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April 10, 2026
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"Ein Freund besuchte mich an einem Abend der letzten Woche; er glaubt, es war am Montag, den 3. August [1914]. Wir standen an einem Fenster meines Zimmers im Foreign Office. Die Dämmerung brach herein und die Lampen wurden auf der StraĂe angezĂźndet. Mein Freund erinnert sich, wie ich damals bemerkte: Die Lampen gehen in ganz Europa aus, wir werden sie in unserem Leben nie wieder leuchten sehen."
"Ich habe als Gouverneur ßber zehn Jahre mit und unter den Eingeborenen der Samoa-Inseln gelebt und habe Jahre meines Lebens dem Studium der Eingeborenen gewidmet. Bei dem selbstverständlichen Wunsch unserer Regierung, fßr unser deutsches Vaterland Vorteile aus den Kolonien zu ziehen, habe ich nie vergessen, dass unsere Kolonien die Heimat sind von Menschen, denen wir unseren Schutz versprochen haben, fßr die wir sorgen mßssen."
"Es gilt dabei nicht, die Eingeborenen zu Europäern zu machen! Das wäre aussichtslos und in der Absicht falsch. Das Ziel kann nur sein, eine bodenständige Kultur hÜheren Grades heraufzufßhren."
"Die Idee des Rechts muss und wird frßher oder später den Sieg davontragen ßber die Idee der Gewalt."
"Deutschland erfĂźllte seine Pflicht, indem es fĂźr den Frieden und die Nicht-Militarisierung Afrikas eintrat"
"In einem Berliner Wartesaal diskutierte er [Hilbert] mit zwei Geometern (wenn ich nicht irre, A. Schoenflies und E. KĂśtter) Ăźber die Axiomatik der Geometrie und gab seiner Auffassung das ihm eigentĂźmliche scharfe Gepräge durch den Ausspruch: âMan muĂ jederzeit an Stelle von âPunkten, Geraden, Ebenenâ âTische, StĂźhle, Bierseidelâ sagen kĂśnnen.â â Otto Blumenthal, Lebensgeschichte. In: David Hilbert, Gesammelte Abhandlungen, Dritter Band, Verlag von Julius Springer, Berlin 1935, S. 403"
"âIm groĂen Garten der Geometrie kann sich jeder nach seinem Geschmack einen StrauĂ pflĂźcken.â â als Hilbert-Zitat bei Heinz Klaus Strick: Mathematik ist wunderschĂśn, Springer, Berlin 2018, ISBN 978-3-662-55830-0, S. 55,"
"Wenn unser groĂer Mathematiker Hilbert einmal gesagt hat: âDie Physik ist fĂźr die Physiker viel zu schwerâ, [âŚ]. â Hermann Kranichfeld, Das Verhältnis der Relativitätstheorie Einsteins zur Kantschen Erkenntnistheorie. In: Naturwissenschaftliche Wochenschrift, Neue Folge 21. Band, Nummer 44, 29. Oktober 1922, Seite 602 links unten"
"Wir mĂźssen wissen, // Wir werden wissen."
"Das Instrument, welches die Vermittlung bewirkt zwischen Theorie und Praxis, zwischen Denken und Beobachten, ist die Mathematik; sie baut die verbindende Brßcke und gestaltet sie immer tragfähiger. Daher kommt es, daà unsere ganze gegenwärtige Kultur, soweit sie auf der geistigen Durchdringung und Dienstbarmachung der Natur beruht, ihre Grundlage in der Mathematik findet."
"Das Unendliche hat wie keine andere Frage von jeher so tief das Gemßt der Menschen bewegt; das Unendliche hat wie kaum eine andere Idee auf den Verstand so anregend und fruchtbar gewirkt; das Unendliche ist aber auch wie kein anderer Begriff so der Aufklärung bedßrftig."
"Aus dem Paradies, das Cantor uns geschaffen, soll uns niemand vertreiben kĂśnnen."
"Wie im Leben der VĂślker das einzelne Volk nur dann gedeihen kann wenn es auch allen NachbarvĂślkern gut geht, und wie das Interesse der Staaten es erheischt, daĂ nicht nur innerhalb jedes einzelnen Staates Ordnung herrsche, sondern auch die Beziehungen der Staaten unter sich gut geordnet werden mĂźssen, so ist es auch im Leben der Wissenschaften."
"Alles, was Gegenstand des wissenschaftlichen Denkens Ăźberhaupt sein kann, verfällt, sobald es zur Bildung einer Theorie reif ist, der axiomatischen Methode und damit mittelbar der Mathematik. Durch Vordringen zu immer tieferliegender Schichten von Axiomen im vorhin dargelegten Sinne gewinnen wir auch in das Wesen des wissenschaftlichen Denkens selbst immer tiefere Einblicke und werden uns der Einheit unseres Wissens immer mehr bewuĂt. In dem Zeichen der axiomatischen Methode erscheint die Mathematik berufen zu einer fĂźhrenden Rolle in der Wissenschaft Ăźberhaupt."
