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April 10, 2026
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""Dass Gefßhle in Wirklichkeit Berechnungen sind, ßbersehen wir in der Regel, weil der rasante Rechenprozess weit unterhalb unserer Bewusstseinsschwelle abläuft. .., und deshalb glauben wir irrigerweise, unsere Angst vor Schlangen, unsere Wahl von Sexualpartnern oder unsere Ansichten ßber die Europäische Union seien das Ergebnis irgendeines mysteriÜsen freien Willens. Yuval Noah Harari: 21 Lektionen fßr das 21. Jahrhundert. C.H.Beck, Mßnchen 2018. S. 79. ISBN: 978 3 406 872778 8."
""Moralische Empfindungen wie Wut, Schuld oder Vergebung gehen auf neuronale Mechanismen zurĂźck, die entstanden sind, um die Zusammenarbeit in der Gruppe zu ermĂśglichen. ... GefĂźhle sind somit nicht das Gegenteil von Vernunft"
""GefĂźhle sind (vielmehr) biochemische Mechanismen, die alle Säugetiere und VĂśgel nutzen, um rasch Wahrscheinlichkeiten des Ăberlebens und der Reproduktion zu berechnen. GefĂźhle beruhen nicht auf Intuition, Inspiration oder Freiheit"
"âDemokratie geht davon aus, dass menschliche GefĂźhle einen geheimnisvollen und grundsätzlichen Âťfreien WillenÂŤ widerspiegeln, dass dieser Âťfreie WilleÂŤ die letztgĂźltige Quelle der Macht ist und dass manche Menschen zwar intelligenter als andere sein mĂśgen, alle Menschen aber gleich frei sind.â"
"Welchen Ertrag [âŚ] soll die intellektuell-wissenschaftliche Erforschung der Zeitgeschichte fĂźr unsere Gegenwart und Zukunft abwerfen? Sie soll nicht zuletzt dazu beitragen, dass die Handlungsmotive und die Leiden der Verfolgten, Verschleppten, Gequälten und der Ermordeten der Vergessenheit entrissen und dass den Opfern des nationalsozialistischen Terrors endlich die Gerechtigkeit, die Solidarität und Sympathie zuteil wird, auf die sie Anspruch haben. Mit anderen Worten: Ihr Handeln und Leiden soll in unser historisch-politisches Bewusstsein gehoben werden; denn es gilt, unsere Gesellschaft immun zu machen gegen Verfolgung von Andersdenkenden, von AngehĂśrigen anderer VĂślker und von Minderheiten Ăźberhaupt. Mit der wissenschaftlichen Zeitgeschichtsforschung wird die Erwartung verbunden, dass sie aufklärend wirkt."
"Das kritische, wissenschaftlich fundierte Werturteil des Historikers bildet den eigentlichen Ertrag seiner Arbeit, den er seinen Mitmenschen, der Gesellschaft also, vermittelt und den diese von ihm zu Recht erwarten."
"Das Engagement des Historikers drßckt sich aus in seiner Fragestellung. Er ist dann engagiert, wenn er prßft, ob die Geschichte helfen kann, Antworten auf drängende Fragen der Gegenwart und der Zukunft zu erhalten."
""Ich beschuldige [Ernst] Nolte nicht, daĂ er sein Buch in voller Erkenntnis der mĂśglichen Folgen geschrieben oder wissentlich falsches Material zusammengetragen hat, das nun andere ausbeuten, deren Hände weniger sauber sind als seine. Aber wissentlich oder nicht, sein [Buch] Deutschland und der kalte Krieg (1974) läuft auf eine umfangreiche und kunstvolle Ehrenrettung des modernen Deutschland hinaus. Ich nenne diese Methode Âťvergleichende VerharmlosungÂŤ, denn ihr liegt der Kunstgriff zugrunde, die Greueltaten der Nazis zwar einzugestehen, doch sie sozusagen zu ÂťhumanisierenÂŤ, das heiĂt zu entschuldigen, indem man empĂśrt auf die Verbrechen anderer Nationen hinweist, die angeblich ebenso verwerflich sind wie die im Dritten Reich begangenen. Mir erscheint eine solche Methode unaufrichtig, wenn sie sich auf Unmenschlichkeiten beruft, die Franzosen oder Amerikaner in anderen Teilen der Welt verĂźbt haben, während sie sich doch in Wahrheit zur Aufgabe gemacht hat, die besonderen Greuel der deutschen Schreckensherrschaft zwischen 1933 und 1945 zu verhĂźllen und von der Absicht abzulenken, jene Barbarei in ihrem eigenen"
""Wo die Soziologie"
"Ehe noch Deutschland politisch sich isolierte, hatte es sich geistig bereits isoliert. Deutsch war gleichbedeutend geworden mit un- und antieuropäisch."
