der Akt der Würdigung von etwas, das Größe hat, ist ein Akt der Selbstüberwindung."
"Hinter der Maske ist immer ein lebendiges Gesicht."
"Ein Dichter schöpft die Tragik aus seiner eigenen Seele, der Seele, die allen Menschen gleicht."
""Jede Kultur wird durch die Suggestion eines unsichtbaren Hypnotiseurs zusammengehalten"
"Keiner, der mit äußerster Geschwindigkeit läuft, hat Kopf oder Herz."
"Die Jungen // werfen // zum Spaß // mit Steinen // nach Fröschen // Die Frösche // sterben // im Ernst"
"Es ist nicht wahr // daß Geschichte // gefälscht wird // Sie hat sich großenteils // wirklich // falsch // zugetragen // Ich kann das bezeugen: // Ich war dabei"
"Es ist was es ist // sagt die Liebe"
"Nichtwissen// tut niemand weh // mit Ausnahme derer // denen wehgetan werden kann // weil niemand es weiß"
"Was den Armen zu wünschen wäre // für eine bessere Zukunft? // Nur dass sie alle // im Kampf gegen die Reichen // so unbeirrbar sein sollen // so findig // und so beständig // wie es die Reichen // im Kampf gegen die Armen sind"
"Wenn die Gedichte // einfacher werden // so zeigt das // nicht immer an // daß das Leben // einfach geworden ist"
"Wer will // daß die Welt // so bleibt // wie sie ist // der will nicht // daß sie bleibt"
"Zu sagen // »Hier herrscht Freiheit« // ist immer // ein Irrtum // oder auch // eine Lüge: // Freiheit herrscht nicht"
"Zweifle nicht // an dem // der dir sagt // er hat Angst // aber hab Angst // vor dem // der dir sagt // er kenne keine Zweifel"
"Das Leben hängt an einem Haare,// d'rum mache Klugheit dir zu Pflicht,// Bis du eig'ner Freund geblieben,// dann kümm're dich das Schicksal nicht."
"Dessen Herz durch Liebe lebt,// wird den Toten nicht gesellt,// mein ewges Dasein steht// deshalb in dem Buch der Welt."
"Lass die Welt dich nicht verführen!// Dieses alte Mütterlein,// setzt sich voll von Ränken nieder,// und erhebt sich Schalk und fein."
"Mag ich gut sein oder böse,// wandle weiter deinen Pfad!// Denn am Ende erntet jeder,// nur die Früchte seinen Tat."
"O Herz, wenn du die heut'ge Lust// auf morgen übertragen,// Wer will der Wert des Daseins// dir zu verbürgen wagen."
"Schöne Zeit, wo ich des Glückes// mit dem Freund zu sein genoss,// während zwecklos nur und Töricht// mir die Übrige verfloss!"
"Vertrau’ dem Mund des Windes nicht//und wenn er noch so günstig bliese!"
"Schaue jemandem in die Augen und du begegnest ihm."
"Im scheinbar // grundlosen Lächeln // offenbart sich // die Natur der Seele."
"Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann."
"Aphorismus — ein Wort in Sinn getaucht."
"Das Gute im Menschen – sein schlechtes Gewissen."
"Die Stärke eines Menschen zeigt sich in der Blöße, die er sich selber gibt."
"Die Wirklichkeit erschließt sich am einfachsten zitatenweise."
"Ehe du Farbe bekennst, male dir alle Schattierungen aus."
"Ein guter Aphorismus ist von erschöpfender, ein schlechter von ermüdender Kürze."
"Sie sahen nichts, sie wussten nichts — dennoch: um in Unschuld baden zu können, musste aus uns nicht Seife gemacht werden."
"Ziehe nicht länger die Konsequenz, sonst reißt sie."
"Aber wenn man schon vor jemanden den Buckel krumm und die Stimme sanft macht, dann muß es etwas sein, das einem Respekt beibringt und einen nicht das Gruseln lehrt [...]."
"Es ist ein angenehmes Gefühl, auf dem Rücken zu liegen und den leichten, weißen Wolken nachzueifern mit reiselustigen Gedanken."
"Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund, [...]."
"Die Gedult ist meine Stärke, // Die Gelaßenheit mein Schwerd; // Wer sich mit Verachtung wehrt, // Thut im Streiten Wunderwercke, // Bis Gewalt und Boßheit liegt."
"Man getraut sich nichts zu wagen; man verfällt von Zeit zu Zeit, // Und gewöhnt sich ganz gelassen zu der Niederträchtigkeit."
"Die Rach ist kein vergeßlich Weib,/ Sie dringt zwar langsam auf den Leib, /Allein mit desto schärferm Streiche."
"Zu wahr, um schön zu sein: // auch der Feingeist muß fressen."
"Wenn man begriffen hat // daß Lieben wichtiger ist // als Geliebt werden // ergibt sich das Geliebtwerden // ganz von selbst!"