"[...] welche berechtigten allgemeinen Forderungen an die LĂśsung eines mathematischen Problems zu stellen sind: ich meine vor Allem die, daĂ es gelingt, die Richtigkeit der Antwort durch eine endliche Anzahl von SchlĂźssen darzuthun und zwar auf Grund einer endlichen Anzahl von Voraussetzungen, welche in der Problemstellung liegen und die jedesmal genau zu formuliren sind. Diese Forderung der logischen Deduktion mittelst einer endlichen Anzahl von SchlĂźssen ist nichts anderes als die Forderung der Strenge in der BeweisfĂźhrung. In der That die Forderung der Strenge, die in der Mathematik bekanntlich von sprichwĂśrtlicher Bedeutung geworden ist, entspricht einem allgemeinen philosophischen BedĂźrfnis unseres Verstandes und andererseits kommt durch ihre ErfĂźllung allein erst der gedankliche Inhalt und die Fruchtbarkeit des Problems zur vollen Geltung."
"Ein alter franzĂśsischer Mathematiker hat gesagt: Eine mathematische Theorie ist nicht eher als vollkommen anzusehen, als bis du sie so klar gemacht hast, daĂ du sie dem ersten Manne erklären kĂśnntest, den du auf der StraĂe triffst. Diese Klarheit und leichte FaĂlichkeit, wie sie hier so drastisch fĂźr eine mathematische Theorie verlangt wird, mĂśchte ich viel mehr von einem mathematischen Problem fordern, wenn dasselbe vollkommen sein soll; denn das Klare und leicht FaĂliche zieht uns an, das Verwickelte schreckt uns ab. // Ein mathematisches Problem sei ferner schwierig, damit es uns reizt, und dennoch nicht vĂśllig unzugänglich, damit es unserer Anstrengung nicht spotte; es sei uns ein Wahrzeichen auf den verschlungenen Pfaden zu verborgenen Wahrheiten â uns hernach lohnend mit der Freude Ăźber die gelungene LĂśsung."
"Diese Ueberzeugung von der LÜsbarkeit eines jeden mathematischen Problems ist uns ein kräftiger Ansporn während der Arbeit; wir hÜren in uns den steten Zuruf: Da ist das Problem, suche die LÜsung. Du kannst sie durch reines Denken finden; denn in der Mathematik giebt es kein Ignorabimus!"
"Ich stimme somit mit Gesell ßberein, dass das Ergebnis der Lßckenausfßllung in der klassischen Theorie nicht darin besteht, das "Manchester System" aufzugeben, sondern die Natur der Umwelt zu bestimmen, die das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte erfordert, wenn es die vollen MÜglichkeiten der Erzeugung verwirklichen soll."
"Gesell zog die halbreligiĂśse Verehrung auf sich, die frĂźher Henry George umgab, und wurde der verehrte Prophet eines Kultus mit Tausenden von Anhängern in der ganzen Welt. [âŚ] Ich glaube, daĂ die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird. Das Vorwort zu ÂťDie NatĂźrliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und FreigeldÂŤ wird dem Leser, wenn er es nachschlägt, die moralische HĂśhe Gesells zeigen. Die Antwort auf den Marxismus ist nach meiner Ansicht auf den Linien dieses Vorwortes zu finden."
""Wir fordern die Beseitigung jeder Einwanderungskontrolle. Die Gelben, die WeiĂen, die Schwarzen â alle sollen das gleiche Recht auf die Erde, auf den amerikanischen Kontinent haben, genau wie wir jedem Amerikaner Europa und die Mongolei zu Nutz und Freude zur freien VerfĂźgung stellen wollen."
"Reichtum und Armut sind gleichmäĂig verkehrte Zustände. Sie gehĂśren nicht in einen geordneten Staat. Sie sind mit dem BĂźrger- und VĂślkerfrieden unvereinbar. [...] Armut ist eine Kette und Reichtum ist eine Kette. Und der Anblick von Ketten muss jedem Freien ein Gräuel sein. Wo er sie sieht, muss er sie brechen."
"Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schlieĂlich den BĂźrgerkrieg, der zur Barbarei zurĂźckfĂźhrt. ... Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde KĂśpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen."
"Warum spricht man in allen Zeitungen der Welt von Marx und seiner Lehre? Einer meinte, das läge an der Hoffnungslosigkeit und entsprechenden Harmlosigkeit der Marxschen Lehre. Kein Kapitalist fßrchtet diese Lehre, wie auch kein Kapitalist die christliche Lehre fßrchtet. Es wäre geradezu vorteilhaft fßr das Kapital, mÜglichst viel und breit von Marx und Christus zu reden."
"Denn die Arbeit ist die einzige Waffe des gesitteten Menschen in seinem ÂŤKampfe ums DaseinÂť."
"Aus dieser regelmäĂigen VergĂźtung setzt sich der Zins des Handelskapitals zusammen, und er beträgt, auf den Jahresumsatz verteilt, nach mehrtausendjähriger Erfahrung 4-5%."