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"Als letzter Aberglaube, als trauriges Reststück des Schöpfungsmythos, blieb dem westlichen Kulturkreis das Märchen vom Schöpfertum des Künstlers."
"Am unbarmherzigsten im Urteil über fremde Kunstleistungen sind die Frauen mittelmäßiger Künstler."
"Das einzig Ernsthafte auf der Welt ist die Kunst. Und der Künstler ist der einzige Mensch, der nie ernsthaft ist."
"Das Große posaunet sich nie aus, es ist bloß und wirkt so. Meist weiß das Große nicht, daß es groß ist, daher die höchsten Künstler der Welt die lieblichste kindlichste Naivetät haben und dem Ideale gegenüber, das sie immer leuchten sehen, stets demütig sind."
"Das Haus hat allen zu gefallen. Zum Unterschiede zum Kunstwerk, das niemandem zu gefallen hat. Das Kunstwerk ist eine Privatangelegenheit des Künstlers. Das Haus ist es nicht."
"Das Ziel des Künstlers ist die Erschaffung des Schönen. Was das Schöne ist, ist eine andere Frage."
"Der gute Künstler ist jener, den man verstehen kann; es ist der schlechte Künstler, der immer »missverstanden« wird."
"Der Kritiker lässt den Künstler, den er nicht versteht, das fühlen. Er behandelt ihn sehr von unten herab."
"Der Künstler fühlt sich stets gekränkt, wenn's anders kommt, als wie er denkt."
"Der Künstler kann und muss, als Mensch, die Heiligkeit der Moral einsehen und respektieren, als Künstler braucht er von der Moral keine Notiz zu nehmen, nur muss er in seinen Darstellungen die ewige Sittlichkeit nicht verletzen."
"Der Künstler trägt die Zeit nicht, zwischen zwei Deckel gelegt, bei sich an einer Kette; er richtet sich nach dem Zeiger des Universums, weiß darum immer was die Urkuckucksuhr geschlagen."
"Der Künstler verschließt die Augen vor der äußeren Welt und wendet den Blick auf die subjektiven Landschaften seiner Seele."
"Der wahre Künstler stellt sich die Frage gar nicht, ob sein Werk verstanden werden wird oder nicht."
"Die beste Regierungsform für den Künstler ist überhaupt keine Regierung."
"Die Gefahr für den Philosophen liegt darin, dass er bereits da ernst zu machen sucht, wo der Künstler noch spielt."
"Die Liste der ‚entarteten Kunst’ sagt mehr über die Nazis als über die Künstler aus."
"Die Männer tun mich gern ab als beste Künstlerin unter den Frauen. Ich glaube aber, ich bin einer der besten Künstler überhaupt"
"Doch der Künstler braucht nur so viel Kunstfertigkeit, wie erforderlich ist, um sein konkretes Ziel zu erreichen. Sollte er mehr davon besitzen, ist es sogar besser, wenn wir nichts davon erfahren, denn die Darbietung dieser technischen Brillanz würde lediglich seine Kunst beschädigen."
"Ein großer Künstler sieht die Dinge niemals so, wie sie sind. Wenn er sie so sähe, wäre er kein Künstler mehr."
""Ein Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will"
"Ein Künstler, der nicht provoziert, wird unsichtbar. Kunst, die keine starken Reaktionen auslöst, hat keinen Wert."
"Einstein war Künstler und Gelehrter, aber vor allem war er Revolutionär."
"Es ist unmöglich, Künstler zu sein und dabei der Schranken und Gesetze nicht zu achten. Die Kunst ist Begrenzung; zum Wesentlichen eines Bildes gehört der Rahmen."
"Für uns, die wir nicht Naturwissenschaftler sind, werden die Veränderungen der klassischen Physik seit wenig mehr als einem halben Jahrhundert in ihren Ursachen und Folgerungen auch künftig weitgehend undurchschaubar bleiben. ... Der Künstler ist von diesem esoterischen Bereich nebelhaft schwieriger Funktionen und Differentialgleichungen genauso wie wir anderen ausgeschlossen."
"Glück wie Unglück ist doch zuletzt nur Stoff, und menschliche Aufgabe daran zum Künstler zu werden;"
"Große Künstler haben kein Vaterland."
"Ich glaube, dass der Künstler nicht bloß charmanter Gesellschafter oder Lebensphilosoph, sondern Priester des Ewigen sei."
"Jeder Mensch sollte Künstler sein. Alles kann zur schönen Kunst werden."