"Soziologie ist die Kunst, eine Sache, die jeder versteht und die jeden interessiert, so auszudrĂźcken, daĂ sie keiner mehr versteht und sie keinen mehr interessiert."
""Der Tod ist nicht schĂśn, selbst wenn er sanft und friedlich eintritt. âSchĂśnâ wollen ihn die ZurĂźckgebliebenen in Erinnerung haben"."
"Soziales Leben ist fĂźr den Menschen ohne ein MaĂ persĂśnlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit unmĂśglich. PersĂśnliche Freiheit ist eine unerläĂliche Bedingung fĂźr jede menschliche Leistung, eine gute oder bĂśse, während soziale Gerechtigkeit die Hauptregel des Spieles menschlichen Verkehrs ist."
"Zivilisationen werden nicht ermordet, sondern begehen Selbstmord"
""Es ist ein Super-GAU fĂźr die Forschung und eine Katastrophe fĂźr die Kulturgeschichte." â zum Verlust der Archivbestände des Historischen Archivs der Stadt KĂśln, âTrĂźmmer, Tränen, Zornâ. KĂśln verliert sein historisches Gedächtnis, west.art, 15. März 2009, mit Fritz Bilz, Christian Gudehus, Hiltrud Kier, Michael Knoche, Bettina Schmidt-Czaia und Robert Claus Wiezorek"
""Alles, was geborgen wird, ist restaurierungsbedĂźrftig"
""Wer heute noch in der Wirtschaft Innovation und Wachstum verknßpft, wie aktuell geschieht, ist ein Selbstmord-Attentäter. Wir fragen zu oft, was neu, und zu wenig, was gut ist."
"Leistung hat auf keinen Fall etwas in der Schule zu suchen. Es ist fĂźr SchĂźler nicht wichtig, etwas zu leisten. Es ist nur wichtig, daĂ die verstehen, wofĂźr es sich lohnt, etwas zu leisten."
"Zwischen Weimar und Buchenwald erfĂźllte sich das Schicksal der Deutschen. Zwischen Weimar und Buchenwald fĂźhrte der Weg von der Wissenschaft zur Barbarei, zur wissenschaftlich betriebenen Barbarei."
"Lebe immer mit und nie gegen den Zweifel."
"Hitler beantwortet ja keine moralischen Fragen. All die Gutmenschen fordern immer wieder von den Deutschen, dass sie sich moralisch distanzieren von ihm. Ich meine, das ist doch selbstverständlich! Moralisch wirft Hitler keine Fragen auf: Man bringt Menschen nicht um, man foltert nicht. Aber man kann und sollte aus dem Dritten Reich politische Lehren ziehen. [...] Hitler ist und bleibt eine anthropologische MÜglichkeit, die es immer wieder geben wird. Das ist gleichsam sein Vermächtnis. Aber es ist bislang kaum zur Kenntnis genommen worden."
"Ertrage die Clowns!"
"Wenn das Selbstverständnis [der Juden], das Licht der VÜlker, das Volk Gottes oder auch eine kräftigere Rasse zu sein, richtig oder auch bloà aufrichtig ist, dann ist verbreitete Feindschaft eine unumgängliche Konsequenz, und zwar gerade die Feindschaft der Dumpfen, der einfachen Menschen, der Nicht-Intellektuellen."
"Der Kern des Historismus besteht in der Ersetzung einer generalisierenden Betrachtung geschichtlich-menschlicher Kräfte durch eine individualisierende Betrachtung."
"Die Seufzer einer Frau sind gut zum verscheuchen, aber nicht zum anholen; die Thräne des liebenden Mädgens, sagt ein altes Buch, steht wie der Thau auf der Rose; aber die auf den Wangen einer Frau, ist fßr den Mann ein Tropfen Gift, den er um alles in der Welt nicht verschlucken mÜchte.""
"Die heutige Zierlichkeit ist der Tod aller Lustbarkeiten. Kein Ellenboge auf dem Tische, kein Glas in der Hand, kein Auge das glßet, kein Herz das lacht......... Schieà mich todt, Kerl, damit ich das Unglßck nicht länger ansehen mÜge."
"Die Muslime begriffen sehr wohl, dass die Europäer sie auf der Ebene der Macht Ăźberholt hatten, aber sie konnten nicht begreifen, dass es an der Basis jenes fulminanten Aufstiegs in Europa zu einem Bruch mit dem religiĂśsen Sockel â und das war das eigentliche Werk der Aufklärung â gekommen war."
"Der Fundamentalismus ist fĂźr mich eine unvermeidliche Katastrophe, ein Ăbel, das durch nichts und niemanden aufgehalten werden kann ⌠Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, wir leben im Zeitalter der hirnlosen, verrĂźckten Bärtigen, und es bleibt uns nichts anderes Ăźbrig, als unsere Niederlage einzugestehen."
