deutscher kath. Theologe
11 quotes found
"Alles theologische Reden von Gott ist analog."
"Der Christ ist in seinem Glauben überzeugt, daß die Antwort, die er auf sein Leidproblem geben muß, nur möglich ist als durch die Gnade gegebener Mitvollzug der Antwort, die Jesus am Kreuz auf die Todesnot gegeben hat, in die er willig versank."
"Denn alle abstrakte Theologie liefe schließlich doch ins Leere, wenn sie sich nicht selber aufheben würde aus Worten über die Sache in ein Gebet hinein, in dem vielleicht doch geschehen könnte, worüber nur geredet wurde."
"Der ungeheuerliche Protest, der aus der Weltgeschichte sich erhebt, ist nicht einfach der verstärkte Lärm, der ein im Grunde selbstverständliches Leben und Sterben immer und überall begleitet; wer so den Schmerz in der Weltgeschichte verharmlosen würde, verrät die Würde der Person, der Freiheit und des absoluten Imperativs des Sittlichen."
"Es ist in der Praxis unserer Existenz eben doch so, daß die Annahme Gottes als des unverfügbaren Geheimnisses und die schweigende Annahme der Unerklärlichkeit und Unbeantwortbarkeit des Leides derselbe Vorgang sind."
"Die ungeheure schweigende Leere, die wir als Tod empfinden, ist in Wahrheit erfüllt vom dem Urgeheimnis, das wir Gott nennen, von seinem reinen Licht und seiner alles nehmenden und alles schenkenden Liebe, und wenn uns dann auch noch aus diesem weiselosen Geheimnis doch das Antlitz Jesu, des Gebenedeiten erscheint und uns anblickt, und diese Konkretheit die göttliche Überbietung all unserer wahren Annahme der Unbegreiflichkeit Gottes ist, dann, dann so ungefähr möchte ich nicht eigentlich beschreiben, was kommt…"
"Der Fromme der Zukunft wird ein 'Mystiker' sein, einer, der etwas 'erfahren' hat, oder er wird nicht mehr sein."
"Der absolute, selbst seine Vergangenheit tilgende Tod des Wortes 'Gott' wäre das von niemandem mehr gehörte Signal, daß der Mensch selbst gestorben ist."
"The real argument against Christianity is the experience of life, this experience of darkness. And I have always observed that the elemental force and the arbitrary prejudgment which lie behind the technical arguments of the learned — or rather of individual learned men — against Christianity always spring from these ultimate experiences of existence which plunge mind and heart into darkness, fatigue and despair."
"The devout Christian of the future will either be a 'mystic', one who has 'experienced' something, or he will cease to be anything at all."
"Grace is everywhere as an active orientation of all created reality toward God, though God does not owe it to any creature to give it this special orientation. Grace does not happen in isolated instances here and there in an otherwise profane and graceless world. It is legitimate, of course, to speak of grace-events which occur at discrete points in space and time. But then what we are really talking about is the existential and historical acceptance of this grace by human freedom. … Grace itself … is everywhere and always, even though a human being's freedom can sinfully say no to it, just as a human being's freedoms can protest against humankind itself. This immanence of grace in the conscious world always and everywhere does not take away the gratuity of grace, because God's immediacy out of self-giving love is not something anyone can claim as his or her due. The immanence of grace always and everywhere does not make salvation history cease to be history, because history is the acceptance of grace by the historical freedom of human beings and the history of spirit coming ever more to itself in grace."