"Kein Künstler ist während der ganzen vierundzwanzig Stunden seines täglichen Tages ununterbrochen Künstler; alles Wesentliche, alles Dauernde, das ihm gelingt, geschieht immer nur in den wenigen und seltenen Augenblicken der Inspiration."
"Künstler ist nur einer, der aus der Lösung ein Rätsel machen kann."
""Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens"
"Man lobt den Künstler dann erst recht wenn man über sein Werk sein Lob vergisst."
"Man nennt viele Künstler, die eigentlich Kunstwerke der Natur sind."
"Mich stören die Künstler, die irgendwann vergessen haben, dass sie auch einmal kleine Arschlöcher waren und dann, wenn sie groß rausgekommen sind, ihr Publikum, die Leute also, die ihnen ihren Lebensstil ermöglichen, wie die letzten Deppen behandeln."
"Mozart [...] scheint den Künstler par excellence, jenseits aller politischen Interessen und jeglicher politischen Betätigung, zu verkörpern: von seinem Werk besessen, dabei naiv und unbewußt seiner Schöpferkraft anheimgegeben, alles um sich herum vergessend oder nur als Kulisse seines künstlerischen Daseins wahrnehmend."
"Nicht jeder, der den Pinsel in die Hand nimmt und Farben verquistet, ist ein Maler."
"Nichts Besseres kann der Künstler sich wünschen als grobe Freunde und höfliche Feinde."
"Nur die Künstler verderben die Kunst."
"Sinnlichkeit, Sinnlichkeit bis in die Fingerspitzen, gepaart mit Keuschheit, das ist das Einzige, Wahre, Rechte für den Künstler."
"So wie der Künstler immer ein Sohn seines Volkes, so ist die Kunst immer ein Tochter der jeweiligen geschichtlichen Konstellation."
"Träume können Empfindungen, Szenen und Bilder so eindringlich und schön gestalten wie der wache Künstler es nicht kann."
"Welch ein Künstler geht mit mir zugrunde!"
"Wenn ein Autor sein Buch an ein anderes Medium abgibt, an den Film oder an die Bühne, muss er den anderen Künstlern Freiraum lassen. Sonst können deren Medien nicht anfangen zu atmen."
"Wenn man früher einen guten Song hatte, wusste man: Der verkauft sich auch. Heute ist das anders. Ob ein Song gut ist, interessiert die Plattenfirmen nicht. Was sie wollen, sind Künstler, die die Hosen runterlassen und den Leuten ins Gesicht rotzen."
"Wenn wir nach Tätigkeiten suchen, die sich mit dem Schaffen des bildenden Künstlers vergleichen lassen, bieten sich eigentlich nur zwei geistige Berufe an: der des Dichters und jener des Philosophen, denn diese beiden verfolgen ähnliche Ziele wie der Künstler. Wie der bildende Künstler wollen auch diese beiden nur eines: ihr Verständnis der Wirklichkeit so konkret wie möglich zum Ausdruck bringen."
"Wer wirklich ein guter Schauspieler werden will, muss im Theater lernen. Hier kann man sich als Künstler auch am besten ausleben. Wobei Shakespeare selbstverständlich die Kür ist."
"Wir sind Tiere. Unser erster Instinkt, wenn wir etwas Schönes sehen, ist, es zu fressen."
"Die gerade Linie ist gottlos und unmoralisch."
""Zurück zu Loos. Natürlich stimmt es, daß die schablonierten Ornamente Lüge waren. Verbrechen waren sie nicht. Durch die Abnahme der Ornamente wurden aber die Häuser nicht ehrlicher. Loos hätte das sterile Ornament durch lebendes Wachstum ersetzen sollen."
"Go verhält sich zu Schach wie Philosophie zu doppelter Buchführung."
"Die Kiffer werden im Falle der von ihnen erträumten Legalisierung ihre merkwürdigen, an Avonberatungen und Tupperkreise erinnernden privaten Handelsrituale vermissen."
""Ein Tag ohne Bier ist wie ein Tag ohne Wein"."
"Karneval der Kulturen. Die Ächtung des Volksliedes und der Heimatmusik unter den sich gebildet und erhaben Dünkenden Deutschlands versteckt eine überdauernde Begierde nach heimeliger Musik und lässt diese sich ausleben mittelst hemmungslosem Suhlens im größten Kitsche sogenannter irischer oder griechischer oder sonst welcher mit ethnischer Güte prämierter Volksmusik."
"Und so setzt gute Kunst sich durch, weil man gut nennt, was sich durchsetzt."
"Wohlgemerkt, wir haben nichts gegen Intelligenz, aber tagsüber genehmigten wir uns doch lieber ein ordentliches Bier."