"WER ist eigentlich dieser Achill, // fragte die Schildkröte // und fraß weiter an ihrem Salatblatt."
"Ich hatte schlechte Lehrer. Das war eine gute Schule."
"„Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker.“"
"Ein Menschenherz ist wie die Blume, // Die blühend auf dem Felde steht, // Die heute lustig prangt und duftet, // Die morgen schon der Wind verweht."
"Fluch solchem Dasein! Bei dem Träumer nicht, // Nicht bei dem Schwächling wird die Muse rasten, // Doch immer gern sie dem die Kränze flicht, // Der muthig trug des Lebens Müh' und Lasten."
"Glückselig, wessen Arm umspannt // Ein Liebchen aus Westfalenland!"
"Nicht immer reiften mir die Trauben, // Draus süßen Labetrank man preßt, // Doch meiner Seele Sonnenglauben – // Trotz alledem! – ich hielt ihn fest! –"
"O, der hat alles, dem die Lieb’ geblieben!"
"Wie viele Weise giebt’s zu dieser Frist, // Und doch, wie ist der Weisen Schaar so klein! – // Weil jeder Diamant nur Kohle ist, // Glaubt jede Kohle Diamant zu sein."
"Das ist das schlimmste von allen Übeln: // an Vergangnem herumzugrübeln [...]"
"Die Dichter, das sind die großen Träumer ihres Volkes... // die Träumer seiner Sehnsucht!"
"Hab Sonne im Herzen, // ob's stürmt oder schneit, // ob der Himmel voll Wolken, // die Erde voll Streit.."
"Was jung ist, // will jung sein, // das ist so Brauch! // als wir jung waren, // wollten wir's auch!"
"Diese Zeiten // Sind gewaltig, // Bringen Herz und // Hirn in Noth -- // Ruhe, ruhe, // Meine Seele, // Und vergiss, // Was dich bedroht!"
"Drei Dinge kehren nie: // Der Pfeil, der abgeschossen, // Das ausgesprochne Wort, // Die Tage, die verflossen."
"Verzicht', o Herz, auf Rettung, // Dich wagend in der Liebe Meer! // Denn tausend Nachen schwimmen // Zertrümmert am Gestad' umher!"
"O wüßt ich doch den Weg zurück, // Den lieben Weg zum Kinderland!"
"Walle, Regen, walle nieder, // Wecke mir die Träume wieder, // Die ich in der Kindheit träumte, // Wenn das Naß im Sande schäumte;"
"Warum denn warten // Von Tag zu Tag? // Es blüht im Garten // Was blühen mag."
"Wo Liebe, Freundschaft, Weisheit und Natur // In frommer Eintracht wohnen, ist der Himmel."
"Worte sind Beute des Sturms."
"Dem Kinde bot die Hand zu meiner Zeit der Mann, // Da streckte sich das Kind, und wuchs zu ihm hinan: // Jetzt kauern hin zum lieben Kindelein // Die pädagogische Männelein."
"Pracht, Reichtum, eitle Lust kann sie uns nicht gewähren; // Was giebt die Weisheit denn? den Geist dies zu entbehren."
"Schnell wird ein Dichter alt, dann hat er ausgesungen; // Doch manche Critici! die bleiben immer Jungen."
"Bunt sind schon die Wälder; // Gelb die Stoppelfelder, // Und der Herbst beginnt. // Rothe Blätter fallen, // Graue Nebel wallen, // Kühler weht der Wind."
"Das arme Herz, hienieden // Von manchem Sturm bewegt, // Erlangt den wahren Frieden // Nur wo es nicht mehr schlägt."
"Handelt! durch Handlungen zeigt sich der Weise. // Ruhm und Unsterblichkeit find ihr Geleit. // Zeichnet mit Thaten die schwindenden Gleise // Unserer flüchtig entrollenden Zeit."
"Klag' ist ein Miston im Chore der Sfären! // Trägt denn die Schöpfung ein Trauergewand? // Hebet die Blicke, die trübe sich senken! // Hebet die Blicke: des Schönen ist viel. // Tugend wird selber zu Freuden uns lenken; // Freud' ist der Weisheit belohnendes Ziel."
"Nur das Dunkel der Nacht enthüllt uns die höheren Welten, // Blendendes Sonnenlicht deckt sie mit nichtiger Luft."
"Psyche's Aetherflügel sind gebunden; // Doch voll Mutes, wenn sie leise stöhnt, // Weiss sie: Nur in schwülen Prüfungsstunden // Sprosst die Palme die den Sieger krönt."
"Verwandte Seelen verstehen sich ganz!"
"Auf der Alm, da gibt's kan Sünd'."
"Mach wieder/ Wasser aus mir// Strömen will ich/ im Strom// ins Meer münden."
"Noch ist Raum/ für ein Gedicht// Noch ist das Gedicht/ ein Raum// wo man atmen kann"