First Quote Added
April 10, 2026
Latest Quote Added
"Das HĂśchste, wozu er sich erheben konnte, war, fĂźr etwas rĂźhmlich zu sterben; jetzt erhebt er sich zu dem GrĂśĂern, fĂźr etwas ruhmlos zu leben."
"Werde nie // So reich am Geist, daĂ arm du wĂźrd'st am Herzen."
"LaĂ dich vom Verstande leiten, aber verletze nicht die heilige Schranke des GefĂźhls."
"Es liest // Kein Leser mehr heraus, als er hinein liest. // Dem andern ist dasselbe Buch ein anders."
"Der Mensch soll nicht sorgen, daà er in den Himmel, sondern daà der Himmel in ihn komme. Wer ihn nicht in sich selber trägt, der sucht ihn vergebens im ganzen All."
"Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung."
"GlĂźck ist wie Sonne. Ein wenig Schatten muĂ sein, wenn's dem Menschen wohl werden soll."
"Dieser Bßchner war ein toller Hund. Nach kaum 23 oder 24 Jahren verzichtete er auf weitere Existenz und starb. Es scheint, die Sache war ihm zu dumm. Das war damals eine Epoche finsterster und dumpfester Reaktion, in die er hinein geboren wurde. [...] Bßchner, das war ein Revolutionär vom reinsten Wasser!"
"Das Theater ist bei BĂźchner, der ein Dramatiker war von Geburt, ein buntes erleuchtetes Loch, vor dem die Zuschauer mit weit aufgerissenen Augen sitzen, die lieben Leute, denen man es doch ein biĂchen deutlich machen muĂ, wie es im Leben zugeht."
"Georg BĂźchners Geist lebte nun mit uns, in uns, unter uns. Und wer ihn kennt, diesen wie glĂźhende Lava aus chthonischen Tiefen emporgeschleuderten Dichtergeist, der darf sich vorstellen, daĂ er, bei allem Abstand seiner Einmaligkeit, ein Verwandter von uns gewesen ist. Er ward zum Heros unseres Heroons erhoben."
"Wer will dem Adler die Bahn vorschreiben, wenn er die Schwingen entfaltet und stĂźrmischen Flugs sich zu den Sternen erhebt?"
"Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt. Wir wissen, was wir von unseren FĂźrsten zu erwarten haben."
"Weil wir im Kerker geboren und groĂgezogen sind, merken wir nicht mehr, daĂ wir im Loch stecken mit angeschmiedeten Händen und FĂźĂen und einem Knebel im Munde."
"Was ist das, was in uns lĂźgt, mordet, stiehlt?"
"Mästen Sie die Bauern, und die Revolution bekommt die Apoplexie. Ein Huhn im Topfe jedes Bauern macht den gallischen Hahn verenden."
"Ich verachte Niemanden, am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung, weil es in Niemands Gewalt liegt, kein Dummkopf oder kein Verbrecher zu werden, â weil wir durch gleiche Umstände wohl Alle gleich wĂźrden, und weil die Umstände auĂer uns liegen."
"Ich komme vom Christkindelsmarkt, Ăźberall Haufen zerlumpter, frierender Kinder, die mit aufgerissenen Augen und traurigen Gesichtern vor den Herrlichkeiten aus Wasser und Mehl, Dreck und Goldpapier standen. Der Gedanke, daĂ fĂźr die meisten Menschen auch die armseligsten GenĂźsse und Freuden unerreichbare Kostbarkeiten sind, machte mich sehr bitter."
"Gott mag den allerdurchlauchtigsten und gesalbten SchafskÜpfen gnädig sein; auf der Erde werden sie hoffentlich keine Gnade mehr finden."
"Die Leute gehen ins Feuer, wenn's von einer brennenden Punschbowle kommt!"
"Der HaĂ ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihn im vollsten MaĂe gegen die, welche verachten."
""Wozzeck, es schaudert mich, wenn ich denke, daĂ sich die Welt in einem Tage herumdreht. Was fĂźr eine Zeitverschwendung!"
"Wer kalt ist, den friert nicht mehr!"