"Der Neonazi von heute ist zehnmal so schuldig wie der von frĂźher."
"Die Wahrheit ist immer von Nutzen fĂźr die Gesellschaft im Sozialismus, ihre Verbreitung nicht unbedingt."
"Wir leben von der verwelkten Hand in den zahnlosen Mund."
"âDie Weimarer Republik stĂźrzte auch deshalb, weil es nicht genug Deutsche gab, die liberale Prinzipien vertraten. Und auch heute noch wird Deutschland hin und wieder von einem anti-liberalen Hauch durchweht.â"
"Die vielen Menschen in Frankreich und anderswo, die Kontakte zu osteuropäischen Intellektuellen und KĂźnstlern aufrechterhielten, trugen auf eine Weise, die erst noch in vollem Umfang gewĂźrdigt werden muĂ, zur schlieĂlichen Wiedervereinigung Europas bei."
"Alle Google-Nutzer wissen, dass bei der [âŚ] FĂźlle von Ergebnissen die Hierarchisierung des Angebotes eine zentrale Rolle spielt. So zahlreich die gefundenen Seiten auch sein mĂśgen, der Kunde sieht sich doch nur die an, die ganz oben auf der Trefferliste stehen. Nach demselben Prinzip arbeiten die groĂen Supermärkte bei der Präsentation ihrer Waren, beispielsweise in der Sichtzone des Regals. Ihre Position im Regal weist auf ihre relative Bedeutung hin."
"VerzĂśgerung ist die tĂśdlichste Form der Verweigerung."
"MaĂnahmen, die die Produktion stärken sollen, heben die Beschäftigung an; MaĂnahmen, die die Beschäftigung stärken sollen, tun alles andere, nur das nicht."
"In Diskussionen werden die unbedeutenderen Themen am ausfĂźhrlichsten diskutiert, von denen die meisten Teilnehmer Ahnung haben."
"Entscheidungsgremien werden weniger effektiv, wenn sie mehr als fĂźnf bis acht Mitglieder haben."
"Arbeit dehnt sich genau in dem MaĂ aus, wie Zeit fĂźr ihre Erledigung zur VerfĂźgung steht."
"Das Leitmotiv des Antiamerikanismus ist mit Neid durchsetzter Groll; die des Antieuropäismus mit Verachtung durchsetzte Gereiztheit."
""Atheisten sollten die Wahl von Papst Benedikt XVI. begrĂźĂen, denn dieser alte, gelehrte, konservative und uncharismatische bayerische Theologe wird sicherlich die Entchristianisierung in Europa vorantreiben, auch wenn er genau das Gegenteil beabsichtigt. Am Ende seines Pontifikats wird Europa vielleicht genauso unchristlich sein, wie es schon einmal vor 15 Jahrhunderten war, als St. Benedikt, einer der Schutzheiligen Europas, den Benediktinerorden grĂźndete. Das christliche Europa beginnt mit Benedikt und endet mit Benedikt"
"Man mĂśchte freundschaftliche Beziehungen mit dem Himmel, vertiefte Partnerschaft mit der Erde, aber auch fruchtbare Zusammenarbeit mit der HĂślle."
"Ăberall in Europa erweisen sich muslimische Minderheiten als nicht assimilierbar und igeln sich in ihrer Subkultur ein. Auch die Bundesrepublik hat bekanntlich kein Ausländer-, sondern ausschlieĂlich ein TĂźrkenproblem."
"Das ist im Kollektivgedächtnis der europäischen VÜlker, aber auch der Tßrkei tief verankert. Es spricht darum nichts dafßr, eine solche Inkarnation der Gegnerschaft in die EU aufzunehmen."
"âDenkmäler, auf Dauer eingestellt, bezeugen mehr als alles andere Vergänglichkeit.â Reinhart Koselleck: Kriegerdenkmale als Identitätsstiftungen der Ăberlebenden, in: Identität, hrsg. von Odo Marquart/Karl-Heinz Stierle, MĂźnchen 1979, S. 257 zitiert nach historischer-verein-pirmasens.de."
"Das Universum hat zwei Teile: Mich und den Rest."
"Das Weltall zerfällt in zwei Teile: ich und der Rest."
"Daà das ganze Dritte Reich eine schändlich dumme Episode der deutschen Geschichte war, keineswegs aus Frßherem notwendig sich ergebend, zusammengeflossen aus einer Kette von Zufällen, Irrtßmern, vermeidlichen Stßmpereien, genau dies war auch immer meine Ansicht."
"Sage mir, was du liest und ich sage dir, was du bist."
"Niemand meint alles was er sagt, und nur wenige sagen alles was sie denken. Worte sind glitschig und Gedanken sind klebrig."