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April 10, 2026
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"Die Natur reguliert sich eben am besten von selbst, und kurzsichtiges Eingreifen des Menschen wird niemals Gutes zeitigen auch nicht im umgekehrten Sinne, wie es wohlmeinende Naturfreunde Ăśfters versucht haben."
"Auch in Deutschland beginnt eine andere Auffassung des Naturschutzes sich durchzusetzen. Vorgeschrittene Geister haben das NĂźtzlichkeitsprinzip als vĂśllig ungenĂźgend verworfen. Wir wollen z. B. einen Vogel nicht deshalb schĂźtzen, weil er vielleicht schädliche Insekten vertilgt, sondern wir wollen den Vogel schĂźtzen um das Vogels selbst willen, weil es in seiner Art ein herrliches GeschĂśpf ist, ein Dichtergedanke gewissermaĂen der schaffenden Natur, weil ohne die anmutigen Bewegungen, die bunten Farben und die lieblichen Gesänge unserer VĂśgel unsere Wälder und Fluren unendlich Ăśde, tot und traurig erscheinen wĂźrden."
"Jede Person hat einen Genotyp und eine Lebensgeschichte, die sich von jedem anderen Wesen unterscheiden, sei es von einem Mitglied der Familie, des Clans, der Rasse oder der Menschheit. Ăber die universellen Rechte aller menschlichen Wesen hinaus (was eine typologische Zuschreibung sein kann!), sollte eine Person aufgrund seiner eigenen Verdienste bewertet werten."
"Nichts in der Biologie ergibt einen Sinn auĂer im Licht der Evolution."
"der evolutionäre Ăberlebenskampf ist eigentlich ein selbstsĂźchtiges Hauen und Stechen, und dennoch kann er zu ausgesprochen sozialen Tieren wie Delfinen, WĂślfen oder eben auch den Primaten fĂźhren. Uns nur als Killeraffen zu betrachten, bezeichne ich als den Beethoven-Fehler: Beethoven war unorganisiert und schlampig, seine Musik jedoch ist der Inbegriff von Ordnung."
"Sicher bin ich mir nur darin, dass wir der mit Abstand widersprĂźchlichste aller Primaten sind. Nie hat ein Tier mit einem grĂśĂeren inneren Konflikt auf dieser Erde gelebt. Insofern haben wir nicht einen Affen in uns, sondern mindestens zwei. Mit diesem Widerspruch mĂźssen wir leben."
"Die Kultur des Menschen liegt gleichsam an der Leine seiner biologischen Natur. Niemals kann sich Kultur gegen die Natur des Menschen richten."
"Sigmund Freud und auch der franzÜsische Ethnologe Claude LÊvi-Strauss haben uns eingehämmert, wir Menschen seien die einzigen Kulturwesen. Die Vorstellung einer tierischen Kultur war deshalb im Westen undenkbar."
"Eine sehr interessante Zeit ist angebrochen. Menschen werden biologischer, Tiere werden kultureller."
""Ein junger Affe ist vergleichbar mit dem Lehrling eines Sushimeisters. Der schaut seinem Meister einige Jahre lang bei der Arbeit zu. Dadurch hat es die Abläufe so verinnerlicht, daà er sie am Tag seiner Feuertaufe selbst ausfßhren kann. Zu dieser Transferleistung sind auch Affen fähig. Und das ist Kultur." -"
"Ein Biologe, der Probleme mit dem Tod hat, ist kein Biologe â der ist Esoteriker."
"Wenn Schimpansen Gewehre und Messer hätten und wĂźssten, wie man mit ihnen umgeht â sie wĂźrden sie benutzen wie der Mensch."
"Es ist doch merkwĂźrdig, daĂ gerade diejenigen Professoren am meisten gegen die Abstammung vom Affen protestieren, die sich bezĂźglich ihrer Gehirnentwicklung am wenigsten von ihm entfernt haben."
"Unsere Vorstellung von Raum und Zeit wird ganz anders, als Kant noch vor hundert Jahren sie lehrte; das 'kritische' System des groĂen KĂśnigsberger Philosophen offenbart in dieser Beziehung, wie in der theologischen Beurteilung der organischen Welt und in seiner Metaphysik, recht erheblich dogmatische Schwächen."
""Die FrĂźchte vom Baume der Erkenntnis sind es immer Wert, daĂ man um ihretwillen das Paradies verliert! Also nur immer fortgefahren und mit äuĂerster Konsequenz in die letzte Pforte der Erkenntnis vorgedrungen."
"Die Astrophysik hat unsere Weltanschauung im groĂartigsten MaĂstabe erweitert, indem sie uns im unendlichen Weltraum Millionen von kreisenden WeltkĂśrpern nachgewisen hat, grĂśĂer als unsere Erde, und gleich dieser in beständiger Umbildung begriffen, in einem ewigen Wechsel von "Werden und Vergehen"."
"Welch ein ungeheurer Erfolg fßr den Naturschutz hätten die Disney-Naturfilme sein kÜnnen, wenn sie nur einige Sätze ßber die Bedrohung der Tier- und Pflanzenwelt durch den Menschen enthalten hätten!"
"Ohne Jäger, welche heute den Landwirten oft schwindelerregende Beträge als Jagdpachten zahlen, wären vermutlich Hirsche, Hasen, Rehe, Wildschweine und Rebhßhner längst als landwirtschaftliche Schädlinge ausgerottet, wie das mit Maikäfern, Kornblumen oder Mohnblumen geschehen ist. Es ist das Verdienst der Jäger, das verhindert zu haben."
