55 quotes found
""Das Wunder, wenn man es erlebt, ist nie vollkommen. Erst die Erinnerung macht es dazu." — Die Nacht von Lissabon. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1964, Seite 136"
""Es gibt da auch zwei Wahrheiten"
""Das Grauen läßt sich ertragen, solange man sich einfach duckt – aber es tötet, wenn man darüber nachdenkt." — Im Westen nichts Neues. Propyläen-Verlag Berlin 1929. Kapitel VII Seite 141"
"Dumm geboren zu werden ist keine Schande. Nur dumm zu sterben."
""Erst das Lazarett zeigt, was Krieg ist." — Im Westen nichts Neues. Propyläen-Verlag Berlin 1929. Kapitel X Seite 260"
""Er fiel im Oktober 1918, an einem Tage, der so ruhig und still war an der ganzen Front, dass der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden." — Im Westen nichts Neues. Propyläen-Verlag Berlin 1929. Kapitel XII Seite 288"
""In schwierigen Zeiten hat Gott immer eine Chance." — Arc de Triomphe. Bertelsmann Lesering, Gütersloh 1960, Seite 87"
"»Wir sterben nicht«, flüsterte sie in Ravics Armen. »Nein. Nicht wir. Nur die Zeit. Die verdammte Zeit. Sie stirbt immer. Wir leben. Wir leben immer. [...]« — Arc de Triomphe. Bertelsmann Lesering, Gütersloh 1960, Seite 161. Oft zitiert als: "Wir werden leben, nur die Zeit stirbt", mit der unzutreffenden Quellenangabe Im Westen nichts Neues."
""Zynismus ist Herz mit negativem Vorzeichen." — Der schwarze Obelisk. Aufbau Verlag, Berlin 1956. Seite 161"
""Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hineingehen müssen." — Im Fernseh-Interview vom 28. Januar 1963 mit Friedrich Luft beim SFB in Berlin. Erstsendung in der SFB-Sendereihe „Das Profil“ am 3. Februar 1963, 22 Uhr. Im Video der ardmediathek.de bei 09:20"
"Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!"
"Man könnte den ganzen Sinn des Buches etwa in die Worte fassen: Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen."
"Die Welt ist alles, was der Fall ist."
"Die meisten Sätze und Fragen, welche über philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig. Wir können daher Fragen dieser Art überhaupt nicht beantworten, sondern nur ihre Unsinnigkeit feststellen. Die meisten Fragen und Sätze der Philosophen beruhen darauf, dass wir unsere Sprachlogik nicht verstehen."
"Alle Philosophie ist „Sprachkritik“."
"Der Zweck der Philosophie ist die logische Klärung der Gedanken. // Die Philosophie ist keine Lehre, sondern eine Tätigkeit."
"Alles was überhaupt gedacht werden kann, kann klar gedacht werden. Alles was sich aussprechen lässt, lässt sich klar aussprechen."
"Alle Sätze der Logik sagen aber dasselbe. Nämlich Nichts."
"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."
"Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern es ist eine Grenze der Welt."
"Die Sätze der Logik sind Tautologien."
"Der Sinn der Welt muss ausserhalb ihrer liegen. In der Welt ist alles wie es ist und geschieht alles wie es geschieht; es gibt in ihr keinen Wert – und wenn es ihn gäbe, so hätte er keinen Wert."
"Der Tod ist kein Ereignis des Lebens. Den Tod erlebt man nicht. // Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt. // Unser Leben ist ebenso endlos, wie unser Gesichtsfeld grenzenlos ist."
"Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daß sie ist."
"Zu einer Antwort, die man nicht aussprechen kann, kann man auch die Frage nicht aussprechen. // Das Rätsel gibt es nicht. // Wenn sich eine Frage überhaupt stellen lässt, so kann sie auch beantwortet werden."
"Wir fühlen, daß selbst, wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind. Freilich bleibt dann eben keine Frage mehr; und eben dies ist die Antwort."
"Meine Sätze erläutern dadurch, dass sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie – auf ihnen – über sie hinausgestiegen ist. (Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.) // Er muss diese Sätze überwinden, dann sieht er die Welt richtig."
"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen."
"Der Philosoph behandelt eine Frage; wie eine Krankheit."
""Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache." §43"
"Die Idee sitzt gleichsam als Brille auf unsrer Nase, und was wir ansehen, sehen wir durch sie. Wir kommen gar nicht auf den Gedanken, sie abzunehmen."
"Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unsres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache."