"Sehân Sie, Herr Doctor, manchmal hat man so ânen Charakter, so âne Struktur. â Aber mit der Natur istâs was anderâs, sehen Sie, mit der Natur (er kracht mit den Fingern), das ist so was, wie soll ich doch sagen â zum Beispiel â"
"Moral, das ist, wenn man moralisch ist [...]"
"Der Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt Einem, wenn man hinunterschaut ..."
"[...] ich ärgere mich nicht, ärgern ist ungesund, ist unwissenschaftlich!"
"Es wird mir ganz angst um die Welt, wenn ich an die Ewigkeit denke."
"Es muĂ was SchĂśnes sein um die Tugend, Herr Hauptmann, aber ich bin ein armer Kerl."
"Auf der Welt ist kein Bestand, // Wir mĂźssen Alle sterben, das ist uns wohlbekannt. // Heissassa! Hopssassa!"
"Ich werde mich indessen in das Gras legen und meine Nase oben zwischen den Halmen herausblĂźhen lassen und romantische Empfindungen beziehen, wenn die Bienen und Schmetterlinge sich darauf wiegen, wie auf einer Rose."
"Herr, ich habe die groĂe Beschäftigung, mĂźĂig zu gehen, ich habe eine ungemeine Fertigkeit im Nichtsthun, ich besitze eine ungeheure Ausdauer in der Faulheit. Keine Schwiele schändet meine Hände, der Boden hat noch keinen Tropfen von meiner Stirne getrunken, ich bin noch Jungfrau in der Arbeit, und wenn es mir nicht der MĂźhe zu viel wäre, wĂźrde ich mir die MĂźhe nehmen, Ihnen diese Verdienste weitläufiger auseinanderzusetzen."
"Denn wer arbeitet, ist ein subtiler SelbstmĂśrder, und ein SelbstmĂśrder ist ein Verbrecher, und ein Verbrecher ist ein Schuft. Also, wer arbeitet ist ein Schuft."
"O, eine sterbende Liebe ist schĂśner als eine werdende."
"O Himmel, man kĂśmmt leichter zu seiner Erzeugung, als zu seiner Erziehung."
"MĂźĂiggang ist aller Laster Anfang."
"Mein Leben gähnt mich an, wie ein groĂer weiĂer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus."
"[...] ich bin so jung, und die Welt ist so alt."
"FĂźr mĂźde FĂźĂe ist jeder Weg zu lang ..."
"Der mĂźde Leib findet sein Schlafkissen Ăźberall, doch wenn der Geist mĂźd' ist, wo soll er ruhen?"
"[...] wozu sollen wir Menschen mit einander kämpfen? Wir sollten uns neben einander setzen und Ruhe haben."
"Wo die Nothwehr aufhÜrt, fängt der Mord an; ich sehe keinen Grund, der uns länger zum TÜdten zwänge."
"Wir sind Dickhäuter, wir strecken die Hände nach einander aus; aber es ist vergebliche MĂźhe, wir reiben nur das grobe Leder an einander ab, â wir sind sehr einsam."
"Wir sind das Volk, und wir wollen, daĂ kein Gesetz sei; ergo: ist dieser Wille das Gesetz, ergo: im Namen des Gesetzes gibt's kein Gesetz mehr, ergo: todtgeschlagen."
"Wir haben nicht die Revolution, die Revolution hat uns gemacht."
"Wer in einer Masse, die vorwärts drängt, stehen bleibt, leistet so gut Widerstand, als trätâ er ihr entgegen, er wird zertreten."
"Unser Leben ist der Mord durch Arbeit; wir hängen sechzig Jahre lang am Strick und zapplen, aber wir werden uns losschneiden."
"SchlieĂer. Wer hat Euch herfahren geheiĂen? Erster Fuhrmann. Ich heiĂe nicht Herfahren, das ist ein kurioser Name."
"Was istâs denn, wenn ich auf eine Leiche trete, um aus dem Grab zu klettern?"
"Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen;"
"Geht einmal Euern Phrasen nach, bis zu dem Punkt, wo sie verkĂśrpert werden."