"Mit einem Buch konnte man im vorigen Jahrhundert noch VĂślker aufrĂźtteln."
"Leider werden wirklich in der Geschichte immer diejenigen Männer als ÂťgroĂÂŤ gefeiert, die viele Kriege begonnen und gewonnen haben. Aus diesen GrĂźnden habe ich mich nie fĂźr Geschichtshelden wie Napoleon, Friedrich den GroĂen, Alexander oder Julius Cäsar begeistern kĂśnnen."
"AuĂerdem wird auch eine wissenschaftliche Arbeit nicht dadurch gelehrter, dass man ÂťadultÂŤ statt ausgewachsen, ÂťjuvenilÂŤ statt jugendlich und ähnliches sagt. Seit meinem zwĂślften Lebensjahr ist es mein Ehrgeiz, alles in meiner Muttersprache ausdrĂźcken zu kĂśnnen, und zwar auch in vernĂźnftigen, verständlichen Sätzen."
"Wenn Medizin auf Wissenschaft beruht, heilt man Menschen. Wenn das Design von Flugzeugen auf Wissenschaft beruht, fliegen sie. Wenn das Design von Raketen auf Wissenschaft beruht, erreichen sie den Mond. Es funktioniert ... Bitches."
"Unser Leben ist so sinnvoll, so ausgefĂźllt und groĂartig, wie wir selbst es gestalten. Und wir kĂśnnen es wirklich groĂartig gestalten."
"Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen."
"Entscheidend ist nicht, ob Gottes Existenz widerlegbar ist (das ist sie nicht), sondern ob sie wahrscheinlich ist."
"Dass ich von der Evolution ßberzeugt bin, hat nichts mit Fundamentalismus oder religiÜsem Glauben zu tun, denn ich weià ganz genau, welche Voraussetzungen erfßllt sein mßssen, damit ich meine Ansichten ändere, und ich wßrde es sofort tun, wenn die erforderlichen Belege auf dem Tisch lägen."
"Atheismus ist fast immer ein Zeichen fßr eine gesunde geistige Unabhängigkeit und sogar fßr einen gesunden Geist."
"Vererbung ist nicht das Gleiche wie Fortpflanzung. Es kann auch Fortpflanzung ohne Vererbung geben: Ein Waldbrand pflanzt sich fort, aber er vererbt nichts."
""Jede Generation hat ihre darwinistischen Versager, aber jedes Individuum stammt nur von den erfolgreichen Minderheiten der vorangegangenen Generation ab."- Der entzauberte Regenbogen: Wissenschaft, Aberglaube und die Kraft der Phantasie, Rowohlt Verlag, 2. Auflage, Januar 2002, ISBN 3499613379. Ăbersetzer: Sebastian Vogel."
"Die darwinistische Erklärung dafßr, warum Lebewesen das, was sie tun, so gut kÜnnen, ist sehr einfach. Sie sind gut durch die angehäufte Klugheit ihrer Vorfahren."
"Das Universum, das wir beobachten, hat genau die Eigenschaften, mit denen man rechnet, wenn dahinter kein Plan, keine Absicht, kein Gut oder BĂśse steht, nichts auĂer blinder, erbarmungsloser GleichgĂźltigkeit."
"Das Leiden hat in der Natur jedes Jahr ein AusmaĂ, das alle erträglichen Vorstellungen Ăźbersteigt. In der Minute, in der ich diesen Satz niederschreibe, werden Tausende von Tieren bei lebendigem Leibe gefressen; andere laufen bebend vor Angst um ihr Leben; wieder andere werden langsam und von innen heraus durch gefräĂige Parasiten zugrunde gerichtet."
"Wenn man gesehen hat, wie Gänse gestopft werden, dann vergeht einem der Genuss. Das ist schwer pathologisches Gewebe, diese Leber! Aufs Sechsfache metastasiert."
"Universitäten haben LehrstĂźhle fĂźr Kunstgeschichte. Aber wie oft gehen Sie ins Museum, und wie oft essen Sie? Jeder weiĂ: Essen ist eine Kunst. Folgt ganz klar, die philosophische Fakultät muss einen Lehrstuhl fĂźr Kochkunst einrichten. Und warum, bitte schĂśn, haben wir einen Bundesminister fĂźr Sport und keinen fĂźr Speisen?"
"Liebe bedeutet aber vor allem Nähe, Berßhrung, kÜrperlichen Kontakt."
"Je vertrauter und alltäglicher eine Verhaltensweise ist, desto problematischer wird ihre Analyse."
"Es ist gewiss nur eine Frage der Zeit, wann Baby-Beruhigungsmaschinen auf den Markt kommen."
"Der heutige Stadtmensch hat seine Gefßhlswelt gleichsam mit einem Panzer umgeben, trägt seine Zärtlichkeit darin wie eine samtene Hand unter eisener Faust."
"Fischer hat nicht nur Marx und Mao Tse-Tung studiert, sondern auch Brehms Tierleben, weil in Brehms Tierleben ist nachzulesen, dass groĂe und kleine Tiere gemeinsam atmen, leben und sich bewegen mĂźssen. Zum Beispiel weiĂ jeder, auch der in Brehms Tierleben weniger Kundige, dass ein Floh einen LĂśwen zum Wahnsinn treiben kann, ein LĂśwe einen Floh aber nie zum Wahnsinn treiben wird."