"Ein philosophisches Problem hat die Form: »Ich kenne mich nicht aus.«"
""Was ich lehren will, ist: Von einem nicht offenkundigen Unsinn zu einem offenkundigen übergehen." §464"
""Eine Hauptursache philosophischer Krankheiten"
"Die Verwirrung und Öde der Psychologie ist nicht damit zu erklären, dass sie eine »junge Wissenschaft« sei; ihr Zustand ist mit dem der Physik z.B. in ihrer Frühzeit nicht zu vergleichen. (Eher noch mit dem gewissen Zweige der Mathematik. Mengenlehre.) Es bestehen nämlich, in der Psychologie, experimentelle Methoden und Begriffsverwirrung. (Wie im andern Fall Begriffsverwirrung und Beweismethoden.) // Das Bestehen der experimentellen Methode läßt uns glauben, wir hätten das Mittel, die Probleme, die uns beunruhigen, loszuwerden; obgleich Problem und Methode windschief aneinander vorbeilaufen."
"Gut und Böse tritt erst durch das Subjekt ein. Und das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt."
"Nur sich nicht in Teilprobleme verstricken, sondern immer dort hinaus flüchten, wo man freien Überblick über das ganze eine große Problem hat, wenn auch dieser Überblick noch unklar ist!"
"Esperanto. Das Gefühl des Ekels, wenn wir ein erfundenes Wort mit erfundenen Ableitungssilben aussprechen. Das Wort ist kalt, hat keine Assoziationen und spielt doch 'Sprache'. Ein bloß geschriebenes Zeichen würde uns nicht so anekeln."
"Die Tragödie besteht darin, daß sich der Baum nicht biegt, sondern bricht."
"Wir kämpfen mit der Sprache. Wir stehen im Kampf mit der Sprache."
""Ehrgeiz ist der Tod des Denkens." VB 560 (1948), vgl. books.google"
""Ist ein falscher Gedanke nur einmal kühn und klar ausgedrückt, so ist damit schon viel gewonnen." VB 144 (1948), vgl. books.google"
""Der Mensch ist der Nachbar des Seins." – Brief über den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.342"
"Der Mensch ist nicht der Herr des Seienden. Der Mensch ist der Hirt des Seins."
""Die genannte Frage [nach dem Sinn von Sein] ist heute in Vergessenheit gekommen..." – Sein und Zeit, 1927, in: Gesamtausgabe, Band 2, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1977, § 1, erster Satz"
""Die Sprache ist das Haus des Seins." – Über den Humanismus. Frankfurt a.M.: Klostermann, 1949. S. 5."
""Die Wissenschaft denkt nicht." – Was heißt Denken? 4. Aufl. Tübingen: Niemeyer 1984, S. 4 (Abdruck der Vorlesungen unter diesem Titel WS 1951/52 u. SS 1952, Zitat in erster Vorlesung); übernommen in den Vortrag: Was heißt Denken? in: Vorträge und Aufsätze, Pfullingen: Neske 1954, S. 129–143, hier: S. 133; zuerst im Mai 1952 als Vortrag im Bayerischen Rundfunk gesprochen; gedruckt in der Zeitschrift "Merkur", 6. Jg. 1952, S. 601 ff."
""Die Frage nach dem Sinn von Sein soll gestellt werden." – Sein und Zeit, 1927, in: Gesamtausgabe, Band 2, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1977, § 2, erster Satz"
"Herkunft aber bleibt stets Zukunft."
""Nicht Lehrsätze und 'Ideen' seien die Regeln eures Seins. Der Führer selbst und allein ist die heutige und künftige Wirklichkeit und ihr Gesetz." – Aufruf an die Deutschen Studenten. Freiburger Studentenzeitung 3. November 1933, in: Bernd Martin (Hrsg.), Martin Heidegger und das „Dritte Reich“. Ein Kompendium, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1989"
""Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst." – Brief über den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.326"
""Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts? Das ist die Frage." – Einführung in die Metaphysik, 1935, in: Gesamtausgabe, Band 40, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1983, § 1, erster Satz"
""Aus dem Spiegel-Spiel des Gerings des Ringes ereignet sich das Dingen des Dinges." – Das Ding, zit. nach Hans Joachim Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Stuttgart: Kohlhammer 1970, S. 442"
""Das Gewissen redet einzig und ständig im Modus des Schweigens." – Sein und Zeit, 1927, in: Gesamtausgabe, Band 2, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1977, § 56, S.363"