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April 10, 2026
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"Die Geometrie besitzt zwei groĂe Schätze: einer ist der Satz von Pythagoras, der andere die Teilung einer Strecke nach dem äuĂeren und mittleren Verhältnis. Den ersten dĂźrfen wir mit einem Scheffel Gold vergleichen; den zweiten nennen wir ein kostbares Juwel."
"Wo Materie ist, dort ist auch Geometrie."
"Kepler sagte: ÂťMein hĂśchster Wunsch ist, den Gott, den ich im ĂuĂern Ăźberall finde, auch innerlich, innerhalb meiner gleichermaĂen gewahr zu werden.ÂŤ"
"Die Himmel hab ich gemessen, jetzt mess ich die Schatten der Erde. // Himmelwärts strebte der Geist, des KÜrpers Schatten ruht hier."
"In der wahren Philosophie, fĂźhrt man die Ursache aller natĂźrlichen Wirkungen auf mechanische GrĂźnde zurĂźck. Dies muss man meiner Ansicht nach thun, oder vĂśllig auf jede Hoffnung verzichten, jemals in der Physik etwas zu begreifen."
"Raum-Zeit ohne Masse-Energie gibt es nicht."
"Zuerst mßssen wir bemerken, dass die Welt kugelfÜrmig ist, theils weil diese Form, als die vollendete, keiner Fuge bedßrftige Ganzheit, die vollkommenste von allen ist, theils weil sie die geräumigste Form bildet, welche am meisten dazu geeignet ist, Alles zu enthalten und zu bewahren; oder auch weil alle in sich abgeschlossene Theile der Welt, ich meine die Sonne, den Mond und die Planeten, in dieser Form erscheinen; oder weil Alles dahin strebt, sich in dieser Form zu begrenzen, was an den Tropfen des Wassers und an den ßbrigen flßssigen KÜrpern zur Erscheinung kommt, wenn sie sich aus sich selbst zu begrenzen streben."
"Es darf daher die Strebsamen nicht wundern, wenn dergleichen Leute auch uns verspotten. Mathematische Dinge werden fßr Mathematiker geschrieben, die, wenn mich meine Meinung nicht täuscht, einsehen werden, dass diese unsre Arbeiten auch an dem kirchlichen Staate mit bauen, dessen hÜchste Stelle Deine Heiligkeit jetzt einnimmt."
"Das Auge hält sich nämlich ßberall fßr den Mittelpunkt der Sphäre alles ringsum Sichtbaren."
"Wir kÜnnen das Universum nicht erklären, sondern nur beschreiben; und wir wissen nicht, ob unsere Theorien wahr sind, wir wissen nur, dass sie nicht falsch sind."
"Wenn alle nur lauschen, wird es logischerweise zu keiner interplanetaren Kommunikation kommen."
"Viele Geisteswissenschaftler beschäftigen sich mit Bereichen, wo die Interpretation einen groĂen Raum einnimmt. Ich als Astronom kann hingegen sagen: Das sind die Fakten; da gibt es nichts zu interpretieren."
"Theorien wie "Stringtheorien und Paralleluniversen" sind mindestens genauso gewagt wie die Vorstellung, dass hier pausenlos irgendwelche AuĂerirdischen landen."
""Sind wir Naturwissenschaftler"
"Die Tatsache, dass man etwas Ăźber den Himmel weiĂ, ändert an seinem Zauber nichts."
"Weder hohe Ămter, noch Macht, einzig die Zepter der Wissenschaft Ăźberdauern."
"Nicht scheinen, sondern sein."
"Lass mein Leben nicht vergeblich gewesen sein."
"Nichts ist getan, wenn noch etwas zu tun Ăźbrig ist."
"ÂťDer Mangel an mathematischer Bildung gibt sich durch nichts so auffallend zu erkennen als durch die maĂlose Schärfe im Zahlenrechnen.ÂŤ"
"Es gibt fĂźr die Seele eine Befriedigung hĂśherer Art," sagte er eines Tages, "dazu habe ich das Materielle eigentlich gar nicht nĂśthig. Ob ich die Mathematik auf ein Paar Dreckklumpen anwende, die wir Planeten nennen, oder auf rein arithmetische Probleme, es bleibt sich gleich, die letztern haben nur noch einen hĂśhern Reiz fĂźr mich."
"Die Mathematik hielt Gauss um seine eigenen Worte zu gebrauchen, fĂźr die KĂśnigin der Wissenschaften und die Arithmetik fĂźr die KĂśnigin der Mathematik."
""Wie der Blitz einschlägt, hat sich das Räthsel gelÜst; ich selbst wäre nicht im Stande, den leitenden Faden zwischen dem, was ich vorher wusste, dem, womit ich die letzten Veruche gemacht hatte,"
"Wahrlich es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Da-Seyn, sondern das Hinkommen, was den grÜssten Genuss gewährt. Wenn ich eine Sache ganz ins Klare gebracht und erschÜpft habe, so wende ich mich davon weg, um wieder ins Dunkle zu gehe; so sonderbar ist der nimmersatte Mensch, hat er ein Gebäude vollendet so ist es nicht um nun ruhig darin zu wohnen, sondern um ein andres anzufangen. So stelle ich mir vor muss dem Welteroberer zu Muthe seyn, der nachdem ein KÜnigreich kaum bezwungen ist, schon wieder nach andern seine Arme ausstreckt."