"Ich denke sowieso mit dem Knie."
"Jeder Mensch ist ein Träger von Fähigkeiten, ein sich selbst bestimmendes Wesen, der Souverän schlechthin in unserer Zeit. Er ist ein Künstler, ob er nun bei der Müllabfuhr ist, Krankenpfleger, Arzt, Ingenieur oder Landwirt. Da, wo er seine Fähigkeiten entfaltet, ist er Künstler. Ich sage nicht, daß dies bei der Malerei eher zur Kunst führt als beim Maschinenbau ..."
"Wenn dann einer ein Apparätchen erfindet, mit dem man 200 Arbeitsplätze spart, dann gibt es ja keine Arbeitsstrittigkeit wie heute. Sondern dann steigen die Menschen aus, um ihre Fähigkeiten höherzuentwickeln. Und sie werden für diese Fähigkeit des Sichentwickelns und Lernens bezahlt in genau derselben Weise, wie sie bezahlt würden für die Herstellung von Besenstielen."
"Ich ziehe vor Joseph Beuys seinen berühmten Hut. Es ist diesem genialen Lebenskünstler nicht nur geglückt, jeden deutschen Bürgermeister hereinzulegen, sondern auch seine ehrfürchtigen Kritiker, welche die Beuys'sche Narrenfreiheit gehorsam übernommen haben."
"Feminismus ist für mich schnell Fanatismus. Geprägt durch das Leben in einer Diktatur ist es für mich wichtig, dass die Frau in einer freiheitlichen Gesellschaft nach Individualität strebt. Meine Antwort auf die Cicero-Frage nach dem Frauenmodell ist gemalt: Die Frau sollte Herrin ihrer selbst sein: Finde den Halt in dir selbst, frei von allen dogmatischen Debatten, frei von Konsens."
"Sie kommen jeden Tag und verunstalten unsere Städte. Sie hinterlassen überall ihre idiotischen Schriftzüge. Sie machen aus der Welt einen hässlichen Ort. Wir nennen sie Werbeagenturen und Stadtplaner."
""Als Kind erschien mir das höchste Ideal künstlerischer Existenz, Mitglied der Rolling Stones zu sein. Rückwirkend betrachtet finde ich dass ich da nicht ganz falsch gelegen bin, denn Rockmusiker scheinen im Gegensatz zu uns Malern vor allem eines zu haben: more cash and more fun.- "Herbert Schorn, Interview mit Gottried Helnwein, Oberösterreichische Rundschau, 7. März 2006 helnwein.de, interviews"
"Kunst ist für mich eine Waffe, mit der ich zurückschlagen kann."
"Kunst ist die einzige Freiheit, die uns geblieben ist."
"Von Donald Duck habe ich mehr gelernt als in all den Schulen, in denen ich war."
"Ich bin eine einsame Läuferin. Aber eine Langstreckenläuferin."
"Wenn ich etwas erklären möchte, dann möchte ich das auch darstellen. Wenn ich selbst das Material sein kann, dann werde ich es auch sein."
"Das, was ein anderer nicht so leicht nachmachen kann. Das ist Kunst."
"Die Aufgabe der Kunst besteht darin, Türen zu öffnen, wo sie keiner sieht."
"Ich male sonnige Blumen, weil ich die Menschen liebe, ich male für die Freude und das Glück der Menschen, damit alle Völker einander liebenm damit sie wie Blumen auf der ganzen Erde leben.."
"Zu welcher Zeit kann man sich erlauben, Pazifist zu sein? Die Ukraine befindet sich in der interessanten Situation, in der man diese Konzepte überprüfen kann. Aber jetzt sitze ich in meinem Studio und wir reden über Philosophie, obwohl ich den Beschuss höre. Ich bin gespannt, wie es weitergeht."
"Zur höheren Politik gehört ein hervorragender Mangel an Anstand."
"Ein Gentleman ist ein Händler im Frack."
"Früher lebte man in einer Kunstanschauung hundert Jahre. Jetzt häutet sich die Generation zehnmal und verlangt, dass wir mitschwören""
"Expressionismus heisst auf deutsch: ich möchte gern und kann doch nicht. Expressionismus ist Geilheit der Impotenz, ist: grosse Worte um eine Verlegenheit."
"Der Maler und der Beschauer vollenden zusammen ein Bild. Es ist ein Unterschied zwischen vollenden und fertig machen."
""Dass es uns lange gut geht, stösst gegen die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wir werden gar nicht geboren zum Glück. Das Glück, wie wir es"
"Wer Dankbarkeit fordert, verdient keine."