"Ăberhaupt verhält es sich mit allen solchen neuen Calculs so, dass man durch sie nichts leisten kann, was nicht auch ohne sie zu leisten wäre; der Vortheil ist aber der, dass, wenn ein solcher Calcul dem innersten Wesen vielfach vorkommender BedĂźrfnisse correspondirt, jeder, der sich ihn ganz angeeignet hat, auch ohne die gleichsam unbewussten Inspirationen des Genies, die niemand erzwingen kann, die dahin gehĂśrigen Aufgaben lĂśsen, ja selbst in so verwickelten Fällen gleichsam mechanisch lĂśsen kann, wo ohne eine solche HĂźlfe auch das Genie ohnmächtig wird. [...] Es werden durch solche Conceptionen unzählige Aufgaben, die sonst vereinzelt stehen, und jedesmal neue Efforts (kleinere odergrĂśssere) des Erfingsgeistes erfordern, gleichsam zu einem organischen Reiche."
"Sie wissen, dass ich langsam schreibe, allein dies kommt hauptsächlich daher, weil ich mir nie anders gefallen kann, als wenn in kleinem Raum mÜglichst viel ist, und kurz zu schreiben viel mehr Zeit kostet als lang."
"Nach meiner innigsten Ueberzeugung hat die Raumlehre in unserm Wissen a priori eine ganz andere Stellung wie die reine GrÜssenlehre; es geht unserer Kentniss von jener durchaus diejenige vollständige Ueberzeugung von ihrer Nothwendigkeit (also auch von ihrer absoluten Wahrheit) ab, die der letzteren eigen ist; wir mßssen in Demuth zugeben, dass wenn die Zahl bloss unseres Geistes Product ist, der Raum auch ausser unserm Geiste eine Realität hat, der wir a priori ihre Gesetze nicht vollständig vorschreiben kÜnnen."
"MerkwĂźrdig ist es immer dass alle diejenigen die diese Wissenschaft [Zahlentheorie (âHĂśhere Arithmetikâ in GauĂâ Worten)] ernstlich studiren eine Art Leidenschaft dafĂźr fassen."
"Ich wĂźrde ohne Zweifel meine Untersuchungen längst bekannt gemacht haben, hätte nicht zu der Zeit wo ich sie abbrach das gefehlt, was ich wie den eigentlichen SchluĂstein betrachtet hatte. // Nil actum reputans si quid superesset agendum //"
"Aber mir deucht, wir wissen, trotz der nichtssagenden Wort-Weisheit der Metaphysiker eigentlich zu wenig oder gar nichts Ăźber das wahre Wesen des Raums, als dass wir etwas uns unnatĂźrlich vorkommendes mit Absolut UnmĂśglich verwechseln dĂźrfen."
"Die Mathematik ist doch die angenehmste Wissenschaft; sie und die Astronomie vertreten bei mir Tanzgesellschaften, Konzerte und andere derartige Belustigungen, die ich nur dem Namen nach kenne."
"Man muĂ messen, was messbar ist, und messbar machen, was noch nicht meĂbar ist"
"Und sie bewegt sich doch!" bzw. "Und sie dreht sich doch!"
"Da es ganz klar ist, daĂ zwei Wahrheiten sich niemals widersprechen kĂśnnen, so ist es die Aufgabe der weisen Ausleger, sich zu bemĂźhen, den wahren Sinn der Bibelstellen, der mit den Naturgesetzen Ăźbereinstimmt, zu finden."
"Die Philosophie steht in diesem groĂen Buch geschrieben, das unserem Blick ständig offen liegt [, ich meine das Universum]. Aber das Buch ist nicht zu verstehen, wenn man nicht zuvor die Sprache erlernt und sich mit den Buchstaben vertraut gemacht hat, in denen es geschrieben ist. Es ist in der Sprache der Mathematik geschrieben, und deren Buchstaben sind Kreise, Dreiecke und andere geometrische Figuren, ohne die es dem Menschen unmĂśglich ist, ein einziges Bild davon zu verstehen; ohne diese irrt man in einem dunklen Labyrinth herum."
"Auf die Titelseite meiner gesammelten Werke zu setzen: Hier wird es aus unzähligen Beispielen zu begreifen sein, was der Nutzen der Mathematik fßr das Urteil der Naturwissenschaften ist, und wie unmÜglich es ist, korrekt zu philosophieren ohne die Fßhrung der Geometrie, wie es der weise Grundsatz Platons besagt."
"Es zählt nicht, was plausibel klingt, was wir gerne glauben wĂźrden, was ein oder zwei Zeugen behaupten, sondern nur, was durch stichhaltige Beweise belegt wird, die grĂźndlich und kritisch geprĂźft wurden. AuĂergewĂśhnliche Behauptungen erfordern auĂergewĂśhnlich starke Beweise."
"Sollten wir uns daher in den Kopf setzen, unseren Apfelkuchen von Grund auf selber zu machen, mĂźĂten wir erst das Universum erfinden."
"Es gibt naive Fragen, langweilige Fragen, schlecht formulierte Fragen, Fragen, die nach unzureichender Selbstkritik gestellt werden. Aber jede Frage ist ein Aufschrei, die Welt verstehen zu wollen. Es gibt keine dummen Fragen."
""Im Bewusstsein des Menschen erkennt die Natur sich selbst"- Quelle: http://www.carlsagan.com Ăbersetzer: Guido Biermann)"